Niedrige Werte schützen Herz- und Kreislauf

Hypotoniker haben im Gegensatz zu Patienten mit einem hohen Blutdruck ein deutlich geringeres Risiko einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, sowie andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erleiden. Die Betroffenen klagen zwar häufig über Unwohlsein und Schwindelattacken, trotzdem kann der Arzt diese Patienten oft beruhigen. Genau genommen wird Hypotonie noch nicht einmal als Krankheit angesehen. Werden bei Frauen Werte von unter 100 zu 60 und bei Männern weniger als 110 zu 70 mmHg gemessen, handelt es sich um arterielle Hypotonie. Liegen die Werte dauerhaft in diesem Bereich, handelt es sich um eine Regulationsstörung des Kreislaufsystems. Der Wert eines normalen Blutdrucks sollte bei 120 zu 80 liegen. Bei Werten über 140 zu 90 spricht man von einem hohen Blutdruck (Hypertonie).

Lästige Symptome, aber meist ungefährlich

Besonders junge Frauen leiden häufig unter einem erniedrigtem Blutdruck, der sogenannten primären Hypotonie. Der geringe niedrige Druck tritt bei ihnen ohne erkennbare organische Ursache auf. Trotzdem kann dieser für die Betroffenen ganz schön lästig und auch manchmal beunruhigend sein. Bei einem schnellen Positionswechsel, beispielsweise beim Aufstehen aus der Hocke oder aus dem Sitzen, zeigen sich unter Umständen Symptome wie Schwarzwerden vor den Augen. Auch beim längeren Stehen stellt sich mitunter ein Schwäche- oder schwummeriges Gefühl ein. Hier gilt es sich, an die Beschwerden anzupassen. Beim langsamen Aufstehen kann sich das Kreislaufsystem viel besser anpassen. Beim langen Stehen gilt es einfach mal Zwischendurch die Zehen zu bewegen, oder mit den Füßen zu wippen. Trainieren Sie Ihren Kreislauf durch Wechselduschen und regelmäßigem Sport. Der Blutdruck von labilen Personen reagiert manchmal auch in belastenden psychischen Situationen.

Koffeinhaltige Getränke, wie Kaffee regen den Kreislauf zwar schnell an, doch dieser Muntermacher bringt nur kurzzeitig Erfolg. Trinkt man, um ihn um wieder leistungsfähiger zu werden in größeren Mengen, stellen sich Unruhe und Herklopfen ein. Greifen Sie lieber zu Mineralwasser oder Tee, denn wer viel trinkt, hält seinen Kreislauf in Schwung.

Manchmal handelt es sich auch um ein Begleitsymptom

Anders sieht es bei der sekundären Hypotonie aus. Diese Form des niedrigen Blutdrucks ist Folge einer Erkrankung oder wird durch Medikamenteneinwirkung verursacht. Ihr können beispielsweise eine Schildrüsenunterfunktion, Erkrankung der Nebennierenrinde oder eine Herzerkrankung zugrunde liegen. Sprechen Sie Ihren Hausarzt beim nächsten Termin auf Ihre Unsicherheit in Bezug auf den niedrigen Blutdruck an. Er kann beurteilen, ob Ihre Sorgen begründet sind.

Dieser Artikel ersetzt keinen fachkundigen Rat eines Arztes oder Apothekers!

Text © Edelgard Kleefisch

Elli, am 17.02.2014
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