Checken Sie selbst: Bin ich Sektenmitglied?

We want YOU!Ist Ihnen beim bloßen Gedanken an von Mainstreammedien abweichende Meinungen unwohl? Haben Sie das Gefühl, dass Leute, die nicht wählen gehen oder sich über die angeblich zu hohen Steuern beschweren, schädliche Einflüsse auf unsere Gesellschaft ausüben? Rieten Sie Demonstranten schon einmal, sie mögen gefälligst das Land verlassen, wenn ihnen was nicht passe?

Haben Sie zumindest eine dieser Fragen mit "Ja" beantwortet? Bitte bleiben Sie ruhig und gefasst, aber ich fürchte, Sie gehören einer Sekte an. Und zwar nicht irgendeiner obskuren Gemeinschaft mit ein paar dutzend Anhängern, sondern der mit Abstand größten und erfolgreichsten. Sie zieht ihre Netze rund um den Erdball, indoktriniert unsere Kinder, beeinflusst unser aller tägliches Leben bis ins kleinste Detail, beobachtet uns auf Schritt und Tritt und bestraft jeglichen Fehltritt.

Das glauben Sie nicht? Natürlich nicht! Als Sektenmitglied verweigern Sie sich der Realität! Lassen Sie mich den Beweis hierfür antreten, indem wir eine Checkliste des "Zentrum Bayern Familie und Soziales" als offiziellen Leitfaden für die "Beurteilung des Gefährdungspotenzials von Sekten und Psychogruppen" heranziehen.

Kinder und Jugendliche haben in der Ideologie der Gruppe eine besondere Funktion.

Seit jeher versucht diese Gruppierung, die Menschen möglichst früh zu indoktrinieren. Seien es angebliche "Bildungsanstalten" wie öffentliche Schulen, seien es staatliche Kindergärten oder Tagesstätten. Das Ziel ist hierbei Kinder aus dem "verderblichen" Einfluss ihrer eigenen Eltern zu befreien und sie unter dem Vorwand der "Sozialisation" - natürlich zu ihrem Besten! - mit allerlei Dogmen zu füttern.

 

Die Gruppe bietet einfache Erklärungen für alle wichtigen Lebensbereiche und Probleme.

Eine der Spezialitäten dieser Sekte ist es, komplexe Probleme auf einen simplen Nenner zu bringen: "Mehr Macht für uns! Gebt uns mehr Geld! Vertraut uns!"

Tatsächlich wurden und werden die meisten Probleme des Einzelnen von eben jener selbsternannten Elite verursacht.

 

Es gibt Regeln oder Rituale für Ernährung, Kleidung, Körperpflege, Beziehungen und Sexualität oder sogar für die gesamte Tagesgestaltung.

Je nach regionaler Präsenz, können die Regeln und Rituale dieser Sekte stark variieren. In manchen Gebieten steht Homosexualität unter Strafe, in anderen hingegen nicht. Manche erlauben den Besitz bestimmter Pflanzen, der von anderen Sektenführern wiederum strengstens untersagt ist. Allen Gruppierung ist jedoch gemeinsam, dass sie das Leben ihrer Mitglieder bis ins kleinste Detail hin bestimmen. Dabei geben sie wiederum vor, im Sinne des Einzelnen sowie der Gemeinschaft im Allgemeinen zu handeln. Zuwiderhandlungen werden bestraft.

 

Die Mitglieder der Gruppe halten stark zusammen und heben sich möglicherweise durch eine besondere Sprache, besondere Begriffe, die nur innerhalb der Gruppe so verwendet werden von anderen ab. Vielleicht erhalten die Mitglieder auch einen neuen Namen.

Bevorzugt werden hohle, aber emotional aufgeladene Begriffe gewählt, wie etwa: "Soziale Gerechtigkeit", "Gesellschaftsvertrag" oder "Menschenrechte". Die Definitionen hierfür können stark variieren, sind aber von keiner besonderen Bedeutung, da sie willkürlich ausgelegt und interpretiert werden können.

Ranghohe Vertreter der Sekte geben sich Namen wie: "Richter", "Feldwebel", "Kommissar" oder "Ministerpräsident", was Autorität ausstrahlen und das Individuum zu unbedingtem Gehorsam verpflichten soll.

 

Obwohl ich das Gefühl habe, dass von der Gruppe eine unerklärliche Anziehungskraft ausgeht, bin ich mir sicher, dass ich alles selbst entscheiden kann.

Dieser Irrglaube wird am deutlichsten bei den so genannten "Wahlen" sichtbar, wenn die Mitglieder "ihren" Anführer auswählen dürfen. Zwar ist die Teilnahme nicht verpflichtend, doch der Gehorsam gegenüber den "gewählten" Sektenführern wird unabhängig von der Teilnahme oder dem Stimmverhalten gefordert. Kritische Stimmen werden mit dem Hinweis zum Verstummen gebracht, die Mitglieder hätten ihren Willen bekundet, und wenn ein unliebsamer "Kandidat" gewonnen hätte, sei dies zu respektieren.

 

Die Gruppe fühlt sich als Elite, als Vorreiter einer neuen Epoche. Nur Gruppenmitglieder werden einer nahenden Bedrohung entkommen.

Bezeichnend ist die wechselhafte Natur dieser Bedrohung: "Der Kommunismus", "Die Klimakatastrophe", "Der Terror", "Die Rechten" - ein Mangel an Feindbildern, die angeblich die Gemeinschaft unmittelbar bedrohen, herrscht niemals. Psychologisch interessant ist das Phänomen des immer wieder Hochköchelns sowie spurlosen Verschwindens vorgeblicher Bedrohungen.

 

Wenn der Gruppenführer es mir befiehlt, darf ich auch gesetzwidrige Taten begehen. Indem ich das mache zeige ich meine besondere Loyalität bzw. meine Glaubensstärke.

Raffinierterweise können "Gesetze" rasch zu Gunsten der Gruppenführer geändert werden. Für das einzelne Sektenmitglied bringt dies den Nachteil mit sich, dass es sich "rechtlich" stets in einer Grauzone befindet. Denn was heute "erlaubt" ist, kann ihm schon morgen unter Androhung schlimmster Konsequenzen verboten werden. Besonders perfide: Der Gesetzeskatalog ist zu umfangreich, als dass ihn irgendein Mitglied auch nur im Entferntesten überblicken, geschweige denn verstehen könnte. Dadurch können etwa in Ungnade gefallene Mitglieder mit angeblichen Vergehen belastet werden, deren Existenz ihnen meist nicht einmal bekannt war.

 

Die Gruppeninteressen kommen vor den Interessen des Einzelnen.

Menschen werden von dieser Sekte nicht als Individuen betrachtet, sondern technokratisch in Gruppierungen aufgeteilt: "Die Frauen", "Die Jugendlichen", "Die Arbeitnehmer", "Die Migranten", etc. Nur dadurch ist es möglich, die Sektenmitglieder gegeneinander auszuspielen, künstliche Konflikte zu schüren oder rücksichtslos die Ziele der Sektenführer zu verfolgen.

 

Wenn ich mich von der Gruppe lösen will, werde ich massiv unter Druck gesetzt oder auf subtile andere Art überzeugt, dass ich bleiben muss.

Hegt man Zweifel an der Legitimität der Gruppenführer oder gar am System als solchem, gilt man rasch als Unmensch, Außenseiter oder Extremist. Die Lösung von der Gruppe als solche ist auf Grund der weltweiten Vernetzung schier unmöglich. Eine Flucht mündet letztendlich in den Armen einer ganz ähnlichen Sektenvereinigung.

 

In der Gruppe gibt es eine Führungspersönlichkeit, die durch besondere Erfahrungen, Eingebung, Erleuchtung oder geheimnisvolle Kräfte besonderes Wissen und Macht über die Welt und den Menschen hat. Aufgrund ihres besonderen Status sind Zweifel, Kritik oder ein Hinterfragen nicht gestattet.

Der offensichtliche Widerspruch, dass etwa eine in technischen Berufen ausgebildete Führungspersönlichkeit für medizinische Belange zuständig sein soll, wird bewusst ignoriert. Kritik an den besonderen Fähigkeiten der Elite ist ohnehin verpönt und kann zu Anfeindungen innerhalb der Vereinigung führen. Weshalb Führungspersönlichkeit X oder Y dazu prädestiniert sei, über die Leben und die Interessen von tausenden oder gar Millionen Mitgliedern zu entscheiden, wird damit begründet, dass diese - aus welchen fadenscheinigen Gründen auch immer - nur zum Wohle der Gemeinschaft handelten.

 

Auf dem Weg zur Erlösung oder der Beseitigung meiner Probleme werden mir sonderbare Dinge abverlangt.

Der Einzelne muss seine eigenen Bedürfnisse im Sinne der Gemeinschaft zurückstellen. Der Großteil seiner Einnahmen läuft direkt oder indirekt an die Sekte, seine persönlichen Freiheiten werden sukzessive beschnitten und auch hierbei gehe das Wohl der Gemeinschaft vor sein eigenes. Wer sich wider diese Diktion ausspricht, gilt als bösartiger Egoist, der der Gemeinschaft schaden wolle.

 

Nur diese Gruppe bzw. dieser Anbieter hat angeblich die richtigen Methoden, mit denen ich weiterkomme. Sie sind rational oder mit herkömmlichen wissenschaftlichen Methoden nicht erklärbar.

Was völlig offensichtlich ist, scheint den Sektenmitgliedern nicht bewusst zu sein. Sie spinnen sich ein Wahngebilde zusammen, das die Legitimität der Aufgabe persönlicher oder finanzieller Freiheiten beweisen soll. Selbstverständlich sind die Mitglieder längst nicht mehr in der Lage, außerhalb ihrer Pseudo-Realität zu denken und leben in der Gewissheit, dass die Auswahl und Anerkennung "ihrer" Führer keinesfalls angezweifelt sein darf. Diese Verehrung nimmt meist religiöse Züge an, wenn die Wahl des "richtigen" Kandidaten bejubelt oder der vorgebliche "Gegner" angefeindet wird.

 

In Einzelgesprächen und bei Gruppenveranstaltungen merke ich, dass alle Gruppenmitglieder identische Ansichten über sämtliche Aspekte des Lebens haben. Da sogar der Wortlaut der Aussagen übereinstimmt, habe ich manchmal den Verdacht, es findet eine Art Indoktrination statt.

Dieser Eindruck täuscht nicht: Um die Mitglieder von der Legitimität und sogar Notwendigkeit ihrer Führung durch eine Elite zu überzeugen, sind beständige Indoktrinationen unerlässlich. Kritische Stimmen werden zum Verstummen gebracht und ständige Wiederholungen, wie gerecht dieses System doch sei, wie viel Gutes es den Menschen brächte und wie sehr es doch am Einzelnen läge, sein Scherflein für die Gemeinschaft beizutragen, schweißen das Kollektiv zusammen.

 

Man sagt mir, dass ich genau diese Gruppe brauche, um all die Dinge, die ich erreichen möchte, zu schaffen.

Vorgängerversionen dieser Sekte arbeiteten mit körperlichen und existenziellen Bedrohungen, sobald ein Mitglied Zweifel an der Elite hegte. Moderne Varianten beeinflussen die Sektenmitglieder dahingehend, dass sie sie erst in Selbstzweifel - "Menschen sind von Natur aus verdorben!", "Egoismus ist böse!", "Ohne uns wärst du gar nichts!" - gestürzt werden, um hernach ihre Erlösung in den Armen der Sekte finden.

 

Wenn jemand sich negativ über die Gruppe äußert, werden dessen Argumente als Zeichen der Unwissenheit oder als feindliche Absicht interpretiert. An der Gruppierung gibt es nichts zu kritisieren.

Abweichler werden als Agitatoren für Chaos, Unmenschlichkeit oder das pure Böse "entlarvt". Die Beweisführung ist simpel: Wer gegen die Sekte auftritt, hat sich gegen das Wohl der einzelnen Mitglieder verschworen.

Autor seit 6 Jahren
836 Seiten
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