Tanzen - Fitness im Dreivierteltakt

Fünf Standart- und fünf Latein-Tänze gehören zum Grundrepertoire, aber längst haben die Tanzschulen ihre Programme um viele Modetänze erweitert. Tanz ist nicht nur Kunst und Show, sondern auch ein tolles Fitnessprogramm. Der Energieverbrauch ist hoch, Herz- und Kreislauf werden effektiv belastet. Die Belastung für die Gelenke bleibt jedoch durch die fließenden Bewegungen gering, wodurch das Tanzen für alle Altersgruppen geeignet ist. Auch Übergewichtige und Menschen mit Stoffwechselerkrankungen können davon optimal profitieren.

Alle wichtigen konditionellen Eigenschaften wie Ausdauer, Koordination, Kraft und Beweglichkeit werden durch das Tanzen verbessert. Die Intensität der Bewegungen lässt sich je nach Leistungsfähigkeit anpassen, wodurch eine Überforderung so gut wie nie vorkommt.

Aerobic - Ein Klassiker neu entdeckt

Anfang der 80er Jahre machten Sydney Rome und Jane Fonda Aerobic zu einer bekannten Sportart. Auch heute gehört Aerobic in vielen Variationen zum Standardprogramm fitnessbewusster Menschen. Wer es sportlich mag, favorisiert Step- und Box-Aerobic, wer es aber lieber ruhiger mag, kann sich mit Tai-Chi- oder Yogarobic fit halten. Bei den modernen Aerobic-Formen handelt es sich um ein sogenanntes Low-Impact-Training. Ein fuß bleibt dabei immer am Boden. Die Gelenke werden dadurch nur vorsichtig belastet.

Aerobic eignet sich, um Herz und Kreislauf zu trainieren, die Muskeln zu kräftigen und die Pfunde schmelzen zu lassen. Wer sich aber von den vielen Moves und der schnellen Musik mitreißen lässt, kann sich schnell überfordern. Der Puls kann schnell in Bereiche vorstoßen, die für Ungeübte zu hoch sind. Dabei gilt es, auf den eigenen Körper zu achten und die Intensität der individuellen Leistungsfähigkeit anzupassen.

Zumba - Fit auf südamerikanisch

Mitte der 90er Jahre hat der kolumbianische Fitnesstrainer und Promi-Choreograf Alberto Perez Zumba entwickelt. Er kombinierte unterschiedliche Tanzstile wie Mengue, Salsa und Jazz-Dance mit Aerobic-Elementen und Tanzschritten. Bei Zumba steht Spaß an Bewegung und Musik eindeutig im Vordergrund.

Stress und überflüssige Pfunde lassen sich einfach wegtanzen. Das Herz-Kreislauf-System wird durch die ständige Bewegung und die wechselnden Geschwindigkeiten optimal gefordert. Der Körper baut Muskeln auf und lässt die überflüssigen Fettpolster schmelzen.

Zumba ist weit entfernt von einem sanft-rythmischen-Tanzvergnügen. Zumba ist eine echte Herausforderung für Fitness und Kondition. Für Untrainierte ist diese Sportart eher ungeeignet. Daher sollte eine gewisse Basisfitness vorhanden sein.

Bollywood-Dance - Spaß-Work-Out auf indisch

Der eigentliche indische Tanz hat seinen Ursprung in der Religion. Die moderne westliche Variante hat damit jedoch nicht viel zu tun. Sie wird durch die Kombination vieler Tanzstile geprägt.

Der Bhangra ist ein schneller Tanz zu Trommelmusik, beim Dandiya Raas hingegen geht es ruhiger zu. Hinzu kommen noch Elemente aus Hip-Hop, Bauchtanz und Jazz-Dance. Beim Bollywood-Dance ist der ganze Körper in Bewegung. Hier spielen die Finger, der Hals und die Füße eine große Rolle.

Durch das Training sollen die Meridiane stimuliert werden. Dies sind Energiebahnen, die laut fernöstlicher Medizin durch den Körper laufen. Wenn sie blockiert sind, kommt es zu Krankheiten. Der Bollywood-Dance sorgt wieder für einen freien Fluss in den Energiebahnen. Er stärkt außerdem die Reflexe und ist gut für die Körperbalance. Das Work-Out fordert den Körper, ohne ihn dabei zu überfordern. Dafür sorgen vor allem die meditativen Inhalte. Die Bewegungen lassen sich schnell erlernen und machen auch Spaß.

Ballett- Das perfekte Ganzkörpertraining

Die meisten Menschen verbinden Grazie, Anmut und Schönheit mit Ballett. Bereits im 15. Jahrhundert gab es erste Aufführungen. Diese klassische Tanzform galt lange Zeit als Privileg für einige Auserwählte. Mit dem neuen Ballett-Work-Out kann jedoch jeder von dieser Sportart profitieren.

Bei keiner anderen Sportart werden so viele Muskel eingesetzt wie beim Ballett. Beim modernen Ballett-Work-Out handelt es sich um einen Mix aus klassischem Tanz, Pilates und Yoga. Eine spezielle Ausrüstung ist dabei nicht nötig.

Bei regelmäßigem Training werden die Muskelm geschmeidig, man erhält eine tolle Figur, einen eleganten Gang und viel Selbstbewusstsein. Die Übungen beim Ballett-Work-Out schulen vor allem die Körperwahrnehmung. Es ist ständig nötig, das Gleichgewicht auszubalancieren, dies ist gut für die Haltung und die Muskelspannung.

Urban-Street-Dance - Von der Straße ins Studio

Der Urban-Street-Dance wurde nicht von professionellen Tänzern entwickelt, sondern entstand direkt auf der Straße. In den ärmeren Vierteln von amerikanischen Großstädten tanzten sich meist jüngere Menschen den Frust von der Seele.

Urban-Street-Dance ist eine anspruchsvolle Sportart und verbindet Hip-Hop-Elemente mit akrobatischen Einlagen. Sie ist nur für junge trainierte Menschen geeignet, die ein gutes Körpergefühl und Kraft besitzen.

Wer Urban-Street-Dance Schritt für Schritt erlernt, wird bei einem regelmäßigen Training mit einem gut durchtrainierten Körper belohnt. Alle wichtigen Muskeln werden optimal belastet, Herz und Kreislauf gefordert und die Koordinationsfähigkeit geschult. Urban-Street-Dance ist ein echter Sport, der klaren Regeln folgt.

Autor seit 5 Jahren
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