Sehenswürdigkeiten

In Rozmberk blieben neben der Burg auch Reste der Stadtmauern aus dem 14. Jahrhundert erhalten.

Die Burg Rozmberk gehört zu den ältesten Burgen in Südböhmen. Sie erhebt sich auf einem hohen Sporn über den Fluss Vltava. Witiko von Prcice und Blankenberg oder dessen Sohn Wok von Rosenberg aus dem Geschlecht der Wittigonen gründeten im frühen 13. Jahrhundert diese Burg in der Nähe der Furt "Nizsi brod" am Weg von Netolice nach Linz. Woks Sohn Heinrich I. von Rosenberg verlegte 1302 nach dem Aussterben der Herren von Krumau seinen Sitz auf die Burg Krumau in Cesky Krumlov. Die Obere Burg wurde weiter von den Rosenbergern genutzt. Doch sie brannte 1522 nieder und wurde nicht mehr instand gehalten. Von ihr blieb nur der Turm erhalten.

1262 wurde die Untere Burg erstmals erwähnt. Um 1340 wurde sie unter Peter I. von Rosenberg erweitert. Vorbild dafür war die Burg von Cesky Krumlov. Die Untere Burg wurde im 16. Jahrhundert im Stil der Renaissance nach Plänen von Baldassare Maggi zu einem Schloss umgebaut und auf dem Gebiet der Oberen Burg ein Park angelegt. Im 19. Jahrhundert wurde sie teilweise neogotisch überformt. Dabei ließ Georg Johann von Buquoy die so genannte Kreuzfahrer-Galerie erbauen. Dieses lang gestreckte Gebäude verbindet seit 1852 beide Teile der Burg.

Neben der Burg wurde an der Stelle von älteren Gebäuden ein Schloss erbaut. Das nutzte die Verwaltung des gräflichen Großgrundbesitzes und bot für kürzere Aufenthalte der Familie Buquoy genügend Platz. Die Familie Buquoy residierte seit dem 19. Jahrhundert auf dem Schloss am Ostrand der Stadt Nove Hrady.

Die Kirche der Jungfrau Maria stammt in ihrer heutigen Form aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts und ist ein typisches Beispiel der südböhmischen Gotik. Sie ist eine dreischiffige Hallenkirche mit Netzgewölbe und einem mächtigen Turm. Der Chor hat einen 5/8 Schluss. Der Barockaltar kam in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts in die Kirche. Das Pfarrhaus aus dem 15. Jahrhundert wurde mehrfach umgebaut und barockisiert.

Sehenswert ist auch der Marktplatz mit dem St. Nepomuk-Brunnen. Er ist von Bauten aus der Renaissance und dem Barock umgeben.

Blick auf Rozmberk (Bild: haros)

Geschichte

Der Ort Rozmberk wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gegründet. Sie lag am damaligen Handelsweg von Cesky Krumlov nach Linz. Die Geschichte des Ortes ist eng mit der des Adelsgeschlechts der Rosenberger verbunden, die hier ansässig waren. 1620 fiel die Herrschaft an die Grafen von Buquoy. Sie führten die kulturellen und wirtschaftlichen Traditionen der Rosenberger fort.

Literatur

  • Michael Bussmann und Gabriele Tröger: Südböhmen - Böhmerwald: Reisehandbuch mit vielen praktischen Tipps. Müller Erlangen 2011, ISBN 978-3-8995-3638-6
  • Joachim Bahlcke, Winfried Eberhard und Miloslav Polívka (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Böhmen und Mähren. Kröner-Verlag Stuttgart 1998, ISBN 3-520-32901-8
  • Wilhelm-Christian Erasmus (Red.): Burgen, Stifte und Schlösser der Regionen Waldviertel, Donauraum, Südböhmen, Vysocina und Südmähren. Destination Waldviertel Zwettl 2007, ISBN 978-3-9502-262-2-5
  • Eduard Bazant, Jan N. Berwid-Buquoy: Schloß Rosenberg. Eine historisch-politische Betrachtung. BI-HI-Verlag Berlin 1987, ISBN 3-924933-04-9
Autor seit 3 Jahren
195 Seiten
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