Wie kam der Mensch zu seinem heutigen Gehirn?

Ursprünglich war der Mensch der Vorzeit Sammler und Jäger. Er verzehrte die Ergebnisse seiner Exkursionen roh an Ort und Stelle. Vor etwa 40.000 Jahren lernte er mit dem Feuer umzugehen und grillte oder kochte seine Beute. Er delegierte so Verdauungsaufgaben aus dem inneren seines Körpers nach außen. Der Organismus passte sich diesen veränderten Anforderungen an und im Lauf der Zeit verkürzte sich sein Dünndarm wegen weggefallener Aufgaben erheblich. Gleichzeitig fand durch die Kocherei eine signifikant verbesserte Energienutzung statt, was sich in Zunahme der menschlichen Gehirnmenge bis zum heutigen Volumen auswirkte. Wer also heute noch darauf besteht, dass Salat oder Rohkost geeignete Ernährungsformen sind, sollte bereit sein, seinen Dünndarm zu verlängern aber im Gegenzug auch auf etwas Gehirns zu verzichten. 

Von Vitaminen, Ballaststoffen, Spurenelementen & Co

Blattsalat erscheint vielen ernährungsbewussten Verbrauchern als besonders wertvoll. Das ist nicht unbedingt der Fall, denn sein ernährungsphysiologischer Wert ist vergleichbar mit dem eines Papiertaschentuches. Nitrite können dagegen von der letzten Kopfdüngung mit Jauche durchaus vertreten sein. Wer's mag?

Der Vitamin-C-Gehalt im Kopfsalat beträgt übrigens nur 13 Milligramm (mg), im Weißkohl sind es 45,8, bei Paprika 139, Tomaten haben 24,5 und Grünkohl hat davon 105 mg. Auch bei den Ballaststoffen liegt der Blattsalat nicht vornan. Da wäre der Grünkohl mit seinen Vitamin- und Ballaststoffen absolut Spitzenreiter. Der allerdings muss länger gekocht werden um genießbar zu werden und dabei gehen Vitamine verloren.

Verbleiben als Pluspunkte die Ballaststoffe.
Wirklich Pluspunkte? Von Ballaststoffen wird gesagt, dass sie vom Körper nicht aufgeschlüsselt (verwertet) werden können. Sie gelten deshalb als geeigneter Sättigungsstoff bei Diäten zur Gewichtsabnahme. Aus geschäftlichen Gründen werden sie m.E. ansonsten völlig überbewertet und ihre angebliche Kalorienlosigkeit stellt sich bei näherer Betrachtung als Denkfehler heraus. (Siehe:"Die Geschichte der Ballststoffe")

Richtig ist, dass sie vom Verdauungssystem kaum in nennenswerten Mengen übernommen werden können. Statt dessen werden Fuselalkohole gebildet, die nicht nur Kalorien haben, sondern ins Blut gehen, auf Dauer die Leber schädigen und auch für Kopfweh sorgen. Das geschieht unter Gasbildung.

Der Bauch - oft ein Komposthaufen

Blähungen sind u.a. Folgeerscheinungen von Reizzuständen der Darmschleimhäute. Es sind sicherlich nicht nur die übermäßig viel konsumierten Ballaststoffe, die sie verursachen. Als weitere Auslöser kommen Lebensmittelunverträglichkeiten und möglicherweise auch Lebensmittelchemikalien dazu. Medikamente spielen ebenfalls dabei eine Rolle. Die so verursachten Schleimhautreizungen können mit einem ständigen mäßigen Schnupfen verglichen werden, bei dem es Verschnupften nicht möglich ist Gerüche wahrzunehmen. Vergleichbar ist das mit der Fähigkeit des Darmes Stoffe aus der Nahrung zu resorbieren. Der vom Salat erhoffte Vitaminstoß muss deshalb wirkungslos bleiben.

Folgenschwer kann er aber werden, weil diese Reizungen über das spinale Nervensystem in die untere Wirbelsäule übertragen werden. Hier sind deshalb Hexenschüsse (Lumbalgien), Bandscheibenvorfälle, Hüft- und Kniegelenksarthrosen an der Tagesordnung. (Siehe:Internistische Orthopädie) Krankheiten, die kaum mit der Ernährung in Verbindung gebracht werden.

 

Wie könnte die Abhilfe aussehen?

Die Aufgabe ist es somit Reizerscheinungen der Darmschleimhäute abzubauen und zu verhindern. Die logische Konsequenz aus dieser Forderung ist deshalb, alles "Reizende" möglichst zu vermeiden, also auch keinen Salat aber auch keine Rohkost zu essen. "Unerhört", "Unglaublich" und "Steinigt ihn", dürften die Reaktionen eingefleischter Salat-Tiger auf diese Empfehlung sein und ganz besonders diejenigen, die ihre Salatblätter in der WC-Schüssel nach erfolgter Verdauung annähernd unverändert wiedererkennen, lamentieren erfahrungsgemäß dabei am lautesten. Dabei ist Abhilfe einfach.

Zutaten für den warmen Salat Quelle. tommyS pixelio.de

Salat bedeutet nicht nur Blattsalat, sondern schlussendlich geschmackvolles Gemüse

Der Blick nach China ist da hilfreich. Rohkost hat dort einen Anteil von nicht einmal einem Prozent. Dabei handelt es sich um die Gemüseschnitzerei, Blüten aus Radieschen, Pagoden und Goldfischen aus Karotten etc.Tischschmuck, der von keinem Chinesen, sondern höchstens von Touristen gegessen wird. In diesem Land ist Vitaminmangel kein Gesprächsthema, sondern eher der Umstand ob überhaupt etwas Essbares zur Verfügung steht. Es existieren jedoch vier Maxime:

1. Es wird nichts Rohes und 
2. nichts Kaltes gegessen. 
3. Es muss alles so frisch wie möglich sein und 
4. ein guter Koch bringt zubereitetes Gemüse so auf den Tisch, dass es noch wie unmittelbar     nach der Ernte aussieht.

Spätestens bei der Betrachtung des dritten und vierten Punktes muss klar werden, warum Vitamine in China kein Gesprächsthema sind. Die so zubereiteten Gemüse haben extrem kurze Lager- und Garzeiten und beinhalten schon deshalb alle Vitalstoffe.

Wie wäre es deshalb mit einem "Warmen Salat"? Das geschnittene Gemüse wird in einer Bouillon für kurze Zeit erhitzt (blanchiert), nach Belieben gewürzt und warm verzehrt. In europäischen Restaurants der Nouvelle Cuisine wird dieser Salat für seit längerem, relativ teuer als besondere Spezialität angeboten.

In diesem Zusammenhang noch eine, wie ich meine interessante Anmerkung:
In den meisten Provinzen Chinas wird mit einer eher wässrigen "Salatsuppe" die Mahlzeit beendet. Zielsetzung: Suppe als letzter Gang der Mahlzeit soll den Mund und die Speiseröhre reinigen.

Update zwei Tage nach der Veröffentlichung

Es ist nicht beabsichtigt Salat "madig" zu machen. Wer ihn mag und wer ihm bekömmlich ist, warum nicht. Nur, sofern Beschwerden bestehen, seien es Schmerzzustände im Bereich der Lendenwirbelsäule, der Hüft- und Kniegelenke, um die Häufigsten zu erwähnen, sollte für ein paar Tage, vielleicht eine Woche, m.E. einfach darauf verzichten. Sofern danach eine Verbesserung bemerkt wird, dann ist das nicht als Zufall, sondern als Hinweis auf Rohes zukünftig zu verzichten, zu werten.

Im Krankheitsfall versucht unser Organismus stets sich selbst zu helfen und scheinbare Kleinigkeiten können ihn in seinem Selbstheilungsbestreben eminent unterstützen aber ebenso gravierend schädigen. Beobachten Sie sich und hindern Sie sich nicht selbst daran beschwerdefreier zu werden.

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Energetisch-Statische Behandlung ESB/APM

Klaus_Radloff, am 18.08.2010
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