Bartiris wachsen in vielen Gärten

Schwertlilien sind auch unter dem Namen Iris bekannt. Am häufigsten werden die hohen Bartiris gepflegt, deren Blüte eine typische Behaarung am Schlund der Hängeblätter zeigt. Sie tragen eben einen Bart, daher der Name Bartiris. Diese sind auch bekannt als Iris-Barbarta-Hybriden. Diese benötigen einen sonnigen Platz und kommen mit sandigem Boden gut zurecht. Bei schwerem Boden müssen Sie darauf achten, dass das Wasser immer abfließen kann. Die fleischigen Wurzeln (Rhizome) der Pflanzen wachsen knapp unter der Erdoberfläche, so dass sie noch etwas herausragen. Über diese Rhizome breiten sich die Iris auch aus. Wachsen Schwertlilien über viele Jahre am gleichen Ort, so wachsen die Rhizome immer vom Zentrum der Staude an den Rand. Dort blühen die Pflanzen am schönsten und das ehemalige Zentrum blüht immer weniger. Daher heißt es, Schwertlilien sollen alle vier bis fünf Jahre umgepflanzt werden. Mit der richtigen Pflege können sie aber auch länger am gleichen Platz stehen.

große Blüten - hier edel Cremefarben (Bild: Heike Nedo)

Viele Schwertlilien sind pflegeleichte Stauden

Als Stauden im Garten sind Bartiris dankbare Pflanzen. Sie sind winterhart und brauchen wenig Pflege. Im Frühjahr schneiden Sie das alte Laub ab und versorgen die Pflanzen mit frischer Komposterde. Iris brauchen einen ausgeglichen Dünger, der nicht zu stickstoffreich ist. Nach der Blüte schneiden Sie die Blütenstände ab. Es sei denn, Sie wollen, dass Ihre Schwertlilien Samen ansetzten. In einer Samenkapsel bilden sich bis zu 60 Samen. Es sind Kaltkeimer, die im Frühjahr ausgesät werden. Bis Ihre Sämlinge herangewachsen sind, so dass sie blühen, vergehen allerdings drei Jahre. Leichter ist es, die Schwertlilien über ihre Rhizome zu vermehren. Sie lassen sich leicht abtrennen. Auch aus kleineren Stücken wachsen neue Pflanzen. Die Rhizome dürfen auf keinen Fall zu tief in der Erde sitzen. Oft sind sie direkt auf der Erdoberfläche zu sehen. Zwischen den Schwertlilien können Sie daher nicht einfach hacken. Dort, wo Sie ein Beet mit den noblen Schönheiten einrichten, sollten Sie zuvor also sehr gründlich alle Wurzelunkräuter beseitigen. Die beste Zeit zum Teilen und Umpflanzen ist nicht das Frühjahr, sondern nach der Blüte.

Noch zeigen sich nur die spitzen Blätter

Noch zeigen sich nur die spitzen Blätter (Bild: Heike Nedo)

Nasse Füsse für Sumpfschwertlilien

Neben den Bartiris gibt es zahlreiche andere Sorten, die es lieber feucht mögen und auch im Halbschatten zurecht kommen. Die einheimische Sumpfschwertlilie (Iris pseudacorus) wächst am besten an einem Teichrand oder in einem Sumpfbeet. Auch die Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) mag es eher feucht. Als bartlose Sumpfiris fühlt sich auch die Verschiedenfarbige Schwertlilie (Iris versicolor) mit nassen Füßen wohl. Das ganze Gegenteil sind Schwertlilien, die in trockenen Steppenbeeten gedeihen. Es sind zum Beispiel die Steppeniris (Iris Spuria-Hybriden).

Sibirische Iris - eine schlanke Schönheit (Bild: Heike Nedo)

Autor seit 6 Jahren
135 Seiten
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