Wie funktioniert Paidmailing? Man meldet sich bei möglichst vielen Paidmailer Diensten an. Es ist stark zu empfehlen, dafür eine gesonderte E-Mail-Adresse einzurichten. Anschließend bekommt man Mails mit je einem Link "zur Sponsorenseite". Die führt zur Website von Unternehmen, dort muss man einige Zeit verweilen und warten, bis der Sekundenzähler abgelafen ist und eventuell noch auf "Bestätigen" klicken. Fertig mit der ersten Paidmailer-Mail.

Paidmailer-Verdienst: Mit was kann man rechnen?

Mit Paidmailer Diensten verdient man pro Mail einen unterschiedlichen Betrag im Centbereich. Allerdings fast nie ganze Cent, sondern Centbruchteile. Vielfach wird dabei ein Wert von 0,1 Cent genannt, der schon als gut gilt. Manchmal ist es etwas mehr, oft auch darunter, z.B. 0,02 Cent.

Die Zeitspanne, die man auf der Website verbleiben muss, ist auch unterschiedlich. Genannt werden z.B. 10, 30 und 60 Sekunden. Ich nehme jetzt einmal an, dass die ganze Prozedur - Mail öffnen, Sekundenzähler abwarten, bestätigen - insgesamt 50 Sekunden benötigt.

Welchen Stundensatz ergibt das? 1 Stunde hat 3.600 Sekunden. Geteilt durch 50 Sekunden pro Paidmail würde man 72 Bestätigungsmails pro Stunde schaffen. Das ergibt dann pro Stunde Einnahmen von 72 x 0,1 Cent, also ganzen 7,2 Cent. 7 Cent plus 0,2 Cent.

Waaahnsinn.

Verdienst mit Paidmailern (Bild: http://pixabay.com/de/euro-...)

Was kann man pro Monat rechnen? (Maximaler Paid-Mailer Verdienst)

Um 50 Euro im Monat mit Paidmailern einzunehmen bräuchte wohl 694 Stunden pro Monat, 162 Stunden pro Woche, 23 Stunden jeden Tag der Woche. Und der Tag hat ja sogar 24 Stunden! Aber schlafen, Geldausgeben und was man sonst noch so macht brauchen wohl mehr Zeit als eine Stunde am Tag. Also wirklich nur mit Paidmails wird das mit den 50 Euro pro Monat nichts.

 

Aber was ist mit 10 Euro pro Monat? 138 Stunden pro Monat arbeiten, 32 Stunden pro Woche, gut 4 Stunden jeden Tag der Woche. Das ist schon massiv viel für insgesamt 10 Euro pro Monat!

 

Außerdem fallen mir da auch noch die Stromkosten ein, die für den Betrieb des PC anfallen. Die Berechnung ist nicht ganz einfach, ich habe jedoch etwas gefunden. Bei einem 4 Stunden Betrieb liegen die Stromkosten danach bei 5 Cent pro Stunde, 20 ganzen Cent pro 4 Stunden Tag und 6 Euro pro Monat. Also 10 Euro Einnahmen minus 6 Euro Kosten macht nur noch 4 Euro Gewinn im Monat.

Wer sonst dringend Geld braucht hier ein Tipp, die man den Paidmail Verdienst wirklich verfünffachen kann:

 

Der Bierdosen-Pfand beträgt stolze 25 Cent pro Dose. Mal zu einer Open Air Veranstaltung gehen und weggeworfene Dosen einsammeln. Das soll z.B. beim Schlagermove in Hamburg ganz gut funktionieren, hat eine ehemalige Kollegin (keine professionelle Flaschensammlerin) mit ihrem Kind mal spontan gemacht. Dann ab in den nächsten Supermarkt mit dem Leergut, und abkassieren. Wenn man es innerhalb von zwei Stunden schafft, zur Veranstaltung zu kommen, nur eine leere Dose zu finden, beim Supermarkt abgeben und wieder nach Hause zu fahren, hat man auch 2,5 Cent pro Stunde verdient.

 

Bei den 5 Cent Stromkosten pro Stunde ergibt das übrigens einen Gewinn von 2,5 Cent pro Stunde. Der Verdienst geht also wirklich gegen Null.

 

Zudem auch von diesem Betrag noch etwas abzuziehen ist, wenn man die Paidmailerdienste nicht sorgfältig aussucht oder einfach nur Pech hat: Dann gehen die Paidmailerdienste nämlich vor Erreichen der Auszahlungsgrenze (z.B. 20 Euro) noch pleite, und man bekommt auch diesen Betrag nicht.

 

Schlussfolgerung: Reine Paidmails kann man wirklich nur für diejenigen empfehlen, die wirklich sonst gar nichts mit ihrer Zeit anzufangen wissen. Besser als aus Langeweile Scheiben einzuschlagen ist es immerhin!

Wie kommen ehrlich klingende Berichte zustande, dass etwas mehr zu verdienen ist mit dem Thema Paidmailer?

Diese Leute bearbeiten nicht nur Paidmails im engeren Sinne. Denn Paidmailer verschicken auch Questionmails, wo man z.B. eine Frage beantworten muss. Dafür gibt's dann etwas mehr. Kostet aber wohl auch etwas mehr Zeit.

 

Besonders gelobt werden von Einigen Einladungen zu so genannten Bonusaktionen, wo es pro Aktion meist ab 20 Cent, auch schon mal 1 Euro oder mehr geben soll. Dabei kann es sich z.B. um Anmeldungen zu Newslettern oder Gewinnspiele handeln. Häufig soll es dann allerdings so sein, dass intensiv Werbung ins Haus kommt oder man ein kostenpflichtiges Abo abschließt. Man muss man sich die Bedingungen also gut durchlesen, das wird auch wieder zeitintensiv sein.

 

Ferner sind meist so genannte RefLinks Bestandteil des Verdienstkonzepts "Paidmailer". Dabei wirbt man andere, die dann wieder klicken und wofür man dann jeweils etwas bekommt. Das sollte man auch berücksichtigen, wenn man verhältnismäßig positive Bemerkungen zu Paidmailern in Frage-Antwort Foren liest: Meist ist gleich der RefLink beigefügt.

 

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