Wussten Sie?

Das Tier, das statistisch gesehen für Menschen am Gefährlichsten ist, ist das Moskito. Etwa zwei Millionen Menschen sterben jährlich an Malaria. Kein anderes Tier verursacht im Jahr so viele menschliche Todesfälle!

Moskito
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Hilfe, ein Hippo!

Nilpferd am Land (Bild: Barbara Lechner)

Das Nilpferd ist das Säugetier, das pro Jahr die meisten Menschen in Afrika tötet. Die Zahlen variieren zwischen 200-500 Todesfällen pro Jahr, obwohl ich persönlich davon überzeugt bin, dass die Zahl wesentlich höher ist. In den ländlichen Gegenden in Afrika werden die Todesfälle durch Hippos gar nicht immer erfasst. Ich höre zum Beispiel mindestens zwei Mal im Jahr von Nilpferd-Todesfällen von Fischern am Fluss, der nur wenige Kilometer von meiner Schule entfernt ist. Diese Todesfälle werden garantiert nirgends registriert und so ähnlich ist das auch in anderen Ländern. Ok, aber wie sollte man sich nun verhalten, wenn man ein Hippo trifft?

Grundsätzlich kommt es natürlich auf die Situation und die Umstände an. Trifft man im Wasser auf ein Hippo, so ist das in der Regel vom Boot aus, denn Schwimmen werden Sie in einem Hippopool sowieso nicht. In größeren Booten und Motorbooten sind sie relativ sicher. Auch greift ein Nilpferd nicht so einfach grundlos ein Kanu an, solange es sich nicht gestört fühlt.

Gefährlicher ist es, wenn Sie ein Flusspferd am Land treffen. Auch, wenn das Wasser für die Nilpferde lebenswichtig ist, weil ihre Haut keine Sonne verträgt, steigen sie bei Dämmerung aus dem Wasser heraus um mehrere Kilometer am Land zurückzulegen, bis sie jede Nacht bis zu 100 Kilogramm Gras verputzt haben. Das beschäftigt sie die ganze Nacht. Wussten Sie übrigens, dass es früher sogar in Deutschland Nilpferde gab? Es gab sie auf der ganzen Erde, überall, wo es Wasser gab, nur wurden sie überall ausgerottet, weil sie Felder zerstörten. Doch nun zurück... Gegen Abend, in der Nacht und in der Früh stehen die Chancen hoch, dass Sie, wenn Sie in der Nähe eines afrikanischen Flusses residieren, einem Hippo begegnen.

Wenn Sie im Zelt sind Sie relativ sicher. Ich habe noch nie von einem Hippo gehört, das ein Zelt angreift. Sie schleichen nur darum herum, grasen und so ziemlich das ekligste Erlebnis, was Sie mit einem Hippo haben können, ist, wenn es mal "groß" muss und beschließt, das neben dem Zelt zu machen. Die Viecher verteilen beim Koten ihre Fäkalien durch schnelle Schwanzbewegungen in der ganzen Gegend. Das Zelt kann man nach dieser Dünnpfiffattacke nur wegwerfen.

Nun, was aber, wenn Sie zu Fuß einem Hippo begegnen? Grundsätzlich greift das Hippo nicht an, wenn es nicht provoziert oder gestört wird. Verhalten Sie sich ruhig und leuchten Sie es ja nicht mit der Taschenlampe an - das habe ich einmal gemacht, großer Fehler! Wenn Sie dem Nilpferd gegen Abend begegnen, dann sehen Sie zu, dass Sie sich zwischen Wasser und Nilpferd aufhalten, weil das Hippo ist ja am grasen und geht erst einmal nicht ins Wasser zurück. Begegnen Sie dem Flusspferd in den Morgenstunden, dann sollten Sie nicht zwischen Hippo und Wasser sein, weil es ja ins Wasser zurück kommt und es gar nicht leiden kann, wenn ihm jemand im Weg steht. Bewegen Sie sich langsam und stören Sie das Nilpferd einfach nicht.  

Der Büffel - der schwarze Tod

Der schwarze Tod (Bild: Barbara Lechner)

In Afrika sagt man, dass niemand eine Büffelattacke überleben kann. Man nennt den Büffel auch "schwarzer Tod" oder "Witwenmacher". Der Büffel galt immer als schwer zu jagendes Tier auf Jagdsafaris, weil es schwer ist, ihn zu töten. Büffel können extrem aggressiv sein, vor allem, wenn sie verletzt sind oder sich bedroht fühlen, oder, wenn ihre Jungen bedroht werden. Äußerst gefährlich sind auch Bullen, die ohne ihre Herde unterwegs sind, denn in der Herde fühlen sie sich sehr sicher und, wenn sie alleine unsicher sind, stürmen sie einfach blind auf einen möglichen Störfaktor zu. Es ist schwer zu sagen, was man tun kann, um aus einer Büffelattacke lebend heraus zu kommen. Empfohlen wird, möglichst auf den nächsten Baum zu klettern und zu hoffen, dass Hilfe kommt. Büffel sind nämlich äußerst nachtragende Tiere mit einem guten Gedächtnis. Man sagt, dass sie sich noch Jahre später an einen Störenfried erinnern können, und ihn nach langer Zeit immer noch attackieren wollen. Deswegen bleiben Büffel auch beinhart beim Baum, wenn man auf ihn klettert. Sie können tagelang um den Baum herumgrasen, wartend, dass der Mensch herunterkommt und sie ihn endlich attackieren können.

Raubkatzen in Afrika

Ein Gepard attackiert eigentlich keine Menschen, auch ein Leopard nicht. Ein Leopard ist relativ klein, daher sollte man im Falle einer Attacke zuschlagen und zwar auf die sensiblen Gegenden der Katze, wie Nase und Augen. Bei einem Löwen ist es viel wahrscheinlicher, dass er einen Menschen attackiert. Grundsätzlich gilt bei Raubkatzen, dass man ihnen nicht den Rücken zudrehen darf, denn dann ist man leichte Beute. Man sollte sie direkt ansehen und sich selbst größer und stärker wirken lassen und sich dabei nicht vom Löwengebrüll abschrecken lassen, was das Schwierigste dabei ist. Arme hoch und zurück brüllen, klatschen und Lärm machen. In den meisten Fällen verwirrt dies den Löwen und er zieht ab.  

Löwin (Bild: Barbara Lechner)

Elefanten - die grauen Riesen

Wütender Elefant (Bild: Barbara Lechner)

Der Elefant auf diesem Foto ist zwar wütend, zeigt aber keine Anzeichen, dass er angreifen will. Er stampft mit dem Fuß und pustet Staub, aber seine Ohren sind ausgebreitet. Wären die Ohren angelegt, dann könnte ich diesen Artkel wahrscheinlich nicht mehr schreiben. Also, bei Elefanten geht es darum die Ohren zu beobachten. Oft verschwinden Elefanten von selbst, wenn man viel Lärm macht und winkt. Falls sie doch angreifen, dann hilft nur weglaufen. Das am Besten in Zickzack, weil das verwirrt ihn oder, wenn die Möglichkeit besteht, einen Berg oder Hügel hinunter, denn der Elefant wird niemals bergab laufen. Auch auf einen Baum klettern ist sinnvoll, aber nur, wenn dieser wirklich stark ist, denn ein kleines Bäumchen kann der Elefant einfach ausreißen. 

Krokos sind gefährlich!

Da ist wirklich kaum etwas, was man bei einer Krokodilattacke tun kann. Manche Leute behaupten, es wäre sinnvoll, dem Krokodil die Augen herauszureißen, damit es loslässt. Meist ist man aber durch den ersten Biss und die Schmerzen so unter Schock, dass man sich gar nicht bewegen kann. Aber dafür sind Krokodilattacken einfach zu vermeiden, indem man nicht zum Wasser hingeht oder gar schwimmt, ohne sich vorher erkundigt zu haben, ob in diesem Gewässer Krokodile wohnen.

Krokodil (Bild: Barbara Lechner)

Autor seit 5 Jahren
406 Seiten
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