Definition

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, ist Osteoporose eine Knochenerkrankung, bei der es zu einem Verlust an Knochenmasse und zusätzlich zu einer Schädigung der Knochenstruktur kommt. Es werden mehr Knochenzellen ab - als aufgebaut.  Porösität, Stabilität und Belastbarkeit gehen zurück, bereits bei normalen Belastungen, zum Beispiel das Heben von Gegenständen, kann es zu einer Fraktur kommen. Erstes Anzeichen einer beginnenden Osteoporose können unerklärliche Rückenschmerzen sein, die besonders bei Frauen nach den Wechseljahren auftreten können. Osteoporose kann mit rheumatischen Erkrankungen verwechselt werden. Hier ist deshalb eine sichere Diagnose wie eine Knochendichtemessung erforderlich.

Calciumquelle "Käse"

Risikofaktoren

Die Entstehung von Osteroporose kann viele Ursachen haben. Oftmals sind es körperliche Veränderungen und bestimmte Lebensgewohnheiten, die zum Entstehen dieser Erkrankung beitragen.

Alter und Geschlecht 

> mit zunehmendem Alter nimmt das Osteoporoserisiko zu, da die Knochen "biologisch bedingt" an Härte und Masse verlieren

> das weibliche Geschlecht ist hierbei noch stärker betroffen, durch den Östrogenmangel nach den Wechseljahren kann das Risiko einer Fraktur erhöht sein 

genetische Vorbelastung

> ist eine Osteoporose im engsten Verwandtenkreis bekannt, ist Vorsicht angebracht! 

bestimmte Vorerkrankungen

> Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Diabetes mellitus und hormonelle Störungen können das Risiko, an einer Osteoporose zu erkranken erhöhen 

Medikamente

> einige Medikamente wie Glukokortikoide, Antidepressiva und Schlafmittel können ebenfalls einen Knochenschwund begünstigen

Bewegungsmangel

> Bewegungsmangel führt zu einer Abnahme von Knochenmasse und der notwendigen Muskulatur 

falsche und einseitige Ernährung

> hier kann insbesondere die unzureichende Versorgung von Calcium und Vitamin D zu Problemen führen 

Prävention und Therapie

Bewegung und Sport 

Regelmäßige Bewegung und Sport sind für den Knochenstoffwechsel sehr wichtig. Sportarten wie Nordic Walking, Joggen, Radfahren und Schwimmen üben über die entsprechenden Nerven und Muskulatur einen Reiz auf die Knochen aus. So werden verstärkt aufbauende Knochenzellen geschaffen. Gymnastische Übungen stärken zusätzlich die Muskulatur, damit wird indirekt der Gleichgewichtssinn trainiert, sodass das Risiko für Stürze verhindert wird. Einige Volkshochschulen bieten spezielle Osteoporose-Gymnastikkurse an, die zum Teil von den Krankenkassen getragen werden.

ausgewogene Ernährung 

Wichtig ist eine ausgewogene und vitamin- und mineralstoffreiche Kost. Dabei ist Calcium das wohl wichtigste Mineral für den Knochenaufbau. Der Tagesbedarf ist altersabhängig. Für Erwachsene werden  1000 mg täglich empfohlen. Calciumreich sind Milch und Milchprodukte wie Hart- und Schnittkäse, einige Mineralwässer und Gemüsesorten wie Grünkohl, Fenchel, Brokkoli, Petersilie und Kresse. 

 Vitamin D 

Genügend Vitamin D ist notwendig, damit  Calcium aus dem Darm in das Blut bzw. die Knochen aufgenommen werden kann. Vitamin D wird normalerweise von selbst in der Haut gebildet. Dafür ist allerdings genügend Sonnenlicht erforderlich. Gesundheits- und altersbedingt kann es hier zu einem Mangel kommen. Man ist nicht mehr so mobil oder trägt vermehrt "geschlossene" Kleidung. Käse, Pilze und einige Fischarten wie Lachs und Makrele enthalten zumindest geringe Mengen an Vitamin D und können zum Teil als Ausgleich empfohlen werden. Nur in Ausnahmefällen sollte auf künstliche Vitaminpräparate zurückgegeriffen werden. Hier sind Nebenwirkungen wie eine Überdosierung nicht ausgeschlossen.

weitere Tipps und Empfehlungen

tierische Proteine und Salz 

In größeren Mengen aufgenommene tierische Proteine und salzreiche Produkte (Fertiggerichte) können die Aufnahme von Calcium in die Knochen verringern.  

Phosphate 

Phosphathaltige Nahrungsmittel wie Fleisch- und Wurstwaren, Schmelzkäse und Getränke wie Cola führen zu einem Phosphatüberschuß und verdrängen auf diesem Weg das für die Knochenstabilität notwendige Calcium aus den Knochen. Der Genuß dieser Lebensmittel sollte im eigenen Interesse eingeschränkt werden.

Oxalsäure 

Oxalsäurehaltige Nahrungsmittel wie Spinat und Rhabarber binden Calcium im Darm und können die Aufnahme verringern. Durch das Erhitzen der Speisen kann die enthaltene Oxalsäure teilweise inaktiviert werden.   

Koffein  

Zuviel Koffein (mehr als vier Tassen Kaffee täglich) führt zu einer verstärkten Ausscheidung von Calcium. 

Medikamente 

Auch diese können helfen, einen Calciummangel auszugleichen. So stimuliert zum Beispiel das Parathyroidhormon die Knochenbildung und steigert die Calciumaufnahme aus der Nahrung. 

Fazit

Osteoporose ist eine häufige und ernst zunehmende Erkrankung. Hierbei kommt es zum Abbau von Knochenmasse, die besonders bei Frauen nach den Wechseljahren (Östrogenmangel) verstärkt auftreten kann. Aber auch Vorerkrankungen wie ein Diabetes mellitus können eine Rolle spielen. Um das Risiko an Osteoporose zu erkranken zu minimieren, können präventive Verhaltensweisen helfen. Dazu zählen ausreichende Bewegung, ausgewogene Ernährung und eine sichere Versorgung mit Calcium und Vitamin D. Therapeutisch, das heißt nach Ausbruch der Erkrankung, lassen einige schulmedizinische Präparate wie das Parathyroidhormon, den ungebremsten Abbau von Knochenzellen reduzieren.

Osteoporose ist eine Erkrankung mit großen volkswirtschaftlichen Folgekosten. So schlägt zum Beispiel die Operation einer Oberschenkelhalsfraktur und eine anschließende Rehabilitation mit mehreren 10.000 Euro zu Buche. Präventive Maßnahmen wie eine gesunde Lebensweise und frühzeitige Diagnosemethoden wie eine Knochendichtemessung sollten von jedem ernst genommen werden. 

Mein Artikel kann nicht den Rat eines Arztes, Heilpraktikers und Apothekers ersetzen!

Ashlie, am 21.09.2012
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