Automobilindustrie - Säulen der Wirtschaft

Diverse Studien - darunter eine in diesem Jahr von Focus und dem Karrierenetzwerk XING beauftragte Befragung unter 13.000 Arbeitnehmern in 800 Unternehmen - kamen zu dem Ergebnis, dass Arbeitsplätze in den großen Konzernen der Automobilbranche zu den begehrtesten Jobs in unserem Land zählen. Sowohl bei Berufseinsteigern und Studienabgängern als auch bei den übrigen Arbeitnehmern sowie Fach- und Führungskräften stehen VW, BMW und Audi ganz vorn im Ranking der attraktivsten Unternehmen.

Arbeitgeber der Automobilwirtschaft 720.000 Menschen Arbeit

Seit dem Niedergang der Montanindustrie in den großen wirtschaftlichen Zentren des Ruhrgebietes und des Saarlandes sind es bekanntlich die Autokonzerne, die sich als besonders solide Unternehmen herauskristallisierten und großen Anteil am stetigen Wirtschaftswachstum Deutschlands hatten. Heute erwirtschaften VW, Audi, BMW, Daimler und Porsche mit mehr als 350 Milliarden Euro rund ein Fünftel des jährlich erzielten Umsatzes im verarbeitenden Gewerbe der Bundesrepublik. Dabei finden in der Automobilbranche und ihren direkten Zulieferern rund 720.000 Menschen Arbeit. Rechnet man die weiteren indirekt über Zulieferer an die Autokonzerne gebundenen Beschäftigten hinzu, sind rund 1,8 Millionen Arbeitnehmer direkt oder indirekt mit der Autoindustrie verbunden.

Woher rührt die hohe Attraktivität der Automobilwirtschaft

Auch hier sprechen verschiedene Umfragen eine deutliche Sprache. Obwohl in der Automobilbranche nicht unattraktive Tariflöhne gezahlt werden, die selbstverständlich als wichtiges Argument für die Arbeitgeberwahl gelten, sind finanzielle Gründe vor allem bei der Arbeitgeberwahl von Fach- und Führungskräften sowie von gut ausgebildeten Hochschulabsolventen nicht der ausschlaggebende Faktor.

Viel wichtiger sind für viele ein ausgewogenes Betriebsklima und soziales Umfeld die Anerkennung und Wertschätzung der Leistung der Mitarbeiter im Unternehmen. Ein weiteres grundlegendes Kriterium, das besonders bei weiblichen Mitarbeitern zum Tragen kommt, sind eine gute Wok-Life-Balance. Unkomplizierte Arbeitszeitmodelle, Möglichkeiten der Kinderbetreuung oder flexible Lösungen bezüglich des Arbeitsortes sind die Argumente, die für attraktive Arbeitgeber sprechen.

Alles in allem zählt für die Beschäftigten ein positives Image des Unternehmens, ein umfassendes Mitbestimmungsrecht vor allem aber vielfältige Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen.

 

Autokonzerne bieten Entwicklungsperspektiven für Fach- und Führungskräfte

Hier kommt natürlich besonders zugute, dass die Konzerne der Automobilbranche über den höchsten Forschungs- und Entwicklungsetat der gesamten deutschen Wirtschaft verfügen. Jeder dritte für Forschung und Entwicklung aufgewendete Euro wird von der deutschen Automobilwirtschaft aufgebracht. Dies sind nicht zuletzt hervorragende Perspektiven für junge, gut ausgebildete Studienabgänger, die sich an Forschung und Entwicklung in den Zukunftsbereichen moderne Antriebssysteme und nichtfossile Energieträger im Automobilverkehr oder bei der Entwicklung neuer Materialien und zahlreicher weiterer Themen beteiligen wollen.

Die zunehmende Globalisierung, die besonders im deutschen Automobilbau einen hohen Stellenwert genießt - immerhin werden drei von vier in Deutschland gebauten Fahrzeugen für den Export produziert - bieten weitere erfolgversprechende Perspektiven für Beschäftigte in der Automobilindustrie, denn Erhalt und Ausbau der Stellung der deutschen Automobilindustrie als Technologieführer auf dem Weltmarkt sind spannende Herausforderungen, die die Attraktivität eines solchen Arbeitgebers ausmachen und Arbeitnehmern eine positive Zukunftsprognose bieten können.

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