Vorbilder für die Szene sind japanische Visual-Kei-Bands

Inspiriert vom Aussehen sowie der damit verbundenen Ausstrahlung der Bandmitglieder, entwickelte sich die Visu Szene – es wird sich so gekleidet, geschminkt und gestylt wie die Vorbilder. Das Interessante daran ist vor allem, dass die Mitglieder der entsprechenden Visual-Kei-Bands fast ausschließlich männlich sind, dies aufgrund des Stylings aber nicht zwingend erkennbar ist; eher wirken sie weiblich. Dies ist aber auch beabsichtigt, da eine Verletzlichkeit in den Vordergrund gestellt werden soll, anstatt männlicher Härte und Entschlossenheit. Androgynität spielt in der Visu Szene folglich eine sehr wichtige Rolle.

Entstehung der Visual-Kei-Bands

Als japanische Musiker sich in den 1980ern an den westlichen Popstars orientierten, nahm das Phänomen Visual Kei allmählich seinen Lauf. Maßgeblich beteiligt an der Entstehung dieser Richtung war aber auch der Drang, sich von der konservativen und starren Gesellschaft Japans zu lösen, und als die Musiker ihren angenommenen Stil, von beispielsweise David Bowie, mit der Kostümierung des traditionellen Kabuki-Theaters mischten, war Visual Kei ins Leben gerufen worden.

Der Musikstil ist vielfältig, beinhaltet aber, wie auch die Kleidung, unter anderem Elemente des Dark Wave, Dark Metal sowie Gothic- und Punkrock.

Beliebte Bands der Visus sind beispielsweise:

  • Dir en grey

  • Malice Mizer

  • D'espairs Ray

  • X-Japan

  • Luna Sea

  • An Cafe

  • Plastic Tree

  • Moi dix mois

Die Visu Szene definiert sich durch das Äußere

Obwohl unter den Visus auch die entsprechende Musik gehört wird, ist die Szene nicht aufgrund dieser entstanden, sondern ausschließlich durch die Faszination des Outfits sowie des Auftretens der jeweiligen Bands. Die Visu Szene ist bezüglich des Musikgenres vollkommen ungebunden. Dass der Sound der Visual-Kei-Bands dennoch gehört und deren Konzerte besucht werden, liegt an der Musik wie auch den Texten selbst, da sie die Gefühlsebene der Visus ansprechen.

Ähnlich wie bei den Gothics oder den Emos, haben auch viele Visus mit innerer Zerissenheit zu kämpfen. In der Szene finden sie Geborgenheit und können so ihre Sorgen und Zukunftsängste oder was auch immer sie bedrückt, mit Gleichgesinnten teilen. Oft finden Visus nämlich erst in der Szene ihre ersten Freunde.

Um Missverständnisse zu vermeiden, soll hier nochmals erwähnt werden, dass entsprechende Gefühlslagen und Stimmungsschwankungen vereinzelter Visus keine Merkmale der Szene sind – sie definiert sich nur allein durch das äußere Erscheinungsbild ihrer Anhänger. Ebenso werden keine politischen, spirituellen oder okkulten Ziele verfolgt.

Freizeitbeschäftigung der Visus – das Thema Outfit ist immer präsent

Neben regelmäßigen Treffen und Konzertbesuchen, besteht die Freizeitbeschäftigung der Visus zum großen Teil aus dem Surfen im Internet. Dort werden dann japanische Animes und Musikvideos der Lieblingsbands angeschaut oder man unterhält sich in Chatrooms und diskutiert in Foren. Derart Communitysites sind sehr beliebt bei den Visus, da dort eine Menge Fotos gepostet und hochgeladen werden können, wodurch die weitere Präsentation der vielseitigen Outfits gewährleistet ist.

write-x, am 25.11.2013
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Bildquelle:
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