Amerika ist groß

Nordamerika, das sind Kanada und die USA. Und Mexiko. Mehr als achtzig Prozent des Landmasse Mexikos werden dem nordamerikanischen Kontinent zugerechnet (*). Wow.
Und noch eine Überraschung. Mexiko ist eine Bundesrepublik. 31 Staaten sind laut Lexikon Angaben in diesem Staatengebilde zusammengefasst (*).
Die deutsche Scholle umfasst knapp 400.000 Quadratkilometer. Mexiko ist fünf Mal so groß. Wieder kann der Mund des unvorbereiteten europäischen Lesers vor Erstaunen offen stehen.
Wie viele Mexikaner leben dort? Ungefähr 120 Millionen, das sind 40 Millionen mehr als Deutschland an Einwohnern hat.

(Bild: raulmorales)

Die Hauptstadt Mexiko City soll annähernd zwanzig Millionen Einwohner haben. Wie viele Menschen leben in Berlin? Knapp drei Millionen. Bei diesen Zahlenvergleichen kann ein deutscher Leser sich schon einige Minuten zurücklehnen und sich seine Gedanken machen. Die Faktoren Wohnung, Arbeit, Verkehr und soziale Einrichtungen erreichen bei 20 Millionen Menschen eine ganz andere Dimension. Megacities bieten Stadtplanern und Kommunalverwaltungen eine besondere Herausforderung.

Was wird produziert?

Die Leistungen der Volkswirtschaft Mexikos liegen im Bereich der Top Ten Industrienationen der Welt (*). Auch diese Information mag manchen gelegentlichen Leser überraschen.
Dienstleistungen, Industrieproduktion und die Landwirtschaft bestimmen den Arbeitstag der Mexikaner. Die Erdölproduktion wird in den industriellen Sektor eingerechnet. Zehn Prozent der Exporte Mexikos werden vom Erdöl bestimmt.
Die US-Amerikaner besuchen gern die antiken Stätten und die Strände des Landes. Der Tourismus Sektor sorgt für einen Geldfluss von mehr als 40 Milliarden US-Dollar (*). Die Berichte über Drogenkriminalität können den Menschen Angst machen. Angst ist kein guter Werbeträger.

Von Germanen und Azteken

Wann traten die ersten Deutschen in die Geschichte ein? Ungefähr vor 3.000 Jahren wurden die ersten Kelten gesichtet, so wollen die Historiker festgestellt haben (*). Mexikaner haben anscheinend schon vor 20.000 Jahren gelebt. Allerdings haben wir den Neandertaler und den homo heidelbergensis aufzuweisen. Die Vergleiche hinken daher etwas.

(Bild: Anatoly777)

Im 14. Jahrhundert hatten die Azteken Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern errichtet. Als größte Stadt im deutschsprachigen Raum wurde im Mittelalter Köln mit rund 40.000 Einwohnern genannt (*). Später hatten die spanischen Konquistadoren clever die Stammesfehden der verschiedenen Aztekengruppen ausgenutzt. Das Aztekenreich zerfiel. El Dorado wurde zwar nicht gefunden, aber dennoch wurden ganz offensichtlich riesige Goldmengen nach Europa gebracht.
Um das Jahr 1800 war dann Schluss mit der Räuberei. Napoleon bedrängte Spanien. Die spanischen Truppen und die entsprechenden Geldmittel waren in Europa gebunden. Mexiko erklärte sich für unabhängig.

Das moderne Mexiko

Die Zeiten sind schwierig - an vielen Orten der Welt. In den vergangenen Jahren ist der Gesamtwert aller Güter und Waren, die in Mexiko produziert wurden (BIP), zwar um acht bis neun Prozent gestiegen (*). Aber der Welthandel stagniert in vielen Regionen des Globus. Die Abhängigkeit Mexikos vom Handelspartner USA ist immens. Achtzig Prozent der Gesamtausfuhren des Landes sollen in die USA gehen (*). Und das Erdöl ist zurzeit auch kein Garant für den Wohlstand einer Nation. Außerhalb von Mexiko-City ist das Leben ebenfalls nicht einfach. In der Hauptstadt ballen sich etwa zwei Drittel des gesamten Landesvermögens (*).

Mexiko in den News

Die aktuellen Nachrichten Anfang 2019 beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Migration. Wie lang ist die Grenze mit den USA? Es sind über 3.000 Kilometer.
Was bleibt von der Beschäftigung mit dem Thema Mexiko? Ein Zugewinn an Wissen, der sich bei der nächsten Tagesschau umsetzen lässt.

(*) Textquellen: Wikipedia/ Mexiko, /Azteken, /Deutschland, /Köln

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