Sehenswürdigkeiten in Rattenberg - Pfarrkirche St. Virgilius

Die katholische Pfarrkirche St. Virgilius erhebt sich im Süden der Stadt unterhalb des Burgberges. Das heutige gotische Gotteshaus entstand zwischen 1473 und 1506 und gilt als eines der wichtigsten Werke der Hagauer Bauhütte. Im 18. Jahrhundert wurde die Kirche barock überformt und erhielt ihre heutige Erscheinung. Den Annenaltar mit reichem Figurenschmuck schuf der Mondseeer Bildhauer Meinrad Guggenbichler. Die Fresken im Gewölbe sollen von Simon Benedikt Faistenberger und Matthäus Günther stammen. Nach 1980 entstand die Notburgakapelle zu Ehren der Heiligen Notburga von Rattenberg. Eine weitere Kapelle ehrt die Kriegsopfer. Außerdem gehört eine Mariengrotte zu der Kirche.

Augustinermuseum Rattenberg

Das Augustinermuseum Rattenberg befindet sich in den Räumen eines 1385 gestifteten ehemaligen Kloster der Augustiner-Eremiten. Mit einem gotischen Kreuzgang, der spätgotischen Hofer-Kapelle, der barocken Ecce-Homo-Kapelle und der Klosterkirche gehört die Klosteranlage zu den herausragenden Baudenkmälern in der Region.1971 wurde das Kloster aufgehoben und seine Bauten zum Museum umgestaltet. Das öffnete 1993 seine Pforten und präsentiert vor allem sakrale Kunst aus den Kirchen des Tiroler Unterlandes.

Museum in den Nagelschniedhäusern

Die Nagelschmiedhäuser im Westen der Stadt, die vermutlich im 12. Jahrhundert entstanden, unterscheiden sich deutlich von den übrigen Häusern in der Stadt. Die spätgotische Fassade dieser Häuserzeile wird durch das feste Mauerwerk mit Fensterrahmen und Portalen aus Kramsacher Marmor geprägt. Auch Innen haben die Häuser ihr romantisches Aussehen erhalten. In ihnen präsentiert ein Museum alte, original eingerichtete Stuben und Schlafräume aus vergangenen Jahrhunderten.

Notburgabrunnen

1787 wurde auf dem Markt der Notburgabrunnen zum Andenken an die in Rattenberg geborene hl. Notburga errichtet.

Aussichtspunkt Schlossberg

Heutzutage ist der Rattenberger Schlossberg per Panoramaaufzug bequem erreichbar. Von der  Burgruine bietet sich ein herrlicher Ausblick über die Stadt Rattenberg und das Inntal.

Impressionen aus Rattenberg

Blick zur Ruine der Rattenburg (Bild: haros)

Veranstaltungen in Rattenberg

Die alljährlich im Sommer durchgeführten Schlossbergspiele machen die Stadt am Inn zum  Kulturzentrum der Region. Sie nutzen die Freilichtbühne in der Burgruine.

Der Rattenberger Advent gehört zu den traditionellsten Veranstaltungen im Tiroler Adventgeschehen. An den vier Adventsamstagen erstrahlt die mittelalterliche Stadt Rattenberg daher ausschließlich im Schein von Kerzen, Fackeln und offenem Feuer.

Umgebung von Rattenberg

Von Rattenberg ist es nicht weit ins Alpbachtal. Dort ist für Sport und Familienspaß gesorgt. Outdoor Aktivitäten wie Wildwasserschwimmen, Rafting, Mountainbiking oder klettern im Hochseilgarten bieten Vergnügen für Leute mit starken Nerven.

Mit der Natur-Erlebnis-Schule-Tirol "NEST" die Region "Alpbachtal Seenland" alle Naturfreunde zu Naturerlebnissen wie einer Nacht im Tipi, der indianischen Schwitzhütte oder zur Teilnahme an der Natur-Kräuterkunde im Wald für die moderne Lifestyleküche. Das alles am Ufer einer Wildwasserklamm.

Das Museum Tiroler Bauernhöfe, Tirols größtes Freilichtmuseum, befindet sich in der Nähe des Reintalersees in Kramsach. Es präsentiert historische Bauernhöfe aus allen Regionen Tirols.

Geschichte von Rattenberg

Rattenberg liegt zwischen dem Burgberg mit der Burgruine aus dem 10. Jahrhundert und dem Inn. Hier wurden früher die Waren von den Schiffen auf dem Inn umgeschlagen. Hier befand sich die Zollstelle an der Grenze zwischen Tirol und Bayern.

1254 wurde Rattenberg erstmals urkundlich erwähnt. 1393 erhielt der Ort die Stadtrechte. Bis 1504 gehörte Rattenberg zu Bayern. Dann konnte Erzherzog Maximilian I. nach dem Landshuter Erbfolgekrieg Tirol um die  Städte Rattenberg, Kufstein und Kitzbühel erweitern

1415/16 wurde ein neuer Wagenweg vom Stadtplatz an den Nagelschmiedhäusern vorbei zu der alten Landstraße angelegt. Diese Straße prägte die Stadt bis ins 19. Jahrhundert.

Im 15. Jahrhundert kam es durch den Kupfer -und Silberbergbau in der Region einen wirtschaftlichen Aufschwung. Das machte den Bau Pfarrkirche St. Virgil sowie und den Ausbau des Augustinerklosters möglich. Mit dem Ende des Bergbaues nach 1550 erlebte Rattenberg eine Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs. Kriege und Eisenbahnbau reduzierten den Verkehr durch Rattenberg.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden die Stadttore abgebrochen und der Inn reguliert. 1889 erhielt Rattenberg einen Anschluss an die Eisenbahn.

Im 20. Jahrhundert siedelten sich viele Glashandwerker in der Stadt an. Die entwickelte sich zu einem beliebten Touristenziel.

Literatur über Rattenberg

  • Martin Reiter und Georg Mayr: Rattenberg und Umgebung. Berenkamp Verlag Wien 1993, ISBN 978-3-8509-3024-6
Autor seit 3 Jahren
195 Seiten
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