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Von Männern will sie eigentlich nichts mehr wissen, als sie ihren Traumprinzen, den Inder Sharma aus Amritsar, der Stadt mit dem berühmten Goldenen Tempel, trifft. Er ist so anders als die meisten Männer, so einfühlsam, geduldig und zuvorkommend. Sie verlieben sich heftig ineinander und verleben eine schöne Zeit, bis der wunderschöne Sharma mit dem dunklen langen Haar Deutschland verlassen muss. Er hat keine Aufenthaltsgenehmigung, doch sie wollen heiraten. Eine anstrengende und abenteuerliche Zeit der Prüfung beginnt, die über zwei Jahre dauern soll.

Der Goldene Tempel in Amritsar ...

Der Goldene Tempel in Amritsar, Punjab, Indien (Bild: tpsdave / Pixabay)

Rezension: Ein Traumprinz aus dem fernen Indien

Der gefühlvolle Sharma wirkt wie ein Traumprinz mit seinem glänzenden schwarzen Haar, welches die Sikhs traditionell lang wachsen lassen und den braunen Augen. Er versucht alles, um seine Jasmin glücklich zu sehen. Sharma und Jasmin müssen eine unendliche Geduld aufgebracht haben, um all die Steine, die ihnen in den Weg gelegt werden, zu überwinden. Da sind die Mühlen der Bürokratie, die mehr als gemächlich mahlen oder die unterschiedliche Auffassung von ordentlichen Papieren in Indien und in Österreich bzw. Deutschland. Freunde und Bekannte wiederum versuchen Jasmin die Ehe auszureden und Sharma schlecht zu machen. Jasmin ist zerrissen vor Angst, Selbstzerstörung und einer großen Eifersucht. Wenn schon deutsche Beziehungen es schwer haben, wie soll eine Liebe einer solchen Prüfung standhalten?

Wer dies selbst nicht erlebt hat, wird wohl kaum eine Ahnung haben, wie schwierig eine Ehe schon im Vorfeld sein kann. Da werden einem viele Steine in den Weg gelegt, die eine Liebesbeziehung scheitern lassen können. Man muss schon sehr ausdauernd sein, um trotzdem an der Liebe seines Lebens festhalten zu können.

Die Autorin, Marlies Bhullar, beschreibt autobiografisch die Zeit ihrer größten Prüfung. Es ist ein mutiges und sehr offenes Buch. Sie beschönigt nichts und lässt uns auch an ihrer Zerrissenheit mit all den Höhen und Tiefen teilnehmen. Wir erleben schöne, romantische Momente ebenso wie traurige. Selbst an erotischen Szenen lässt sie uns teilnehmen.

Fazit

Das Buch ist flüssig im romantischen Stil geschrieben. Wir lesen blumige Liebesbriefe und Gedichte und können den Duft des indischen Essens fast riechen, welches Sharma seiner Jasmin zubereitet. Manche Passagen sind etwas lang, was jedoch die enorme Wartezeit nur mehr verdeutlicht. Wir fühlen fast selbst die Kälte des kleinen Kellerzimmers oder die der Bürokraten auf den Ämtern. Ich habe es gerne gelesen!

Für wen ist das Buch geeignet?

Es handelt sich um einen Liebesroman, der auch erotische Szenen enthält. Wer mehr über wahre Lebensgeschichten und fremde Kulturen erfahren will, sollte sich das Buch zulegen.

Reisefieber, am 06.08.2014
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Bildquelle:
Reisefieber (Rezension: Wo die Nelkenbäume blühen von Danielle Stevens)

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