Wie die Seekrankheit entsteht – Ursachen

Typische Symptome für die Seekrankheit sind Übelkeit, eine trockene Zunge, kalter Schweiß, Schwindel und leider auch Erbrechen. Wobei diese Beschwerden bei jedem unterschiedlich stark auftreten. Erklärt wird dies dadurch, dass das Gehirn gegensätzliche Reize verarbeiten muss.

So registriert das Gleichgewichtsorgan das Schaukeln des Bootes, es geht also davon aus, dass wir in Bewegung sind. Häufig ist aber das Gegenteil der Fall, wir sitzen oder stehen fest auf dem Boden. Unsere Muskeln bewegen sich nicht. Auch das Auge sieht dieses Schaukeln nicht. In Folge der widersprüchlichen Informationen im Gehirn werden Stresshormone ausgeschüttet, wie zum Beispiel Histamin, welches zu den genannten Symptomen führen kann. Wie stark die Menschen regieren, ist individuell sehr verschieden. Bei den meisten Menschen ist das Gehirn nach einigen Tagen auf See in der Lage, sich anzupassen - die Seekrankheit mit ihren unangenehmen Folgen vergeht also wieder.

(Bild: Heike Nedo)

Statistisch belegt ist, dass Frauen häufiger unter Seekrankheit leiden. Etwa zehn Prozent der Menschen kennen eine schwache Ausprägung, weit weniger sind stark betroffen und die große Mehrheit übersteht eine Überfahrt vom Festland nach Helgoland ohne Probleme.

Richtiges Verhalten auf dem Schiff

Wenn Sie wissen, dass Ihnen auf See leicht übel wird, gilt es einige grundlegende Regeln einzuhalten. So fördert Alkohol das Auftreten der Symptome ebenso wie starker Zigarettenkonsum. Sie sollten auch darauf achten, dass Sie vor der Schiffsreise nicht zu schwer essen. Leer darf der Magen jedoch auch nicht sein. Eine kleine Mahlzeit ist empfehlenswert. Essen Sie nichts, was lange schwer im Magen liegt oder als exotische Malzeit für Sie ungewohnt ist. 

Wenn Sie entscheiden können, wo Sie sich aufhalten, so ist das Schaukeln in der Mitte des Schiffes am wenigsten zu spüren. Meldet sich die Übelkeit an, so hilft es, an die frische Luft auf Deck zu gehen. Suchen Sie sich dann einen Punkt am Horizont, den Sie fixieren. Oder Sie regieren ganz anders und ziehen sich zurück. Viele Seekranke werden auf einem Schiff müde und träge. Geht es Ihnen ähnlich und Sie haben einen gesunden Schlaf, können Sie versuchen eine längere Schiffsüberfahrt zu verschlafen.

Als natürliches Mittel gegen die Seekrankheit wird der Verzehr von Ingwer empfohlen. Das ist leider nicht nachgewiesen, wird aber seit vielen Generationen von Seefahrern angewendet. Auch Vitamin C kann helfen. Es baut Histamin ab und hat keine Nebenwirkungen. Grüne Äpfel und reichlich Orangen gehören also zum Schiffsproviant.

Medikamente gegen die Übelkeit auf See

Die Seekrankheit ist eine Form der Reisekrankheit. Gegen diese können Sie sich in der Apotheke freie Medikamente kaufen. Manche Tabletten müssen einige Zeit vor Reiseantritt genommen werden, andere können wie ein Kaugummi gekaut werden und helfen recht schnell. Selbst Pflaster mit entsprechenden Wirkstoffen sind im Angebot.

Lassen Sie sich beraten und fragen Sie eventuell auch Ihren Hausarzt, wenn Sie sehr empfindlich sind. Dieser kann Ihnen spezielle Medikamente verschreiben, die Sie nur auf Rezept erhalten.

Leider tritt als Nebenwirkung der Medikamente eine stärkere Müdigkeit auf. Bei nur leichter Veranlagung zur Seekrankheit können Sie es also mit den natürlichen Mitteln probieren. Kauen Sie ein Stück frische Ingwerwurzel, das hat keinerlei Nebenwirkungun.

Zum Glück sind die heutigen modernen Schiffe inzwischen anders gebaut als früher. Besonders große Kreuzfahrtschiffe sind mit Stabilisatoren ausgestattet. Bei einer mehrtägigen Fahrt gewöhnt sich der Körper recht bald an das ungewohnte Schaukeln.

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