Welche organischen Abfallstoffe gefährden das Aquarium?

Im Aquarium gibt es neben Pflanzen auch Tiere, die mal versterben. Zu diesen Pflanzen und Tieren gibt es jedoch Futterreste und Ausscheidungen, die sich ansammeln und von Bakterien zum Teil zu schädlichen Stoffen abgebaut werden. Je mehr organische Reste mit hohem Energiegehalt, umso gravierender und giftiger wird das Problem sich auf Dauer erweisen. Je nach Situation stirbt mal ein großer Fisch und das Becken kippt um, wenn dieser nicht schnell entfernt wird. Oder viele Pflanzen sterben zeitgleich ab und der folgende Abbau durch Bakterien lässt das Becken umkippen. Es kann jedoch zudem ein Problem werden, wenn zu viel gefüttert und zu viel gekotet wird. Einiges, wie absterbende Pflanzen oder Tiere, lässt sich schnell finden und entfernen. Auch der Bodengrund lässt sich gelegentlich wechseln, sollte man vermuten, dass der bakterielle Abbau von Biomasse bereits zur schädlichen Abgabe von Giften an das Aquarium führt. Dennoch gibt es viele organische Reste, die sich nicht einfach entfernen lassen, da sie sich im Becken verteilen und auch mit regelmäßigen Wasserwechseln nicht komplett entfernen lassen.

 

Algen im Aquarium

Neben Bakterien, die teils sogar notwendig oder harmlos sind, münden hohe Nährstoffgehalte schnell in Algenblüten. Algen können unter den richtigen Bedingungen innerhalb von Tagen das Wasser verfärben und umkippen lassen. Algen sind immer im Aquarium und sie dienen als Nahrung für viele Wasserbewohner. Sie helfen zum Teil sogar zum Erhalt der guten Wasserwerte und ermöglichen das Leben. Jedoch mit hohen oder unausgeglichenen Nährstoffgehalten im Aquarium wachsen diese Algen im kritischen Ausmaß oder es wachsen andere weit gefährlichere Algenarten.

 

Aquariumtiere, die Bioabfälle fressen

Eigentlich alle Zwerggarnelen und viele Schnecken fressen Algen, Futterreste und organische Reste. Einige Arten fressen wachsende Pflanzen, die meisten fressen jedoch nur absterbendes Pflanzenmaterial. Viele der Tiere fressen auch Aas. Dieses muss entweder schnell vertilgt oder entfernt werden, da sonst das Becken kippt. Es kommt jedoch auch darauf an, dass die Tiere alle Algenarten und Formen organischer Reste fressen. Es gibt praktisch kein Tier, welches alles frisst aber einige fressen viele verscheidende Arten der unerwünschten organischen Materie im Aquarium. Die Armanogarnele hat den Ruf, sehr viele Algenarten zu fressen, auch viele Fadenalgen, die sonst häufig verschmäht und deswegen zum Problem werden. Schneckenliebhaber kombinieren häufig mehrere Arten, um mehr Algenarten erfassen zu können. Aber auch viele Fische fressen Algen, hier wären vor allem die legendgebärenden Zahnkärpflinge zu nennen. In jedem Fall ist es gut, wenn überhaupt einige organische Reste und Algen vertilgt werden. Dennoch müssen laufend Wasserwechsel und Reinigungsarbeiten vorgenommen werden.

Die Aquariumtiere können natürlich nur in das Becken gesetzt werden, wenn sie sich in den Wasserwerten wohl fühlen und mit anderen Arten vertragen. Wer Beutetiere zu Fressfeinden setzt oder Arten vergesellschaften möchte, die im Punkt der Wasserwerte nicht zusammen passen, wird schnell merken, dass sich die Vergesellschaftung schnell gegenseitig frisst oder teils eingeht. Für die meisten Wasserwerte finden sich viele Algenfresser. Wichtig wäre noch der Punkt, ob diese sich vermehren dürfen. Viele Schnecken, Garnelen und gerade die lebendgebärenden Zahnkärpflinge vermehren sich unkontrolliert und wenn sie nicht selber oder andere Beckenbewohner den Nachwuchs dezimieren, ist das Becken schnell mit diesen Arten überfüllt. In der Regel hilft es, weniger zu füttern oder Arten zu wählen, die sich nicht schnell oder gar nicht vermehren oder ihre eigene Brut fressen.

Wasserpflanzen gegen Algen

Im Aquarium wachsen entweder die Wasserpflanzen oder die Algen. Wer viele Algen hat, sollte schnell wachsende Wasserpflanzen einsetzen und diese ein wenig düngen und eine CO2 Begasung im Becken integrieren. Wenn die Wasserpflanzen mit CO2 und einem guten Dünger schnell wachsen, nehmen sie auch viele andere Nährstoffe auf, die den Algen fehlen werden.

Autor seit 5 Jahren
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