Die Herstellung von Filzhüten

Filzhüte werden entweder aus Wolle oder feinen Tierhaaren hergestellt. Die Wolle oder die Tierhaare werden verfilzt. Der konische Stumpen entsteht. Dieser hat noch wenig Ähnlichkeit mit einem richtigen Regenhut wie man ihn kennt. Er ist weich und unförmig, aber schon wasserdicht wie ein richtiger Regenhut. Das kommt daher, dass sowohl Wolle aus auch Tierhaare von Natur aus wasserabweisend sind und durch das verfilzen zu einem dichten Stoff zusammengeführt werden.

Der Stumpen aus Wollfilz oder Haarfilz wird nun über eine Kopfform aus Holz oder Metall gezogen. Die Form bestimmt, welche Form und welche Grösse der Hut später haben soll. Damit der Filzhut nun in der gewünschten Form bleibt, wird er getrocknet, teils unter Druck und Hitze. Wenn der Filzhut die gewünschte Form hat, wird er mit Schleifpapier abgetourt. Dadurch erhällt der Filzhut seine endgültige Oberflächenstruktur. Das Abtouren geschieht im Gegenuhrzeigersinn, deshalb muss bei einem Filzhut auch von sienem späteren Besitzer immer im Gegenuhrzeigersinn gebürstet werden. Ist der Filzhut soweit fertig, wird das Innenband angenäht und die Garnituren angebracht.

Video über die Herstellung von Filzhüten

Welcher Filzhut ist der ideale Regenhut?

Regenhüte aus Filz sind grundsätzlich sehr zuverlässig und schützen über mehrere Stunden vor Regen. Je nach Anwendungsbereich eignet sich aber eher ein Regenhut aus Wollfilz oder einer aus Haarfilz. Hier eine kleine Gegenüberstellung der zwei verschiedenen Filzhut Qualitäten:

Wollfilzhüte

  • Robust, langlebig, pflegeleicht
  • Wärmend, windabweisend, wasserdicht
  • Deshalb besonders geeignet, wenn man draussen arbeitet oder viel im Wald unterwegs ist.
  • Einziger Minuspunkt: Die eher grobe Qualität kann teilweise kratzen oder jucken.

Haarfilzhüte

  • Edel, fein im Erscheinungsbild und im Griff, hoher Tragekomfort
  • Zuverlässig, wasserabweisend, angenehm warm
  • Kann kombiniert mit einem schönen Regenmantel auch auf dem Weg zur Arbeit gut getragen werden, mit einem Haarfilzhut muss man sich nicht verstecken.
  • Einziger Minuspunkt: Einen Haarfilzhut sollte man schon eine gewisse Sorgfalt zugute kommen lassen (sollte besser nicht im Matsch landen) und gelegentliches Bürsten kann auch nicht schaden

Grundsätzlich sind sowohl Haarfilz-, als auch Wollfilzhüte zuverlässige Regenhüte. Der Hauptunterschied ist das Aussehen und der Tragekomfort der Hüte, das schlägt sich auch im Preis nieder. Ein Haarfilzhut kann schon zwei bis drei Mal so teuer sein wie ein Wollfilzhut.

Regenhüte aus Stoff

Die meisten Regenhüte werden aus Wollfilz oder Haarfilz hergestellt. Aber es gibt auch Regenhüte aus Stoff. Diese sind besonders im Frühling und Sommer praktisch, wenn es regnet aber nicht wirklich kalt ist, denn anders als Regenhüte aus Filz sind diese nicht wirklich wärmend.

Da Stoff grundsätzlich nicht wasserabweisend ist, muss er imprägniert werden damit er zu einem wasserdichten Regenhut verarbeitet werden kann. Die häufigsten Imprägnierungen für Regenhüte aus Stoff sind:

  • Wachs: Regenhüte aus Baumwolle werden mit Wachs getränkt, damit sie wasserabweisend sind. Die Wachsung von Baumwollhüten kann mit im Handel erhältlichen Sprays aufgefrischt werden.
  • PVC: Die mit PVC beschichteten Regenhüte kennen wohl viele noch aus ihrer Kindheit. Die glänzende Beschichtung ist meist recht farbenfroh. An diesen Regenhüten perlt der Regen sofort ab.
  • Gore-Tex: Manche Regenhüte aus Stoff sind mit einer Gore-Tex Membran versehen.
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