Design und Struktur

Bei jeder Bewerbung sollte immer ein einheitliches Design gewählt werden. Das heißt, man verwendet durchgehend die gleiche Schriftart und schmückt jedes Blatt (außer die Zeugniskopien) mit seinen persönlichen Daten - am besten in der Kopfzeile. Zu den persönlichen Daten gehören immer:

  • Name
  • Anschrift
  • Telefonnummer (da sollte dann auch die Erreichbarkeit gewährleistet sein, außerdem bitte keine Experimente mit Musikberieselung für einen potenziellen Anrufer)
  • E-Mail-Adresse


Auf das Anschreiben gehört die korrekte Adresse des Unternehmens, bei dem Sie sich bewerben und - wenn Sie wissen, wer Ihr Ansprechpartner im Unternehmen ist - der Name des/der Personalverantwortlichen. Achtung! Unternehmen haben immer eine Rechtsform, beispielsweise AG oder GmbH. Wenn Sie unsicher sind, suchen Sie die Firma, bei der Sie sich bewerben, im Internet heraus und schauen Sie ins Impressum. Schreiben Sie die Firma immer genau so, wie die Firma sich selbst schreibt! Beispiel: real,- SB-Warenhaus GmbH.

Fügen Sie rechtsbündig Ort und Datum ein, z. B.: Berlin, 01.05.2015. Den Zusatz "den" verwendet man schon lange nicht mehr.

Das Bewerbungsanschreiben mit Inhalt füllen

Jetzt wird es spannend, denn jetzt beginnt Ihr Anschreiben. Als erstes wählen Sie eine
Betreffzeile. Die Betreffzeile wird fett geschrieben und kann wie folgt aussehen

Bewerbung als kaufmännischer Mitarbeiter

Dann folgt die Bezugszeile - gleich unter dem Betreff und nicht fett geschrieben. Beispiel:
Ihr Stellenangebot in der Kreiszeitung vom 30.04.2015 / Ihr Stellenangebot bei monster.de

Nach zwei Leerzeilen fügen Sie die Anrede ein:

Sehr geehrter Herr Müller, / Sehr geehrte Frau Meier, / Sehr geehrte Damen und Herren, (diese Form nur, wenn Sie den Ansprechpartner beim besten Willen nicht herausfinden konnten). Viele Bewerber schreiben hier den Vornamen des Ansprechpartners hinzu, das ist falsch!

Der eigentliche Bewerbungstext

Und nach einer weiteren Leerzeile beginnen Sie mit dem eigentlichen Bewerbungstext.

Es gibt zwei Worte, die bei Ihrer Bewerbung wirklich niemals am Anfang stehen sollten! Das sind "ich" und "hiermit".

1. Beginnen Sie mit: ... in der XY-Zeitung vom ... / im Internet ... / über meine Bekannte, Frau Lehmann, ... bin ich auf Ihr Stellenangebot für eine/n Mitarbeiter/in aufmerksam geworden. Gerne bewerbe ich mich um die Stelle als … in Ihrem Unternehmen ab Mai / Juni Da man hinter der Anrede ein Komma setzt, schreibt man danach nicht automatisch groß weiter.

Wenn Sie vorab mit einem Mitarbeiter des Unternehmens telefoniert haben, beginnen Sie so: ... vielen Dank für das freundliche und informative Telefonat mit Ihnen vom ... Gerne bewerbe ich mich als …

Danach: eine Leerzeile

2. Jetzt kommt der Absatz mit Ihrer fachlichen Qualifikation: Beispiel: Nach dem erfolgreichen Abschluss meiner Ausbildung zur Steuerfachangestellten war ich mehrere Jahre in einem Steuerbüro angestellt. Dort wurden mir folgende Aufgaben übertragen:

  • Kontieren und Buchen der Belege
  • Erstellen von Einnahme-/Überschuss-Rechnungen und Bilanzen

Bitte beschränken Sie sich dabei auf die Kompetenzen, die das neue Unternehmen sucht!

Dann wieder eine Leerzeile.

3. Es folgt der Absatz zu Ihren sozialen Kompetenzen, beispielsweise: Als ausgebildete Altenpflegerin verfüge ich über ein hohes Maß an Empathie und eine gut organisierte Arbeitsweise. Auch ein hohes Arbeitsaufkommen bewältige ich kompetent und gewissenhaft.

Wichtig: Schreiben Sie bloß nicht, dass Sie zuverlässig und pünktlich sind! Das ist auf dem Arbeitsmarkt selbstverständlich und erfordert keine gesonderte Betonung.

Eine Leerzeile

4. Sie wollen zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Also schreiben Sie das genau so:
Beispiel: Auf Ihre Einladung zum Vorstellungsgespräch freue ich mich.
oder: Ihrer Einladung zum Vorstellungsgespräch sehe ich erwartungsvoll entgegen.

Wenn das neue Unternehmen verlangt, dass Sie einen Gehaltswunsch angeben, können Sie das hier unterbringen.
Beispiel: Während des Vorstellungsgesprächs, auf das ich mich bereits jetzt freue, können wir auch über meine Gehaltsvorstellung von XXXX Euro monatlich sprechen.

Fast geschafft! Es folgt nach einer Leerzeile:

Mit freundlichen Grüßen / Mit freundlichem Gruß aus Passau / Freundlich grüßt Sie

und dann - auf dem ausgedruckten Anschreiben - Ihre von Hand geschriebene Unterschrift (in einer E-Mail können Sie natürlich nicht von Hand unterschreiben). Wichtig: Vorname und Nachname, und zwar lesbar! Bitte kein Professoren-Gekrakel oder ein von Schnörkeln umrahmter Name. Die Unterschrift auf dem Anschreiben muss nicht der im Personalausweis entsprechen. Bis jetzt hat noch niemand die Unterschrift beim Vorstellungsgespräch mit Ihrer Unterschrift auf dem Ausweis abgeglichen, oder?

Unter die Unterschrift (nach vier Lehrzeilen) setzen Sie das Wort "Anlage/n" Manche Bewerber schreiben unter ihre Unterschrift noch einmal ihren Namen. Früher war das verpönt (ist doch klar, dass Sie unterschrieben haben und nicht Ihr Anwalt), aber mittlerweile ist das OK.

Geschafft!

Zum Schluss: Das Anschreiben liegt nicht mit in der Bewerbungsmappe, sondern wird immer obenauf gelegt.

Fazit zum Bewerbungsanschreiben

Wenn Sie ein paar Dinge bei dem Anschreiben Ihrer Bewerbung beachten, dann ist dies gar nicht so schwer. Benutzen Sie diese Schritt für Schritt-Anleitung, um Ihr eigenes Bewerbungsanschreiben zu erstellen.

Alternativ können Sie dies auch bei verschiedenen Diensten im Internet machen. So ist das Erstellen einer Bewerbung inkl. eines Bewerbungsanschreibens zum Beispiel über JEDDiT kostenlos möglich. Dort erhalten Sie dann auch eine Bewerbungswebseite, die Sie für Ihre Bewerbung nutzen können.

Viel Erfolg!

Autor seit 4 Jahren
33 Seiten
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