Gesunde Ernährung für schöne Nägel

Zur Nagelpflege gehört auch die Nagelgesundheit, denn man sieht es dem Nagel an, ob es ihm gut geht. Nicht nur Nagelpilz ist ein Zeichen für einen ungesunden Nagel, auch eine matte Oberfläche oder spröde und brüchige Nägel können ein Zeichen dafür sein, dass es Ihnen nicht gut geht. Oftmals ist es auch die Ernährung mit viel Fast Food und wenig frischem Obst und Gemüse, die unsere Nägel stumpf erscheinen lässt. Schöne Nägel brauchen ausreichend Zink und genügend Vitamin A und B sowie Biotin. Dies heißt es jetzt jedoch nicht, dass Sie zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen müssen, denn wer sich gesund und ausgewogen ernährt – und das ist schließlich etwas, was jeder ob der eigenen Gesundheit anstreben sollte, nimmt in der Regel genug Vitamine auf.

Vitaminpräparate ja oder nein?
Vitamine

Vitamine (Bild: Shawn Hempel / shutterstock.com)

Zink ist beispielsweise in Haferflocken und Truthahn enthalten und kann so im Frühstücksmüsli und im Salat am Abend aufgetankt werden. Möhren und Aprikosen enthalten viel Vitamin A und eignen sich beispielsweise super als Snack im Büro. Wer sein Kontingent an Vitamin B auffüllen möchte, der kann beim Mittagessen zu grünen Lebensmitteln wie Spinat und Brokkoli greifen und auch Biotin ist ganz einfach durch Eier und Sojabohnen bei einem Snack oder einer Hauptmahlzeit aufzunehmen. Auch wenn dies für viele nun furchtbar gesund und schwierig umzusetzen klingt, so schwer ist es gar nicht, denn auch leckere Fruchtsäfte decken unseren Tagesbedarf an Vitaminen und an einem Stückchen Schokolade als Nervennahrung ist auch noch kein Fingernagel gestorben ;)

Ein Wert der bei Frauen trotz guter Ernährung manchmal im Argen liegt ist der Eisenwert. Auch Eisenmangel kann ein Auslöser für brüchige Nägel sein. Natürlich sind hier auch vor allem grüne Lebensmittel als Lieferanten gefragt, jedoch können je nach ermessen des Arztes auch Nahrungsergänzungsmittel helfen die Depots aufzufüllen. Werfen Sie jedoch nicht wahllos Vitaminpillen ein, sondern lassen Sie sich lieber von einem Mediziner beraten und im Vorfeld untersuchen.

Tipp: Ein weitverbreiteter Irrglaube, der viele Menschen dazu bringt Vitaminpräparate zu nutzen, ist beispielsweise, dass weiße Flecken auf den Nägeln auf einen Mangel hinweisen. Dies kann zwar sein, jedoch stecken meistens schlicht Manikürfehler hinter den unschönen Ecken. Bemerken Sie jedoch Unebenheiten oder sogar Streifen auf den Nägeln, fragen Sie lieber Ihren Arzt um Rat und lassen Sie ein umfassendes Blutbild machen, denn es können auch ernsthafte Mangelerscheinungen oder Erkrankungen hinter starken Veränderungen stecken.

Schritt 1: Zeit nehmen

Nehmen Sie sich Zeit zur Maniküre, schaffen Sie eine entspannte Atmosphäre und vor allem ein gutes Licht um zu arbeiten. Auch Männer können – zumindest bei den ersten Schritten getrost mitmachen, denn bevor Sie sich an Nagellack und Co bedienen, ist sowieso erst einmal die Nagelfeile dran. Mit dieser werden die Nägel zunächst einmal in Form gebracht werden. Wie dies aussieht, bestimmen meist die Trends: Eckige Nägel sind derzeit out. Mandelförmig hingegen liegt schwer im Trend. Runden Sie hierzu einfach die Ecken des Nagels ab und lassen Sie den Nagel spitz aber doch rund zulaufen. Der perfekte Nagel ragt etwa 3 bis 5 Millimeter über den Finger hinaus – jedoch nicht mehr, sonst wird es auch schnell unbequem und der Fingernagel zur "Kralle". Den Feil- und anschließenden Eincrem-Schritt können Sie also getrost alle paar Tage wiederholen und Ihre Nägel auf einer einheitlichen Länge halten.

Schritt 2: Nagel vorbereiten

Entfetten Sie Ihre Nägel. Viele Frauen klagen darüber, dass der Lack nicht lange genug hält – ein Grund hierfür kann ein zu fettiger Nagel sein.

Schritt 3: Unterlack auftragen

Beugen Sie Verfärbungen vor und tragen Sie einen pflegenden Unterlack auf. Werden Sie nun aber nicht hektisch und lassen Sie ihn mindestens 5 Minuten trocknen, damit er eine gute Basis für den folgenden Lack wird.

Schritt 4: Farbigen Lack auftragen
Zeit lassen beim Nagellack auftragen

Zeit lassen beim Nagellack auftragen (Bild: Olesya Feketa / shutterstock)

Ist der Unterlack getrocknet, können Sie sich an das Auftragen des richtigen Lackes machen. Je nach dicke des Pinsels benötigen Sie meist etwa drei Schritte, damit der Nagellack gleichmäßig und deckend aufgetragen ist. Setzen Sie unten in der Mitte des Nagels an und lackieren Sie nach oben, dann in der gleichen Richtung die Seiten. Bei dunkleren Nagellacken, kann ein zweiter oder dritter Lackiervorgang nötig sein, um ein deckendes und streifenfreies Ergebnis zu erzielen.

Schritt 5: Warten, warten, warten...

Auch nach diesem Schritt heißt es erst mal wieder WARTEN. Lassen Sie den Lack gut trocknen und warten Sie lieber eine Minute länger als zu wenig, denn das Ärgernis ist groß, wenn ein Fleck im frisch lackierten Nagel entsteht. Wer nicht lange genug warten kann, der kann zu Schnelltrocknungsspray und anderen Hilfsmittel greifen, vermeiden Sie es jedoch den Nagel zu berühren, denn er ist zu diesem Zeitpunkt sehr empfindlich, sodass es schnell zu unschönen Abdrücken kommen kann.

Schritt 6: Überlack - wichtig oder sinnlos?

Ist der Nagellack jedoch dann gehärtet, kann es mit dem letzten Schritt – dem Überlack losgehen. Er schützt den Nagellack und gibt noch einmal extra Glanz und ist somit eigentlich unerlässlich.

Achtung: Viele nutzen für die oberste Schritt auf Unwissenheit oft Klarlack, das ist jedoch, auch wenn es so aussehen mag, nicht dasselbe und schützt den lackierten Nagel nicht so wie es ein Überlack kann.

Schritt 7: Tägliche (Nacht)pflege

Zur Schutz Ihres Nagels und Ihrer Haut, sollten Sie sich jeden Abend die Mühe machen und Ihre Hände mit einer reichhaltigen Pflegecreme eincremen. Auch natürliche Produkte wie grüner Tee Extrakt helfen dabei Hand und Nagel geschmeidig zu halten. Die Nacht eignet sich hierfür perfekt, denn da hat die Creme viel Ruhe um einzuwirken. Früher wurden zur Pflege spezielle Nachtcremes genutzt, die lange Zeit brauchten um einzuziehen und einen fettigen Film auf der Haut hinterliesen, weswegen Oma oft mit Baumwollhandschuhen zu Bett ging. Heute ist dies glücklicherweise nicht mehr nötig, denn Nachtcremes versprechen eine reichhaltige Pflege, die auch noch schnell einzieht.

Ein kleiner Tipp noch am Ende...
Maniküre beim Profi

Maniküre beim Profi (Bild: Andrey Armyagov / shutterstock.com)

Auch wenn Sie Ihre Nägel gerne in den aktuellen Trendfarben lackieren: Gönnen Sie ihnen auch mal eine Pause, denn besonders Nagellackentferner trocknet die Nägel aus und kann sie spröde machen. Gepflegte Nägel sehen auch ohne künstlichen Lack super aus.

So, war dies nun alles etwas viel für Sie und Sie überlegen doch zum Kosmetiker für die Maniküre zu gehen? Für die erste Pflege und vor alle auch für die Pflege der Seele ist ein Besuch im Kosmetikstudio mit Maniküre und allem drum und dran natürlich eine Wohltat, kann jedoch auch ins Geld gehen. Um jedoch an die richtigen Produkte und ein paar Tipps vom Profi zu bekommen ist ein Besucht auf jeden Fall empfehlenswert – außerdem kann man sich ja auch durchaus ab und zu was gönnen ;)

Autor seit 2 Jahren
13 Seiten
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