Kümmel ist nicht gleich Kümmel

In Deutschland hat der Schwarzkümmel lange ein Schattendasein gefristet und ist immer noch vielen unbekannt. Doch inzwischen greifen auch hier immer mehr Menschen auf dieses sanfte Naturprodukt zurück, wenn es darum geht, das Wohlbefinden zu steigern.

Schwarzkümmel stammt aus der Familie der Hahnenfußgewächse und ist nicht mit Kümmel oder Kreuzkümmel verwandt. Die mohnähnlichen Kapseln sind gefüllt mit dunklen Samenkörnern, die nach der Ernte nachgetrocknet werden. Aus ihnen gewinnt man durch Pressung, das Schwarzkümmelöl, das einen würzigen, leicht bitteren und nussigen Geschmacks aufweist.

Wer den Geschmack nicht mag, kann auch auf "geschmacklose" Schwarzkümmelöl-Kapseln zurückgreifen, die als Nahrungsergänzung angeboten werden. Diese Kapseln haben zusätzlich den Vorteil, dass sie länger haltbar und genauer zu dosieren sind.

 

Was macht Schwarzkümmelöl so wertvoll

Das natürliches Schwarzkümmelöl enthält etwa 21% hochwertiges Eiweiß sowie etwa 35% Pflanzenfette. Dabei ist besonders der Anteil an den kostbaren mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie zum Beispiel der Linolsäuren besonders hoch.

Linolsäure gehört zu den essenziellen Fettsäuren. Das heißt, dass sie nicht vom Körper produziert werden kann, sondern über die Nahrung aufgenommen werden muss. Sie ist Bestandteil der menschlichen Haut und spielt eine wichtige Rolle bei entzündlichen Prozessen im Körper.

Zusätzliche wichtige Bestandteile der Schwarzkümmelöls sind Vitamine, wichtige Mineralien, Folsäure und Biotin.

Viele Publikationen sprechen dem Öl eine schmerzlindernde, entkrampfende, entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung zu. Außerdem soll es mithelfen können, das Immunsystem zu stärken und den Blutdruck zu senken.

Forscher am Cancer Immuno-Biology Laboratory in South Carolina haben Berichten zufolge sogar entdeckt, dass Schwarzkümmel womöglich eine wichtige Rolle spielt, wenn es darum geht, Krebszellen anzugreifen und zu beseitigen.

Wie bei den meisten Naturprodukten sind allerdings auch beim Schwarzkümmel die gesundheitlichen Wirkungen (noch) nicht nachhaltig und eindeutig genug belegt, so dass es Herstellern und Vertrieben verboten ist, mit ihnen zu werben. Deshalb bleibt den Verbrauchern meist nichts anderes übrig, als das Produkt über einen längeren Zeitraum zu konsumieren und selbst herauszufinden, ob es hilft oder nicht.

Tipps zum Kauf

Wer mit dem Gedanken spielt, Schwarzkümmelöl zu kaufen, sollte darauf achten, dass es sich um ein hochwertiges, kaltgepresstes Öl handelt, das aus kontrolliertem biologischen Anbau stammt und frei von chemischen Konservierungs-, Duft- und Farbstoffen ist.

Das Öl eignet sich um Allgemeinen nicht zum Backen oder Braten. Stattdessen kann es wunderbar zum Verfeinern von Salaten oder auch pur verzehrt werden. Ein halber Teelöffel des Öls morgens und abends über einen längeren Zeitraum sollte helfen können, das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.

Das Öl sollte kühl, dunkel und luftdicht in einer verschlossenen Flasche aufbewahrt werden und ist je nach Qualität mindestens 12 Monate haltbar.

 

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