Die Klassifikation der Hauttypen

Sonnenlicht besteht aus sichtbarem, infrarotem und ultraviolettem Licht. Für die Bräunung verantwortlich ist vor allem das ultraviolette (UV-)Licht. Für die Schädigung der Haut leider auch. UV-A-Strahlen lassen die Haut schneller altern. UV-B-Strahlen können Hautkrebs auslösen. Darum richtet sich ein wirksamer Sonnenschutz besonders gegen diese beiden UV-Sorten.

Wie intensiv geschützt werden muss, hängt vom Hauttyp ab. Es gibt nach der gebräuchlichsten Klassifikation sechs Hauttypen, denen bestimmte Eigenschutzzeiten und Lichtfaktoren zugeordnet werden. Mit Eigenschutzzeit ist der Zeitraum gemeint, innerhalb dessen ein Mensch sich der Sonne aussetzen kann, ohne dass seine Haut rot wird. Multipliziert mit dem Lichtschutzfaktor der Sonnencreme kann die Zeit eines ungefährlichen Sonnenbads ermittelt werden. Dabei wird von der Mittagssonne im sommerlichen Mitteleuropa ausgegangen.

 

  • Typ I (Keltischer Typ): Sehr helle Haut, rötliche/hellblonde Haare, Eigenschutzzeit unter 10 min
  • Typ II (Nordischer Typ): Helle Haut, blonde/hellbraune Haare, Eigenschutzzeit 10 - 20 min

  • Typ III (Mischtyp): Mittlere Hautfarbe, hell-/dunkelbraune oder auch blonde Haare, Eigenschutzzeit 20 - 30 min
  • Typ IV (Mediterraner Typ): Olivfarbene/bräunliche Haut, braunes/schwarzes Haar, Eigenschutzzeit über 30 min
  • Typ V (Dunkler Hauttyp): Hell- bis dunkelbraune Haut, schwarze Haare, Eigenschutzzeit über 90 min
  • Typ VI (Schwarzer Hauttyp): Dunkelbraune/schwarze Haut, schwarze Haare, Eigenschutzzeit über 90 min

 

Bei Menschen, die Hauttyp I bis II angehören, besteht besonders hohes Hautkrebsrisiko, denn sie besitzen wenig Eumelanin, jene braun-schwärzlichen Pigmente, die die Haut vor dem UV-Licht unempfindlicher machen. Je heller und empfindlicher die Haut ist, desto stärker sollte der Lichtschutzfaktor der Sonnencreme sein. In der errechneten Verträglichkeitsphase (Eigenschutzzeit mal Lichtschutzfaktor) muss regelmäßig nachgecremt werden. In der sonnenintensivsten Zeit zwischen 11 und 15 Uhr sollte auf ausgedehnte Sonnenbäder ganz verzichtet werden.

Braun werden ohne Gesundheitsrisiken

Wer sich nicht an die Regeln gesunden Sonnenbadens hält, zahlt für seine Unvernunft durch einen schmerzhaften Sonnenbrand. Besonders gefährliche akute Komplikationen sind der Sonnenstich und der Hitzeschlag. Sonnenlicht im Übermaß kann Arterienverkalkung, bestimmte Tumore und an nicht durch eine Sonnenbrille geschützten Augen Grauen Star auslösen. Chronische Folgen exzessiven Sonnenbadens sind vorzeitige Hautalterung und der Hautkrebs. Aus diesen Gründen, und weil die UV-Strahlen durch die Teilzerstörung der Ozonschicht aggressiver geworden sind, ist es unerlässlich, für einen umfassenden Hautschutz zu sorgen. Dazu gehört eine wirksame Sonnencreme. Die gute Nachricht: Es gilt nicht die Regel, dass das teuerste Produkt das beste ist. Stiftung Warentest hat 2013 19 Produkte unter die Lupe genommen und günstige Cremes von Discountern auf die oberen Ränge erhoben. Testsieger mit 1,6 wurde ein Sonnenschutzmittel von Aldi. Somit kann der Benutzer ohne Angst um seinen Geldbeutel jene drei Esslöffel Creme auf seinem Körper verteilen, die laut Experten für einen wirksamen Schutz nötig sind. Bei besonders intensiver Bestrahlung oder großer Lichtempfindlichkeit empfiehlt sich das Tragen dicht gewebter Kleidung oder spezieller UV-Schutzkleidung. Auch Vorbräunen im Solarium macht widerstandfähiger. Moderne Solarien besitzen ein hautverträgliches Verhältnis zwischen UV-A- und UV-B-Strahlen und beugen auch der Sonnenallergie vor. Selbstbräunungs-Cremes oder Airbrush-Bräune bietet keinen Hautschutz gegen Sonnenverbrennungen. Hier liegt der Vorteil - vor allem beim sogenannten Airbrush-Tanning - in der Erzielung gleichmäßiger Bräune ohne schädliche Sonne. Übrigens bräunt die Haut des Menschen auch im Schatten.


Wer sich vor der Hitze unter eine Markise oder einen Sonnenschirm zurückzieht, fühlt sich nicht nur wohler, sondern vertieft auch auf schonende Weise die Dunkelheit seines Teints.


Autor seit 3 Jahren
38 Seiten
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