Warum wird eine Bank für Mittelständler gebraucht?

Gründer und Vorstand der DikoBa eG i.G.: Johannes Hillmann

Gründer und Vorstand der DikoBa eG i.G.: Landwirt Johannes Hillmann

Viele Mittelständler und Landwirte sind beruflich, auf eine schnelle Finanzspritze angewiesen und fühlen sich, im Fall der Not, trotz gegenteiliger Werbung, oft von ihrer Bank im Stich gelassen. Manchmal scheitern die Kreditverhandlungen vorzeitig, am grundlegenden Verständnis der Bänker für die Lage der Handwerker und Bauern, denn in diesen Betrieben kann kurzfristig, trotz guter Auftragslage und einem gesunden Betrieb, Geld für Investitionen nötig werden.

Die Banken argumentieren bei Kreditverhandlungen vielfach mit den Basel ll Bestimmungen, die nur wenig Spielraum für die Gewährung von Krediten lassen.

Es besteht Bedarf nach Finanzexperten, mit dem nötigen Insiderwissen, die die Lage schnell erfassen und sofort, fachlich kompetent, entscheiden, ob ein Kredit gewährt werden kann.

Eine Bank für Landwirtschaft und Mittelstand in der Gründungsphase

Mitte 2012 schlossen sich im Nordrhein-westfälischen Schöppingen, im Landkreis Borken, eine Hand voll Unternehmer des Mittelstandes zusammen, um, so der Gründer und Vorstand der DikoBa eG i.G.: Johannes Hillmann, mit der Gründung einer Genossenschaftsbank, selbst die finanziellen Zügel in die Hand zu nehmen. Es sei eine Bank, die speziell auf die Bedürfnisse von Mittelständlern und Landwirten zugeschnitten sei, erklärt Hillmann.

Ende 2013, so ist geplant, soll die Bank als perfektes Geldinstitut arbeiten. Damit das Unternehmen als Einlagenkreditinstitut gestartet werden kann, muss, laut Kreditwesensgesetz, mindestens ein Anfangskapital von fünf Millionen zur Verfügung stehen.Wenn dieses aufgebracht und die Bankbetriebserlaubnis durch die zuständige Aufsichtsbehörde (BaFin) erteilt wurde, steht den Mitgliedern eine eigene Bank zur Verfügung, welche die genossenschaftlichen Prinzipien tatsächlich lebt und pflegt.

Wie unterscheidet sich die konservative DikoBa eG von anderen Banken?

Es ist der ehemalige Vorstand einer Volksbank aus dem baden-württembergischen Waldenbuch, Co-Vorstand Norbert Schenzle, 62 Jahre alt, der mit einem guten Beispiel vorangehen und Unternehmern eine Unternehmerbank an die Seite geben will.

Um hohe Eigenkosten zu vermeiden, verzichtet die neue Genossenschaftsbank auf klassische Filialen. Stattdessen soll, Hillmann zu folge, in jedem Bundesland mit Mitgliedern, ein Kompetenzzentrum als Anlaufstelle für die Kunden entstehen.

Die Banktätigkeiten werden sich auf das Einlagen- und Kreditgeschäft beschränken. „Hillmann begründet diesen Entschluss damit, dass diese Bank keine Finanzprodukte vermitteln wolle, die weder Berater noch Kunde verstünden. Die Mitglieder sollen der DikoBa als ihrer eigenen Bank“ vertrauen können. „

Hillmann verspricht, die wirtschaftlichen Belange der zukünftigen Mitglieder in den Mittelpunkt des Handels zu stellen.“ Es werde keine Gewinnmaximierung verfolgt. Von günstigen Kostenstrukturen sollen Mitglieder und Kunden profitieren: Das Handeln solle ausschließlich dem Wohl der Mitglieder und Kunden dienen. „

Bankgründer Hillmann wirbt beim Mittelstand

Das Hauptanliegen von Hillmann, in der Gründungsphase, ist es, möglichst viele Mittelständler für sein Projekt zu begeistern.
Er erklärt, dass das engezahlte Geld der Unternehmer für andere Unternehmer zur Verfügung steht. Alle Gesellschafter, die laut Satzung,mindestens 2.200 Euro einzahlen, sind gleichzeitig Teilhaber der DikoBa eG i.G. Als Einschränkung muss erwähnt werden, dass 200 Euro dieser Summe, als einmalige Einlage, eine Art Eintrittsgeld gewertet werden. Finanzkräftige Mittelständler können sich zum Beispiel auch mit 25 Geschäftsanteilen, das sind 50 000 Euro, an der DikoBa beteiligen  
Da der Vorstand alle eingezahlten Gelder, bis zur Erteilung der Bankbetriebserlaubnis, auf ein Sperrkonto einzahlt, ist für die Sicherheit des Geldes gesorgt.

Das sind die Vertreter der zukünftigen DikoBa eG

Die Vorstände Johannes Hillmann, Landwirt und landwirtschaftlicher Unternehmensberater (Schöppingen), und Norbert Schenzle, Dipl.-Bankbetriebswirt ADG und Unternehmensberater aus Waldenbuch (Baden-Württemberg), vertreten die Genossenschaft nach außen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind: Josef Beisinghoff, Rolf Biermann und Gerd Kokott. Sie überwachen die Tätigkeit des Vorstandes und unterstützen die Aufbauarbeit mit Rat und Tat.

In Saarbrücken wurden weitere Vorstandtmitglieder gewählt

Die Gründung der neuen bundesweiten Bank für Mittelstand und Landwirtschaft, nimmt Formen an.
Anfang September wurde Jörg Gogarn, Unternehmensberater und Bankbetriebswirt, aus Trebur, in Hessen, zum Aufsichtsratsvorsitzenden und die Diplom-Verwaltungswirtin Anett Pahlitzsch, aus Rietschen, im sächsischen Landkreis Görlitz, zur Aufsichtsrätin gewählt.

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