Lieblingsstücke

Sommerjumpsuit in der Modefarbe gelb mit Blumen

Der Overall oder heute: Jumpsuit - Musthave des Sommers

Mein erster Overall war ein Leder-Overall, nein, nicht was Sie denken: Solche engen Leder-Overalls waren und sind es noch ganz normal als Bekleidung beim Motorradfahren! Und das nicht nur, weil es modisch und sexy aussieht, sondern weil mindestens ein Millimeter dickes Leder immer noch als bester Schutz im Falle eines Sturzes gilt. Jetzt, im Sommer 2020, gelten im "Zivilleben" Lederoveralls als letzter Schrei. Meist sind sie aber nicht aus teurem echten Leder, sondern einer preisgünstigeren Kunstleder-Mischung.

Apropos zivil: Von daher war eigentlich mein erster Overall ein Jeans-Overall, den ich mir günstig in München als Studentin im Factory Outlet erwarb, ach, eigentlich hießen das damals noch Fabrikverkauf! Von diesem Jeansoverall gibt es kein Foto, denn ich bin da auch heraus gewachsen - aus der Größe 36! Des-halb hier ein Foto mit Heidi Klum aus ihrer ersten Lidl-Kollektion, zu der eben auch so ein wunderbarer Jeans-Overall (rechtes Bild, links) gehörte. Leider kam der in meiner Filiale nicht an oder war bereits ausverkauft.

 

 

Fotos: links: Reinhard Hefele, rechts: Heidi Klum für Lidl

 

Elegante Ausgeh-Overalls

Anthrazit-Overall mit glitzernden Metallfäden in Einheitsgröße

Ist der Jumpsuit, Overall überhaupt praktisch?

Vorteile

Auf den ersten Blick überzeugt der Overall durch seinen harmonischen Auftritt: Man beziehungsweise frau muss sich nicht lange überlegen, was sie denn zur Hose kombinieren solle oder umgekehrt was zu welchem Oberteil. Erleichtert ungemein die morgendliche Frage" was ziehe ich an?" Außerdem wirkt man im Overall, der übrigens bezeichnenderweise im Spanischen "mono" heißt, von vornherein größer und damit schlanker. Die lässigen Formen, die es gibt, kaschieren zudem entweder fehlende Taille oder zu stramme Oberschenkel, je nachdem.

Nachteile

Er ist nicht immer und überall ein geeignetes Büro-Outfit. Da geht immer noch nichts über Zweiteiler und Blazer, wenn es korrekt aussehen soll. Allerdings gibt es eben Berufsbereiche, da ist man mit dem Overall bestens angezogen, zum Beispiel bei kreativen Berufen. 

Und jetzt kommen wir zur großen Problemfrage, dem Toilettenbesuch für uns Frauen: Wie sich aus dem Overall heraus schälen, vor allem, wenn es "pressiert", und wie auch vermeiden, dass das herunter gezogene Oberteil nicht auf dem vielleicht auch noch nassen Boden schleift?

Tipps und Tricks zum An- und Ausziehen des Overalls

  • Am praktischsten sind die Jumpsuits mit Gummizug, am besten am Ausschnitt und in der Taille. Damit schlüpft man bequem rein und raus. Nachteil: sie leiern schneller aus.
  • Danach kommen die Overalls mit langem Reißverschluss vorne.
  • Weniger gut: Knopfreihe vorne, besonders, wenn die Knöpfe noch durch Schlaufen gezogen werden müssen. Eigentlich muss man da schon eine Zeitlang vorher wissen, wann der besagte Gang zum Örtchen fällig wird.
  • Und total bekloppt sind Jumpsuits mit dem Reißverschluss hinten oder gar Knöpfe hinten! Da sind ja schon beim Anziehen zwei Personen notwendig, und in öffentlichen Toiletten muss man dann die Toilettenfrau zu Hilfe bitten, sofern überhaupt vorhanden! Letztere Verschlussformen können sich nur männliche sadistische Modedesigner ausgedacht haben!
  • Aber: Die trickse ich aus: Ich wende einfach den Overall und ziehe ihn vermeintlich verkehrt herum an! Klappt bestens, kann ich versichern. Im Foto links ist so ein Overall auf "verkehrt herum" angezogen - merkt man doch gar nicht!
  • Und ganz wichtig: Immer darauf achten, dass der Jumpsuit zwei Seitentaschen hat, was meistens der Fall ist, denn wenn man dann das Oberteil herab zieht, stopft man die Ärmel in diese Taschen und kommt trocken davon.
  • Ach ja, wie war das mit der Lederkombi beim Motorradfahren? Die guten haben raffinierterweise einen verdeckten Reißverschluss, mit dem man schnell die Jacke von der Hose trennen kann.
Aus Zweiteilern werden Einteiler

Sommerlicher Zweiteiler (Bild: Gabriele Hefele)

Fake-Overalls

Aus zwei mach eins - das ist die Devise für Skeptikerinnen, die das Pipiproblem ganz ausschließen möchten! Zweiteiler aus je Hose und Extra-Oberteil sind ja sehr beliebt, da man jedes Stück so schön einzeln mit anderen Teilen wie Röcken oder Hosen kombinieren kann. Wollen Sie nun up-to-date sein in diesem Sommer, so stopfen Sie das Oberteil in die Hose und platzieren einen breiten Gürtel darüber- fertig ist der (Fake)Overall. Gefällt mir besonders, da ich gern die Taille betone, und vor allem: Das Toilettenproblem ist keines mehr!

Arlequina, vor 7 Tagen
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Autor seit 8 Jahren
229 Seiten
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