Überwiegend sind Belastungen in der Arbeitswelt ein Grund sich in eine Psychotherapie bei einem Therapeuten zu begeben. Die Beschwerden sind meist sehr unterschiedlich. Depressionen, Burnout oder Schmerzen, für die sich medizinsch keine Erklärungen finden lassen, deuten darauf hin, dass eine Therapie notwendig ist. Doch welche Therapie ist die richtige?

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Den richtigen Psychotherapeuten finden - ... Vertrauen und Sympathie sind Grundvoraussetzungen

Wer sich für eine Psychotherapie entschieden hat, wird vor der Frage stehen, welcher Therapeut und welche Therapie ist die richtige. Überweisende Ärzte werden dem Patienten hinsichtlich dieser Frage zuerst Hilfestellung geben. Vielleicht gibt es in Ihrer Verwandtschaft Personen, die bereits eine Psychotherapie gemacht haben und können Ihnen so ihre Erfahrungen mitteilen.
Therapeuten findet man im Telefonbuch oder in den Gelben Seiten. Eine weitere und womöglich bessere Möglichkeit bietet das Internet. Einige Therapeuten stellen sich, und ihre Arbeitsmethoden auf ihren Internet-Seiten vor. So bekommt der Patient bereits vor dem ersten Termin eine gewisse Vorstellung. Darüber hinaus ist die Qualifikation eine wichtige Entscheidungshilfe, für Kassenpatienten auch die Frage nach einer Kassenzulassung des Therapeuten.

Auch ohne Überweisung eines Arztes können Sie Hilfe bei einem Psychotherapeuten suchen. Bei einer ersten telefonischen Kontaktaufnahme können Sie alle für Sie wichtigen Fragen vorab klären. Hat der Therapeut eine Kassenzulassung und stimmt auch die Therapierichtung, können Sie ein Erstgespräch vereinbaren. Bei diesem werden Sie feststellen, ob Ihnen der Therapeut sympathisch ist, und ob Sie bereit sind, sich vertrauensvoll in seine Therapie zu begeben.  Dies ist nämlich eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. Haben Sie bereits bei dem ersten Gespräch kein gutes Gefühl, suchen Sie einen anderen Therapeuten auf. Die Krankenkassen gewähren Erstgespräche und probatorische Sitzungen bei mehreren Therapeuten.

Was ist Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Psychische Störungen bedürfen unterschiedlicher Therapieformen...

  • Liegen die Ursachen der Erkrankung in der Kindheit, oder gehen die Belastungen auf frühere Konflikte zurück wird eine analystische oder tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie durchgeführt werden. Die Ursprünge dieser Therapien gehen auf Erkenntnisse von Sigmund Freud zurück.
  • Bei einer Verhaltenstherapie versucht der Therapeut durch Übungen problematisches Verhalten wieder zurückzuführen.
  • Die Systemische Therapie zieht Bezugspersonen in die Behandlung mit ein, beispielsweise bei einer Paartherapie (diese ist allerdings keine Kassenleistung!)
  • Die Gesprächs­psycho­therapie geht auf den Psychologen Carl Rogers (1902-1987) zurück. Im Vordergrund steht die Selbsterforschung des Patienten.
Die Gesprächspsychotherapie

Bei welchen psychischen Störungen hilft eine Psychotherapie?

Eine Psychotherapie ist bei folgenden psychischen Störungen ratsam:

  • Depressionen
  • Angst- und Panikattacken, Phobien
  • Essstörungen
  • Suchterkrankungen
  • Stress und Burnout
  • Traumata
  • Persönlichkeitsstörungen
  • körperliche Beeinträchtigungen bedingt durch seelische Störungen
  • Lebenskrisen (z. B, Mobbing, Trauer)

Neu: Patienten, die länger als 3 Monate auf einen Termin bei einem Psychotherapeuten warten, dürfen sich auch an einen Therapeuten ohne Kassenzulassung wenden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel nicht die Beratung durch einen Arzt ersetzt!

Elli, am 12.01.2012
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