Schon Seefahrer wie James Cook oder Gelehrte wie Heinrich Heine nahmen Sauerkraut zu sich, um gesund zu bleiben. Auch wir brauchen Kraft und Energie, um den Anforderungen im Alltag standzuhalten. Sauerkraut hilft uns dabei, es stärkt unser Immunsystem und aktiviert den Darm.

Milchsäure - nicht nur ein Bakterienkiller

Sauerkraut beschert dem Körper viele Milchsäurebakterien. Einige werden im Magen von der Magensäure vernichtet, andere wiederum gelangen auf dem direkten Weg in den Darm. Hier lassen sie sich als natürliche Darmbakterien nieder und vermehren sich. Sie helfen dem Darm, schädiche Bakterien abzuwehren und stärken auf diesem Weg unser Immunsystem. Milchsäurebakterien bauen im weiteren Giftstoffe ab und senken ebenfalls den Cholesterinspiegel.

Die von den Milchsäurebakterien gebildete Milchsäure aktiviert den trägen Darm. Wer eine Antibiotika- Strahlen- oder Chemotherapie hinter sich hat, (hierbei werden gesunde Darmbakterien größtenteils vernichtet) helfen Milchsäurebakterien Verdauungsstörungen zu beheben. Somit setzt eine schnelle Erholung des Körpers ein. Sauerkraut hilft ebenfalls Operationswunden zu heilen, hierbei hilft der hohe Gehalt an Kalzium und das vorhandene Vitamin B6.

Sauerkraut ist das einzige pflanzliche Lebensmittel, welches Vitamin B12 enthält. Im Sauerkrautfass wirken Bakterien, sodass Weißkohl nach einer gewissen Einwirkzeit zu Sauerkraut wird. Mit Hilfe dieser Bakterien gelangen auch geringe Mengen Vitamin B12 ins Sauerkraut. Da der menschliche Körper nur sehr wenig Vitamin B12 benötigt (wird zudem lange gespeichert) kann mit Hilfe von Sauerkraut bereits ein Teil gedeckt werden.

Essen sollte man Sauerkraut nur roh, kochen zerstört die wertvollen Milchsäurebakterien.

Rezept Ananas und Sauerkraut

Von einer Ananas Fruchtfleisch in Würfel schneiden, 400 g frisches Sauerkraut auflockern, mit den Ananasstücken und 4 EL eingeweichten Rosinen oder 100 g Weintrauben vermengen. Das ganze gut durchziehen lassen.

Spinat - eine exzellente Folsäurequelle nicht nur für werdende Mütter.

Viele Generationen vor uns sahen im Spinat nur eine gute Eisenquelle und wurden doppelt enttäuscht. Zum einen wurde der Eisenwert viele Jahre als viel zu hoch angegeben. Zum anderen kann das Eisen im Spinat nur schwer aufgenommen werden, da größere Mengen an Oxalsäure Eisen fest an sich bindet.

Spinat stellt in der heutigen Zeit in erster Linie eine hervorragende Folsäurequelle da. Insbesondere Frauen nehmen nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) im Schnitt nur 60 Prozent der empfohlenen Folsäuremenge auf.

Damit riskieren werdende Mütter ein zu frühes Ende ihrer Schwangerschaft, bzw. schwere Behinderungen ihres Kindes. Spinat gehört neben Feldsalat und Grünkohl zu den Top 3 der Folsäurelieferanten. Ein Spinatsalat mit 50 Gramm Spinat kann bereits einen Großteil des Tagesbedarfs decken.

Kampf gegen freie Radikale

Im Kampf gegen freie Radikale (Moleküle, welche Zellen umprogramieren/zerstören können)  wirken Vitamine wie Beta-Carotin, Vitamin C und E. Spinat enthält alle drei.. Daher gilt Spinat neben Tomaten und Karotten als wichtiges Gemüse, um Gesundheitsschäden durch freie Radikale vorzubeugen. Dazu gehören insbesondere Krebs/ Herz- und Kreislaufbeschwerden.

Spinat besitzt unter anderem auch noch Konzentrationen eines Carotinoid (gibt Pflanzen ihre Farbe) : das Lutein. Lutein schützt und weist einen besonders hohen Krebsschutzfaktor auf.

Vorsicht bei Nierenerkrankungen und hoher Nitratbelastung

Spinat enthält größere Mengen an Oxalsäure. Oxalsäure kann sich fest an Kalzium binden. Dieses Kalzium wird über die Niere schlechter ausgeschieden, so daß sich Oxalsteine (Nierensteine) bilden können. Wer zu Oxalsäuresteinen neigt, sollte besser auf Spinat verzichten.

Achten sie beim Spinatkauf auf Freilandware. Sie enthält bedingt durch die Sonneneinstrahlung weniger Nitrat. Spinat mit wenig Licht, z. B. unter Glas angebaut, reichert Nitrat an. Dieses Nitrat kann im Körper zu krebsauslösenden Nitrosaminen umgewandelt werden.

Außerdem sollte Spinat nicht zu lange warm gehalten werden und nach dem Abkühlen nicht wieder aufgewärmt werden. Dabei setzen Bakterien Nitrat zu Nitrit um. Auch hierbei können Nitrosamine entstehen.

 

Ashlie, am 15.05.2011
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