Was ist das Besondere am PDF?

Das Austauschformat PDF ist das weltweit am meisten verbreitete Dateiformat. Was viele nicht wissen: es ist das im Internet insgesamt am häufigsten vorkommende Format, noch vor dem Bildformat JPEG.

Das Portable Document Format fixiert digitale Inhalte und stellt sie so dar als wären sie gedruckt. Ein PDF ist eine Datei, in der alle Texte, Formulare, Grafiken und Schriften digitalisiert enthalten sind als wären sie auf Papier. Der Benutzer braucht sich dadurch keine Gedanken mehr zu machen, ob der Empfänger über die gleiche Software verfügt, um die jeweilige programmspezifische Datei öffnen zu können.

Laut einer Studie des Marktforschungsinstitut Innofact ist das PDF den Deutschen geläufiger als der derzeit amtierende Papst. Demnach kennen 94% aller Befragten das Adobe Format (und nur 23% den Namen des Papstes).

Adobe - zwischen zwei Stühlen

Das PDF lässt sich sowohl auf Windows, Linux, Mac sowie auf Android, iOS, Windowsphone und natürlich auch in der Cloud einsetzen.

Es gibt heute sehr viele Textprogramme, mit denen PDF-Dokumente erstellt werden können. Auch mehrere mit Adobe konkurrierende Hersteller für PDF-Viewer gibt es. Dennoch gilt: ein Großteil der Befragten kennt und bevorzugt das Original: den Adobe Reader.

Ein PDF ist ohne Zusatzprogramm nicht veränderbar und kann durch ein Passwort gesichert werden. Das wurde und wird einerseits als Vorteil gesehen (z.B. Verträge sollen im Nachhinein nicht verändert werden können), aber auch als Nachteil (z.B. wenn der Empfänger das Dokument ergänzen soll). Aus dieser Forderung heraus entwickelte Adobe mit dem Acrobat das Feature der Textnachbearbeitung. Gerade mit dieser Zweischneidigkeit ("eigentlich soll es nicht gehen, aber es geht doch") bewegt sich Adobe mit dem PDF-Format bei offiziellen Dokumenten rechtlich gesehen auf dünnem Eis.

Das PDF kann viel mehr

Was bisher nur wenigen bekannt ist, sind die vielen Möglichkeiten und Erweiterungen, die mit dem PDF inzwischen möglich sind. Es gibt beispielsweise verschiedene Standards innerhalb des PDF.

  • PDF/A-Format: Anforderungen für Vertragswesen und Archivierung
  • PDF/E-Format: Anforderungen für Technische Dokumente
  • PDF/X-Format: Anforderungen für Druckvorstufe
  • PDF/VT-Format: Anforderungen für die hochvolumige Druckproduktion
  • PDF/H-Format: Anforderungen für das Gesundheitswesen
  • PDF/UA-Format: Anforderungen für Barrierefreiheit

Es ist auch möglich, auf PDF-Dokumenten elektronisch zu unterschreiben (auch zertifikatsbasiert).

Es ist möglich, PDF-Dokumente nach Texten und Metadaten zu durchsuchen und sogar Videos einzubetten.

Geschäftstüchtiges Adobe

Den Adobe Reader zur Ansicht eines PDFs stellt Adobe kostenfrei zur Verfügung. Wer PDFs allerdings wieder in ein natives Format zur Wiederbearbeitung überführen will, der erlebt mitunter böse Überraschungen, denn Adobe Acrobat, das dafür verwendet werden kann, ist nicht ganz so billig. Auch bei anderen Adobe-Produkten, die untereinander gut vernetzt sind, sahnt Adobe kräftig ab. Da greift schon manch einer zu Konkurrenzprodukten, wie dem PDF Converter von Nuance.

Nachteile des Portable Document Formats

  • Ein immer wieder genanntes Problem von PDF-Dateien ist ihre recht stattliche Dateigröße im Vergleich zu *.html oder *.txt-Dateien.
  • Es gibt immer wieder Fälle von alten PDF-Dateien, die sich mit neueren Readern nicht mehr öffnen lassen.

 Wie die nächsten 20 Jahre für das PDF werden? Wir dürfen gespannt sein!

Autor seit 5 Jahren
103 Seiten
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