Die Gastritis oder Magenschleimhautentzündung

Häufig steckt jedoch hinter Magenschmerzen und Verdauungsproblemen etwas anderes. Die Gastritis, die Magenschleimhautentzündung, wird besonders in ihrer chronischen Form oft nicht erkannt. Zu diffus und unspezifisch sind die Symptome einer Magenschleimhautentzündung. Verdauungsprobleme und Magenbeschwerden sind jedoch nicht normal, sie sollten ernst genommen und von einem Arzt untersucht werden.

 

Was sind die Symptome einer Magenschleimhautentzündung?

Zunächst einmal unterscheiden Mediziner zwischen einer akuten und einer chronischen Magenschleimhautentzündung. In beiden Fällen ist die Magenschleimhaut geschädigt und entzündet. Häufige Symptome einer Magenschleimhautentzündung sind Magenschmerzen, Übelkeit, Sodbrennen, Blähungen und/oder ein aufgeblähter Bauch, Völlegefühl nach dem Essen bis hin zu Erbrechen, allgemeiner Schwäche und Appetitlosigkeit. Einige Patienten klagen sogar über Kopfschmerzen. Eine ständig belegte Zunge und Mundgeruch können ebenfalls Symptome einer Magenschleimhautentzündung sein. Bei der akuten Gastritis treten diese Symptome wesentlich stärker und vor allem auch direkt nach dem Essen auf. Während bei einem Magengeschwür die Schmerzen im nüchternen Zustand schlimmer sind, ist dies bei einer akuten Gastritis in der Regel umgekehrt. Eine Magenschleimhautentzündung ist keine harmlose Krankheit. Während sie im Anfangsstadium schnell abheilt, sobald die Ursache beseitigt ist, kann es im schlimmsten Fall sogar zu einer Blutung der Magenschleimhaut kommen.

Die Ursachen einer Magenschleimhautentzündung

Eine Magenschleimhautentzündung kann verschiedene Ursachen haben. Medikamente, Alkoholmissbrauch, unregelmäßige Mahlzeiten in Verbindung mit Stress sind nur einige der möglichen Ursachen. Die chronische Gastritis wird anhand ihrer Ursachen in drei Typen unterteilt.

Typ-A-Gastritis

Diese Form der Magenschleimhautentzündung kommt eher selten vor. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, bei welcher der Körper Antikörper gegen die Magensäure produzierenden Zellen entwickelt. In der Regel zeigt sich bei Patienten, die von dieser Form der Magenschleimhautentzündung betroffen sind, auch ein Vitamin B12 Mangel.

Typ-B-Gastritis

Diese Form der Gastritis ist mit 85 % der Erkrankungen die häufigste Form. Als Ursache gilt das Bakterium Helicobacter pylori, das den Stoffwechsel der Magenschleimhaut stört. Allerdings führt das Vorhandensein des Erregers nicht zwangsläufig zu einer Magenschleimhautentzündung. Man schätzt, dass ca. 60 % der Menschen den Erreger Helicobacter pylori in sich tragen, wobei nur ein Teil an einer Gastritis erkrankt.

Typ-C-Gastritis

Diese Form der Gastritis nimmt stetig zu. Sie wird auch als chemische Gastritis bezeichnet, da sie durch eine Dauerreizung der Magenschleimhaut durch chemische Substanzen entsteht. Dazu gehören Schmerzmittel und andere Medikamente ebenso wie Alkohol oder Nikotin. Immer häufiger erkranken auch junge Frauen an einer chronischen Magenschleimhautentzündung. Die Ursache liegt häufig in einem gestörten Essverhalten. Essstörungen wie Magersucht oder Bulimie können ebenfalls zu einer Magenschleimhautentzündung führen. Auch der ständige Wechsel zwischen Fasten und Essanfällen sowie extreme Diäten können die Magenschleimhaut schädigen.

Angela Michel

 

Autor seit 5 Jahren
1023 Seiten
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