Let´s do the Baby-Walk - Vorbemerkung

Dies ist eine kleine Zusammenfassung in Bezug auf das Stillen eines Neugeborenen. Es ist kein Anspruch auf Vollständigkeit; dafür gibt es sehr gute Bücher. Aber: Viele Mütter lassen sich verunsichern durch Zeitangaben wie: "nur alle 4-6 Stunden stillen" oder durch Bemerkungen wie: "Hast Du überhaupt genug Milch, wenn es so oft kommt und saugen will?"

Die erste Bemerkung kommt oft dadurch zustande, dass Kinder, die mit der Flasche aufgezogen werden, tatsächlich pünktlich in diesem Zeitrahmen erst ihre Milch brauchen, weil diese sehr kohlenhydratreich und daher auch übersättigend ist.
Muttermilch dagegen kann nie nachgeahmt werden - weder in ihrer Konsistenz noch in ihrer Zusammensetzung. Denn während des Stillvorganges selbst ändert sie sich je nach Bedürfnis des Babys...
Ich möchte Mut machen, auf Ihr Kind und sich selbst zu hören - und es so oft anzulegen wie notwendig. Das kann bereits nach 2 Stunden sein, in den Spitzenzeiten, sprich, in den Wachstumsphasen. Doch erst einmal von vorne...

 

Die ersten Minuten nach der Geburt

Nach den ersten Augen-Blicken ist ein Phänomen der ersten Lebensminuten das Greifen, Fassen und Saugen des Babys. Blindlings schnappt es in den Armen der Mutter nach deren Brust. Nur wenige Kinder mögen für's erste ihre eigenen Finger anstatt der Brustwarze.
An der mütterlichen Brust angekommen, saugt es intensiv und regt somit die erste Milch an. Viele Babys möchten in den ersten 24 Stunden nur zwei bis dreimal gestillt werden. Das Saugen-wollen an sich ist ein Bedürfnis noch aus dem Mutterleib, eine Gewohnheit, die nichts mit Hunger zu tun haben muss. Diesem Saugbedürfnis kann die Mutter mit Schnuller, sauberen Fingern, dem Fäustchen des Babys oder einem Seidepüppchen (ein hygienisches Schmuse- und Lutschtuch) nachkommen.

 

Die ersten Tage

Das Neugeborene trinkt in kurzen Zeitabständen von etwa zwei bis drei Stunden. Der Magen ist noch klein und kann keine allzu großen Flüssigkeitsmengen verdauen. Viele Kinder trinken gierig über das Maß und spucken das Zuviel dann wieder aus - ein natürliches "Überlaufventil". Außerdem ein gutes Zeichen, dass genügend Muttermilch vorhanden ist.

Beobachten Sie das Ausgespuckte - eine Hebamme, die zur Nachsorge kommt, wird feststellen, ob die Menge im normalen Rahmen ist.

Beim Anlegen braucht frau eine sehr bequeme Sitz- oder Liegeposition - letztere seitlich, mit der Brust auf gleicher Höhe wie der Säugling. Beim Sitzen empfiehlt sich oft ein Stillkissen oder ein dickes Kopfkissen, dass auf den Schoß gelegt wird, darauf das Baby. Wichtig ist auch hier die richtige Höhe des Babys, damit die Schultern der Mutter nicht verkrampfen.
Die Lippen des Säuglings müssen die Brustwarze samt Vorhof fassen. Mit der Zunge streicht es dann die Milch während des Saugens aus. Liegt das Baby also mit der Mutter Bauch-an-Bauch, empfiehlt sich nach einer Weile ein Stellungswechsel AN DER GLEICHEN BRUST, nämlich das Baby unter dem Arm der Mutter (Bauch-an-Taille), damit es auch von dieser Seite die Milch ausmassieren kann. Geschieht dies nicht, kann auf Dauer leicht ein schmerzhafter Milchstau entstehen.

Oft wird der Säugling an die zuletzt getrunkene Brust gelegt (noch "halbvoll"), dann erst an die volle andere Brust. Dagegen ist nichts einzuwenden - will frau jedoch die Milchproduktion anregen, weil das Baby wächst und öfter trinken möchte, empfiehlt sich das umgekehrte Verfahren: Zuerst an die ganz volle Brust, dann an die andere. Es spricht außerdem nichts dagegen, das Kleine nach zwei Brustmahlzeiten nochmals an die erste Brust anzulegen usw. - bis es satt ist. So wird die Milch angeregt und nach einer Weile pendelt sich wieder ein neuer Rhythmus ein (siehe unten).

Die erste Milch, die Baby heraussaugt, dient der Stillung des Durstes. Oft verschlucken sich die Kleinen vor Gier und Hast bei dem ersten Ansaugen, doch sobald der Durst gestillt ist, erhalten sie, wenn sie hartnäckig weitersaugen, die gehaltvolle "dickere" Milch aus den hinteren Regionen der Mutterbrust.

 

Die ersten sechs Wochen

Das Baby wächst und hat ein vermehrtes Saug- und Trinkbedürfnis, wird also aus dem soeben sich eingependelten Rhythmus kommen, um öfter angelegt zu werden. Gut für die mütterliche Brust: Die Milchproduktion steigt mit der Häufigkeit, mit der der Säugling angelegt wird. Nach ca. 2 weiteren Wochen hat sich dann wieder ein Rhythmus eingependelt. Überhaupt ist es wichtig, auf die Nachfrage stets einzugehen, nur so kann das Angebot von der Brust geregelt werden.
Dabei kann es passieren, dass nach erfolgreicher Milchanregung das Kleine zufrieden den nächsten "Zeitpunkt" verschläft und die Brust spannt. Sollte dies auszuhalten sein, dann beim nächsten Stillen unbedingt zuerst die volle Brust reichen, dann erst die "halbvolle", die beim letzten Mal "angetrunken" war.
Um einem sehr schmerzhaften Milchstau vorzubeugen, hilft es oft schon, die betreffende Stelle vorsichtig zu massieren und auszustreichen, zur Brustspitze hin, so dass auch etwas Milch austreten kann. Sollte es allzu schlimm sein, schnell unter eine warme Dusche und die Milch ausstreichen, bis es nicht mehr schmerzt. Eine Wärmelampe tut ebenfalls Wunder.
Keine Angst: Baby hat bei der nächsten Mahlzeit trotzdem genügend Milch!

 

Die ersten Monate

Die nächste Wachstumsphase mit ca. 3-4 Monaten hat wiederum Auswirkungen auf die notwendige Milchproduktion. Das Baby trinkt in kürzeren Abständen, somit ist das Angebot mit der Zeit wieder gesichert.

Ab ca. 6 Monaten ist der kleine Bauch bereit, andere Nahrung zu sich zu nehmen (führende Babygläschen-Hersteller gehen von 4 Monaten aus, der Grund dafür ist jedoch offensichtlich). Selbst hergestellte Babynahrung ist kostengünstig und vor allem weiß man, was verwendet wurde.

 

Babygeschenke

In den ersten Tagen und Wochen brauchen Eltern und Baby Zeit für sich, um zueinander zu finden, einen neuen Alltag zu kreieren und sich kennenzulernen. Trotzdem bleiben sie nicht aus und sollen auch genossen werden: Die Geschenke anläßlich der Geburt oder auch der Taufe, je nachdem.
Süße Geschenkideen für die erste Zeit sind zum Beispiel gestrickte Babyschühchen, Babyfäustlinge, aber auch kleine Namensketten, Holzdöschen für den ersten Zahn oder die erste Locke. Die Mutter sollte jedoch auch nicht vergessen werden - sie freut sich vielleicht über einen leckeren Milchbildungstee, ein wohltuendes Verwöhnbad oder einen Gutschein über 1h Zeit für sich, in der der Schenkende das Baby im Kinderwagen spazieren führt... Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf. Weitere Geschenkideen für jedermann gibt ebenfalls hier: www.geschenke-handgemacht.com

handsup, am 17.07.2011
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Bild: clker.com (Wer gute Beziehungen möchte, sollte "Giraffensprache" sprechen: Gew...)
Kahei (Weihnachtsgeschenke für Dreijährige – bauen, malen, vorlesen)

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