Die Strecke der Silvretta-Hochalpenstraße

Im Osten beginnt die Silvretta-Hochalpenstraße an der Mautstelle im Ortsteil Wirl der Gemeinde Galtür. Die befindet sich bereits in einer Höhe von 1.725 Metern. Von dort sind es rund 10 Kilometer bis zum Pass auf der Bieler Höhe mit 2.032 Meter Seehöhe. Dieser Straßenabschnitt steigt nur mäßig an und es gibt ganze zwei Kehren. In Wirl zweigt eine rund 5 Kilometer lange Straße zum Zeinisjoch und dem Kopssee ab.

An der Biehlerhöhe, dem höchsten Punkt der Silvretta-Hochalpenstraße, gibt es mehrere Gaststätten und Hotels. Direkt neben der Straße befindet sich der Silvretta-Stausee. Der lässt sich auf einem gut ausgebauten Wanderweg in rund 90 Minuten bequem umrunden.

Hinter der Bielerhöhe geht es bald deutlich bergab. Die Straße bis Partenen ist rund 15 Kilometer lang. Mit einem maximalen Gefälle von 12 Prozent überwindet sie eine Höhendifferenz von fast 1.000 Metern bis zur Mautstelle Partenen auf 1.051 Meter Seehöhe. 32 Kehren sind auf dieser Strecke mit einmaligen Ausblicken zu durchfahren.

Kirche in Galtür (Bild: haros)

Kirche in Partenen (Bild: haros)

Skigebiet Bielerhöhe

Im Winter verbinden Busse das Skigebiet bei der Bielerhöhe mit der Bergstation Trominier der von Partenen kommenden Vermuntbahn. Die Busse fahren durch einen Tunnel, den Stollen Vermunt, und die wintersichere ehemalige Baustraße zum Vermuntsee und von dessen Staumauer weiter auf der Silvretta-Hochalpenstraße.

Sportliche Menschen können ab Partenen auch über Europas längste Treppe aufsteigen. Die war ursprünglich als Zugang zum ehemaligen Schrägaufzug angelegt worden. Sie führt über 700 Höhenmeter bei einer Steigung von bis zu 86 Prozent an der ehemaligen Trasse des Schrägaufzugs bis zur Bergstation der Vermuntbahn. 3.609 Stufen, die unterschiedlich hoch und lang sind, gilt es hier zu überwinden.

 

Die Geschichte der Silvretta-Hochalpenstraße

Die Silvretta-Hochalpenstraße entstand mit dem Bau der Stauseen und Wasserkraftwerke in der Silvretta durch die Vorarlberger Illwerke. Diese ließen 1925 einen unbefestigten Karrenweg von Partenen hinauf zum Vermuntsee als Transportweg verbreitern. Über diesen Weg konnten Lastwagen die Baustelle der Vermunt-Staumauer erreichen.

Ab 1938 wurde die Strecke bis zur Bieler Höhe verlängert. Dort entstand die Silvretta-Staumauer. Der Weg von der Bieler Höhe nach Galtür wurde ab 1951 geschaffen. Ein übergroßer Bagger fuhr aus eigener Kraft von der Baustelle hinab ins Paznaun und bahnte dabei die Straße. Die wurde 1954 für den öffentlichen Verkehr freigegeben und 1961 durchgehend zweispurig ausgebaut.

Die mautpflichtige Straße gehört nach wie vor den Illwerken. Sie ist in der Regel von Juni bis September befahrbar.

 

Mehr über die Silvretta-Hochalpenstraße

  1. Illwerke Tourismus
  2. Vermuntbahn
Autor seit 3 Jahren
195 Seiten
Laden ...
Fehler!