Was sind Optionsscheine?

Die Hebelkraft von Optionsscheinen

Für den Kauf eines Optionsscheines muss nur einen Bruchteil dessen aufgewendet werden, was für den Kauf eines Basiswertes im Direktinvestment angesetzt werden muss, um den gleichen Gewinn zu erzielen. Diese Tatsache wird im Investmentbanking als Hebelwirkung bezeichnet. Der Hebel, auch Leverage oder Omega genannt, wird für die einzelnen Optionsscheine berechnet und zeigt an, um wie viel höher der mögliche Gewinn sein kann. Je höher der Hebel ist, desto höher ist auch die Gewinnchance.

 

Optionsscheine sind spekulative Finanzprodukte

Den Handel mit Optionsscheinen können Sie real oder als Simulation ausprobieren, z. B. bei eToro.
Da die Gewinnmöglichkeiten mit Optionsscheinen je nach Höhe des Hebels deutlich höher sind, als mit vielen anderen Anlagemöglichkeiten, ist der Handel mit Optionsscheinen nach wie vor sehr beliebt. Anleger sollten jedoch wissen, dass es sich hier um ein spekulatives Finanzprodukt handelt. Optionsscheine haben eine relativ kurze Laufzeit von in der Regel maximal zwei Jahren. Für eine langfristige Geldanlage sind sie schon allein aus diesem Grund nicht geeignet. Wer Optionsscheine handeln möchte, sollte sich darüber im klaren sein, dass nicht nur die Gewinnchancen, sondern auch die Risiken beim Optionshandel hoch sind. Ein Verlust tritt dann ein, wenn der zuvor festgelegte (bzw. gewettete) Preis des Basiswertes im Falle eines Call-Optionsscheines über dem aktuellen Basiswert zum Zeitpunkt des Kaufs liegt. Im Falle eines Put-Optionsscheines verhält sich dies genau umgekehrt, dieser verliert an Wert, wenn der Basiswert steigt. Ist die Preisdifferenz sehr hoch, kann es im schlimmsten Fall sogar passieren, dass der Anleger seinen Optionsschein nur noch mit hohem Verlust oder sogar gar nicht mehr verkaufen kann. In diesem Fall kann beinahe das gesamte Kapital, das in den Optionsscheine investiert wurde, verloren werden.

Dem hohen Risiko stehen jedoch besonders hohe Gewinnchancen gegenüber. Je nach Laufzeit und Ausstattung des Optionsscheines ist es durchaus möglich, in kurzer Zeit das investierte Vermögen zu vervielfachen. Ein Optionsschein, der einen Hebel von zehn aufweist, kann beispielsweise einen Gewinn von 100 Prozent erzielen, wenn der Kurs der entsprechenden Aktie um 10 Prozent steigt.

Für wen sind Optionsscheine geeignet

Nicht alle Optionsscheine bergen das gleiche Risiko. Je höher der Hebel ist, desto höher ist auch das Verlustrisiko. Außerdem spielen noch einige weitere Faktoren eine Rolle. Optionsscheine sind in jedem Fall eine Geldanlage für risikofreudige Anleger, die sich mit der Materie gut auskennen. Anleger, die ihr mühsam erspartes Kapital in Optionsscheine investieren oder sogar einen Kredit aufnehmen um Optionsscheine zu kaufen, sollten sich des hohen Risikos dieser Anlageform bewusst sein.

 

 

 

Autor seit 5 Jahren
1023 Seiten
Laden ...
Fehler!