Die Felsenstadt Petra, das Wadi-Rum und der Berg Nebo - Abenteuerurlaub zwischen Wüste und Felslandschaften

Jordanien hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die beeindruckendsten sind aber jene, die sich als eine Mischung aus Bauwerk und Naturschauspiel präsentieren. Wer nicht nur die jordanische Hauptstadt Amman mit ihren zahlreichen Attraktionen erkunden möchte, für den ist es lohnenswert, Ausflüge in die Umgebung bzw. geführte Touren durch das ganze Land zu unternehmen. Auf diese Weise lernt man nicht nur die Gastfreundschaft der einheimischen Bevölkerung kennen, sondern bekommt auch einen tieferen Einblick in die lange und bewegte Geschichte des Landes.

Die Felsenstadt Petra

Nicht erst seit Indianer Jones ist die Felsenstadt Petra im Südwesten von Jordanien ein Muss auf jedem Reiseplan. Das Khazne Fara´un, das so genannte Schatzhaus, wurde gänzlich aus dem roten Sandstein geschlagen, der so typisch für diese Gegend ist. Den Weg bis zur Felsenstadt kann der Besucher entweder mit dem Pferd oder zu Fuß zurücklegen. Egal, auf welche Art man nach Petra gelangt, es wartet eine historische Kostbarkeit, die weltweit ihresgleichen sucht. Petra, die Felsenstadt, ist ein Relikt der Nabatäer-Zeit. Dieses Volk besaß hervorragende Baumeister, denn die gesamte Stadt ist dem Berg abgerungen worden. Wer Petra besucht, der kann die prächtigen Fassaden, kunstvollen Säulen und grandiosen Plätze bewundern, die in mühevollster Arbeit den Felswänden abgetrotzt wurden und heute noch in wundervollen gelblichen und rötlichen Tönen leuchten. Zudem hatten die Nabatäer exzellente Techniker, denn die ganze Felsenstadt verfügte über ein perfekt funktionierendes Bewässerungssystem. Zu den weiteren Höhepunkten der Felsenstadt Petra gehört im Übrigen auch ein prächtiges, antikes Theater.

Heute leben zwischen den Felsen und Ruinen zahlreiche Beduinen, die vom Tourismus leben. Wer es wünscht, wird in echten Beduinen-Zelten mit Tee bewirtet, kann alte Münzen und andere Souvenirs erstehen oder einen Geländewagen inklusive Fahrer bzw. Pferde mieten, um die Umgebung zu erkunden. Ein Ausflugsziel könnte beispielsweise das Lager des berühmten Laurence von Arabien sein, der zeitweise ganz in der Nähe von Petra logierte.

Wadi-Rum, einzigartiges Wüstenpanorama

Eine der faszinierendsten Sehenswürdigkeiten in Jordanien ist die Wadi Rum, die sich ca. 320 km südwestlich der Hauptstadt Amman befindet. Sie gilt als eine der schönsten Wüstenlandschaften weltweit.

Dem Besucher bietet sich ein geradezu atemberaubender Blick auf steil emporragende Felswände, die sich in roten und orangen Farbtönen aus dem Sand der Wüste erheben, wild zerklüftete Felsformationen und Klippen vermitteln durch zahllose, vom Wind geformte Aushöhlungen den Eindruck von Gesichtern, die auf den Wüstensand schauen. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man überall Spuren frühester Besiedelung und kann in den Fels geritzte Namenszüge ehemaliger Reisender bewundern. Die höchsten Felsen strecken sich in majestätischer Weise empor. Der Jabal Rum ist mit ca. 1750 m die höchste Erhebung des Wadi und gleichzeitig der höchste Berg Jordaniens.

Das Wadi Rum erlangte im Übrigen auch Berühmtheit durch die Tatsache, dass der bekannte Lawrence von Arabien hier sein Hauptquartier während des arabischen Freiheitskampfes im 1. Weltkrieg aufschlug.

Dieser beeindruckende Ort ist ein Paradies für Bergsteiger, Wanderer und Freunde von Trekkingtouren. Zudem werden Autosafaris, Erkundungstouren per Heißluftballon und auch Ausritte mit dem Kamel oder einem Pferd angeboten.

Der biblische Berg Nebo

Der schon im Alten Testament erwähnte Berg Nebo liegt im Gebirge Abarim und streckt sich über 800 m in die Höhe. Für Christen hat er bis zum heutigen Tag eine besondere Bedeutung, denn Moses soll von diesem Berg aus das gelobte Land erblickt haben. Vom Gipfel des Nebo bietet sich dann auch dem Besucher ein faszinierender Blick auf das Jordantal, das Tote Meer und das ans Tote Meer grenzende Israel. An klaren Tagen kann man sogar die Shilouette von Jerusalem erkennen

Auf dem Gipfel des Nebo stand früher ein Gotteshaus aus dem 4. Jahrhundert, von dem heute allerdings nur noch einige Steinreste sowie Überreste von Mosaiken vorhanden sind. Die Kirche, die sich heute auf dem Nebo befindet, ist aber ebenfalls sehr sehenswert, denn in ihrem Inneren können Mosaiken bestaunt werden, die Jagd- und Tierszenen sowie den kämpfenden David mit der Steinschleuder zeigen. Die zur Kirche gehörende Taufkapelle, die vermutlich um das Jahr 530 n. Chr. erbaut wurde, präsentiert dem Besucher ein Mosaik, das wohl aus dem 6. Jahrhundert stammt und auf welchem auch Tiere dargestellt sind. Der Berg Nebo gehört zu den am meisten besuchten Stätten in Jordanien.

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