Abenteuer unter Wasser

Die Reisebranche am Roten Meer, insbesondere in Ägypten, hat das Potenzial des Unterwasser-Tourismus, wenn man es denn so bezeichnen darf, früh erkannt. Daraus resultiert ein breit gefächertes Angebot von Hotels und Tauchschulen, das sich in den Katalogen der Reiseveranstalter immer öfter als Tauchsafari widerspiegelt. Ob ein solches Rundumpaket auch für Einsteiger geeignet ist, sollte vorab geklärt werden. Denn längst jeder traut sich gleich am zweiten Tag zu, in ungeahnte Tiefen vorzudringen und dort plötzlich von Angesicht zu Angesicht mit einem Hai zu tauchen. Das Passende zu finden, dürfte allerdings nicht allzu schwer zu sein. Denn es mangelt weder an Tauchspots, noch an versierten Begleitern, die ihren Gästen das Tor zur Unterwasserwelt ganz weit öffnen.

Tauch-Ziele für Anfänger

Relativ weit oben auf der Beliebtheitsskala stehen Tauschplätze an der Küste vor Aqaba. Hier reiht sich ein mögliches Ziel an den nächsten Spot und kommen neben Tauchern auch Urlauber auf ihre Kosten, die einfach nur schnorcheln wollen. Anfängern wird vor allem das König Abdullah Riff ans Herz gelegt, weil es sich um einen vergleichsweise ruhigen Tauschplatz handelt, bei dem in 13 Metern Tiefe unter anderem Rochen, weiße Muränen, Drücker- und Skorpionfische entlang der Korallenriffe zu entdecken sind. Ähnlich verhält es sich bei den Japanese Gardens. Auch hier handelt es sich um ein eher seichtes Teilstück mit Falter- und Feuerfischen sowie einer Vielzahl an Korallen.

Hammerhaie bei Daedalus

Weitere Paradiese für Taucher finden sich im Nationalpark Ras Mohammed und in der Straße von Tiran. Interessant ist diese Region des Roten Meeres vor allem aufgrund der Wracks, von denen einige inzwischen nicht nur durch das Wasser, sondern auch die vielen Taucher gelitten haben. Das ist eine der Schattenseiten des Tourismusbooms. Nichtsdestotrotz lohnen sich auch hier Tauchgänge, etwa am Shark oder am Yolanda Reef. Echte Profis, die sich nicht nur bei Wassertemperaturen von über 30 Grad ins Meer wagen, schwören auf das Tauchgebiet namens Daedalus und verbringen hier gleich mehrere Tage auf einem Schiff. Statt wie bei einer Safari von Spot zu Spot zu schippern, kosten sie die eine Stelle vollends aus. Als Krönung gilt in dem Fall, in großer Tiefe auf einen der Hammerhaie zu treffen. Bildnachweis: Dereck Keats / Wikimedia Commons

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