Die Ursachen herausfinden - Neurodermitis ist eine Reizerkrankung der Haut.

Ihre Ursache konnte bis heute noch nicht geklärt werden. Es wird angenommen, dass nicht nur ein Auslöser zum Ausbruch der Krankheit führt. Infrage kommen: Fehlfunktion des Immunsystems, Stress, Umweltverschmutzung, Klima, Allergien, Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln und psychologische Störungen. Durch genaue eigene Beobachtung kann festgestellt werden, was der oder die Auslöser der Neurodermitis sind, denn es können durchaus auch mehrere gleichzeitig sein. Die Beobachtungen sollten schriftlich festgehalten und beim Arztbesuch angegeben werden. Vom Hautarzt durchgeführt Allergietests helfen ebenfalls bei der Suche nach den Auslösern.

Anzeichen und die anfälligste Körperstellen

Neurodermitis äußert sich durch sehr trockene, gerötete, häufig schuppende Haut mit Juckreiz, Vergröberung und Verdickung der Haut. Wegen dieser Trockenheit ist die Haut anfälliger für Infektionen, die sich, gerade bei Kratzen der juckenden Stellen, sehr schnell entzünden. Die entzündlichen Hautreaktionen werden als Dermatitis oder Ekzem bezeichnet. Bereits bei Babys und Kleinkindern zeigen sich Formen der Neurodermitis als Milchschorf und trockene Haut. Die häufigsten Stellen des Neurodermitisausbruchs sind Ellenbeugen, Kniekehlen, Gesicht und Hals. Aber sie kann auch sonst am ganzen Körper auftreten.

Vorbeugungsmaßnahmen - Eine Heilung der Neurodermitis ist nicht möglich.

Allerdings kann der Verlauf abgeschwächt und der erneute Ausbruch weitestgehend verhindert werden. Die Grundlage der Vorbeugung ist eine gesunde Ernährung. Auf jeden Fall Lebensmittel meiden, bei denen man schon weiß, dass sie nicht gut vertragen werden. Auch auf Alkohol und Nikotingenuss sollte verzichtet werden. Bei der regelmäßigen Reinigung und Pflege der Haut nur Produkte für sensitive Haut benutzen. Es sollten alle Stoffe, die Kontaktallergien hervorrufen können, gemieden werden. Rat und eventuell die eine oder andere Produktprobe zum Ausprobieren erhält man auf Anfrage oftmals in der Apotheke.

Natürliche Linderung - Immer öfter greifen Patienten auf Naturheilmitteln zurück.

Bei chronischer Neurodermitis ist das Eincremen mit eher fetthaltigen Pflegecremes hilfreich. Ist akut eine Neurodermitis ausgebrochen, sollten fettige Cremes durch wasserhaltige Cremes ersetzt werden. Als Pflanzenwirkstoff hat sich die Aloe vera bewährt. Sie lindert Juckreiz und Schmerzen, ist entzündungshemmend, wirkt gegen Pilze und Bakterien und beschleunigt die Wundheilung. Gegen Entzündungen wirken auch Arnika, Ringelblume und Kamille als Cremezusatz oder Umschlag.

Badezusätze mit Weizenkleie und Haferstroh wirken beruhigend und stillen Schmerz und Juckreiz. Hamamelis, Eichenrinde, Frauenmantel, Lavendel, Goldrute, Königskerze und Johanniskraut wirken Gewebe zusammen ziehend. Aber aufpassen, dass nicht gerade gegen eine oder mehrere dieser Pflanzenstoffe eine Allergie besteht. Deshalb vor der Anwendung auf einer kleinen Hautfläche testen, ob die pflanzlichen Inhaltsstoffe gut vertragen werden. Bäder mit Meersalz - am besten natürlich im richtigen Meer – lassen die gereizte Haut schnell heilen.

Homöopathische Mittel

In Zusammenarbeit mit dem Hautarzt und der Apotheke können auch homöopathische Mittel, in Form von Globulis oder Tropfen, eingenommen werden. Hierbei handelt es sich um Mittel aus pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Wirkstoffen. Deren Wirksamkeit wurde auch schon bei Hautkrankheiten beobachtet. Auch wenn man der Homöopathie etwas skeptisch gegenübersteht, ist sie es wert, ausprobiert zu werden.

Entspannungsübungen - Gerade bei durch Stress bedingter Neurodermitis sind Entspannungsübungen sehr wichtig.

Es wird zwar manchem am Anfang etwas schwer fallen, sich richtig zu entspannen, aber die Mühe der regelmäßigen Anwendung wird sich lohnen. Begonnen werden kann mit einfachen Atemübungen und Meditation. Autogenes Training oder Yoga beginnt man besser unter Anleitung in einer Gruppe. Sind die Grundübungen verstanden worden, können diese zu Hause beliebig oft wiederholt werden. Bei regelmäßiger Ausübung werden Sie nicht mehr ohne sie sein wollen. Selbsthilfegruppen, die vielfach auch über das Internet zu finden sind, bieten Hilfe und Ratschläge an.

Quelle:

Neurodermitis, die neuesten Erkenntnisse, Rat und Hilfe - Prof. Dr. Klaus Degitz, Dr. Dietlinde Burkhardt – eISBN 978-3-6410-1420-9

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel keinen fachlichen Rat – zum Beispiel durch einen Arzt – ersetzen kann.

http://ajerrar.de

http://pagewizz.com/neurodermitis-natuerlich-lindern/

Ajerrar, am 27.07.2013
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