Die Entdeckung der Wasserfälle

1541 entdeckte der Spanier Alvar Nuñez de Vaca den Wasserfall. Er taufte ihn damals auf den Namen Saltos de Santa Maria. Dieser Name geriet jedoch bald in Vergessenheit. Heute ist der Wasserfall unter dem Guirani-Wort Iguaçu bekannt. Iguaçu bedeutet soviel wie "Großartige Wasser". In den darauf folgenden zwei Jahrhunderten erkundeten dann Jesuiten das Gebiet rund um die Fälle. Sie errichteten Missionsstationen, um die Lebensbedingung für die Indianer zu verbessern, außerdem brachten sie den Indianer die Demokratie, den Handel und Glaubensgrundsätze näher. Sie verteidigten die Indianer auch vor spanischen und portugiesischen Großgrundbesitzern. Nach jahrelangen bewaffneten und religiösen Auseinandersetzungen wurden die Missionare 1767 aus Südafrika verbannt.

 

Wo liegen die Iguaçu – Wasserfälle

Die Größten Wasserfälle der Welt

Der Rio Iguaçu entspringt in der Nähe von der brasilianischen Stadt Curitiba. Auf seinem 1300 Kilometer langen Weg zu den Wasserfällen wird er von 30 Nebenflüssen gespeist. Die  Iguaçu-Fälle sind wohl die beeindruckendsten Wasserfälle der Welt. Die Wasserfälle bestehen aus einer Ansammlung von etwa 275 Einzelwasserfällen. Diese sind durch üppig bewachsene Felsinseln voneinander getrennt. An einigen Stellen donnert der Rio Iguaçu vom fast vier Kilometer langen Rand der Klippe in die 82 Meter tiefer liegende Schlucht, welche Teufelsrachen genannt wird. An einigen Stellen fließt der Rio Iguaçu von einer Terrasse zur nächsten, sodass sich eine Reihe von kleineren aber nicht weniger beeindruckenden Kaskaden bildet. Von November bis zum März ergießen sich etwa 12786750 Liter über die Fälle. Der Wasserstand des Flusses hängt mit der Regenzeit zusammen. In der Trockenzeit sinkt der Wasserstand des Rio Iguaçu beträchtlich. 1978 trocknete der Fluss sogar ganz aus. Solche Dürreperioden treten etwa alle 40 Jahre auf. 1986 wurde das Gebiet dann auch von der UNESCO zum Heritage of Mankind (Weltkulturerbe) erklärt.

Iguassu Falls, Iguazu National Park, Unesco World Heritage Site, Argentina, South America (Bild: Jane Sweeney / AllPosters)

Was gibt es noch in Argentinien?
Lonely Planet Reiseführer Argentinien
Amazon Anzeige

Das Naturschutzgebiet im Dschungel

Rund um die Iguaçu-Fälle gibt es eine reiche Fauna. Der Schweizer Botaniker Robert Chadat (1865-1934) beschrieb die Fauna wie folgt: "eine üppige, fast tropische Vegetation, riesige Farnwedel, Bambusrohr, graziöse Palmen und tausend verschiedene Baumarten, deren Kronen mit Moosen, rosa Begonien, goldenen Orchideen, brillanten Bromelien und Lianen mit Trompetenblüten geschmückt sind". In dem Dschungel leben unter anderem bunte Papageie, Steißhühner, Mauersegler, zwei Nabelschweinarten und drei Hirscharten. Des Weiteren leben dort auch Ozelot und Jaguar, welche beide jedoch wegen ihres Felles nahezu ausgerottet wurden. Brasilien sowie Argentinien haben zum Schutz der Flora und Fauna die Umgebung der Wasserfälle unter Naturschutz gestellt.

Close-Up of Toucan Perching on the Branch of a Tree in a National Park, Iguazu National Park (Bild: G. Dagli Orti / AllPosters)

Was gibt es noch in Brasilien?
Geo Special 5/2011: Brasilien

Besichtigung der Iguaçu-Fälle

Damit man wirklich alle Attraktionen besichtigen kann, muss man mindestens drei Tage einplanen. Davon braucht man dann zwei Tage für die Wasserfälle. Jeweils einen für die beiden Seiten in Argentinien und Brasilien. Es gibt genügend Unterkunftsmöglichkeiten. Einfache Hotels in den Nachbarstädten aber auch Luxushotels im jeweiligen Nationalpark. Die meisten Hotels bieten auch entsprechende Touren zu dem Nationalpark an.

Auf der brasilianischen Seite kann man, nachdem man mit einer Touristenbahn vom Besucherzentrum bis zu den Gehwegen gefahren ist, über rollstuhlgeeignete befestigte Stege bis an den gewaltigen "Teufelsrachen" herangehen. Mit einer Fähre kann man zu einer Insel mitten in den Wasserfällen übersetzen. Dort führt dann ein Weg den Felsen hoch. Auf der argentinischen Seite führen vom Besucherzentrum Rundwege über verschiedene Ebenen zu den Wasserfällen. Zum Teufelsrachen fährt dann ein kleiner Zug.

 

Öffnungszeiten:

Der Park in Brasilien:

Vom 1. April bis 30. September: Montags bis Sonntags: von 9:00 bis 17 Uhr

Der Park in Argentinien:

Sommer:  von 08:00 bis 18:00 Uhr

Winter: von 08:00 bis 18:00 Uhr

Laden ...
Fehler!