Benötigtes Material

Sie können einen Teddybären ganz traditionell aus echtem Mohair nähen und mit mundgeblasenen Glasaugen ausstatten, oder sie verwenden Webpelz oder Stoffreste und Knöpfe für die Augen. In jedem Fall benötigen Sie zwei verschiedene Stoffarten. Einen (langflorigen) für Körper, Kopf, Arme und Beine und einen kleineren (eher glatten) Stoffrest für die Sohlen und Tatzen.

Weiters werden benötigt:

  • 10 Pappscheiben (oder Sperrholzscheiben), 10 Beilagscheiben aus Metall und 5 Splinten für die Gelenke
  • Polyesterwatte, Rohschafwolle oder Holzwolle zum Ausstopfen
  • Zange, Stecknadeln, Polsternadel, Nähnadel, Filzstift, reißfestes Garn und schwarzes Stickgarn (für die Nase).
  • Eine Nähmaschine ist hilfreich, grundsätzlich können alle Nähte aber auch von Hand durchgeführt werden.

Bilder, Schnitt und Entwurf: Monika Unger

Zuschneiden der Teile

Der Schnitt (Original A4) kann auf jede beliebige Größe vergrößert oder verkleinert werden. Die Größe der benötigten Gelenkscheiben ist aus dem Schnitt abzumessen. Alle Teile des Schnitts werden am Besten so oft ausgeschnitten, wie sie benötigt werden. Gerade bei den Beinen und Armen ist besonders darauf zu achten, zwei gegengleiche Teile auszuschneiden. Damit dem Teddy am Ende nicht die Haare zu Berge stehen ist die Strichrichtung des Felles zu beachten (am Schnitt mit Pfeilen gekennzeichnet). Alle Schnitt-Teile werden auf den Stoff gelegt. Jeder Teil erhält 0,5 cm Nahtzugabe. Die Sohlen und die Tatzen werden aus einem anderen Stoff zugeschnitten. Sind alle Teile richtig auf dem Stoff aufgelegt, werden die Umrisse mit Filzstift nachgezeichnet (inkl. der Markierung für die Gelenke). Beim Ausschneiden der Teile muss darauf geachtet werden, dass der Flor nicht abgeschnitten wird. Die Spitze der Schere daher unter die Mohairhaare führen, so dass wirklich nur das Gewebe getrennt wird.

Schnitt für einen nostalgischen ...

Schnitt für einen nostalgischen Teddybären (Bild: Monika Unger)

Nähen des Bären

Beine: jeweils ein rechtes und linkes Teil rechts auf rechts (Mohair innen) aufeinander legen, von der Zehenspitze bis zur Ferse mit Stecknadeln feststecken und genau auf der aufgezeichneten Linie nähen. Beim Nähen nicht vergessen am Oberschenkel eine Öffnung für das Einsetzen des Gelenkes zu lassen.

In die untere Beinöffnung – von Ferse bis Zehe – muss nun das Sohlenteil rund eingesetzt werden, dies ist leichter per Hand zu nähen. Danach kann das Bein gewendet und ausgestopft werden. Wenn das Bein bis zur Hälfte gestopft ist, wird das Gelenk eingesetzt. Dazu eine Pappscheibe, eine Beilagscheibe und eine Splinte so von innen an der bezeichneten Stelle durch das Material stecken, dass an der Außenseite das offene Ende der Splinte zu sehen ist. Das Teil fertig stopfen und restliche Öffnung mit Matratzenstichen zunähen. Das zweite Bein wird gegengleich gearbeitet.

Arme: Die Tatzen an die inneren Armteile nähen, dann jeweils einen inneren und einen äußeren Arm rechts auf rechts zusammen nähen. An der rückwärtigen Oberseite wieder eine Öffnung für das Gelenk offen lassen. Die Fertigstellung (Stopfen, Gelenk einsetzen) erfolgt wie bei den Beinen beschrieben.

Körper: Die Teile rechts auf rechts zusammen nähen, am Rücken eine größere Öffnung für die Montage der anderen Teile offen lassen. Vor dem Wenden die Löcher für die Gelenke kennzeichnen.

Kopf und Ohren: Die Ohren werden rechts auf rechts zusammen genäht und gewendet. Die untere Kante bleibt offen. Die seitlichen Kopfteile werden von der Nasenspitze bis zum Hals zusammengenäht, dann kann das mittlere Kopfteil eingesetzt werden. Dabei wird jeweils von der Nase bis zum Hals gearbeitet. Die Halsöffnung bleibt zum Stopfen offen. Wenn der Kopf fest gestopft ist, wird in die Halsöffnung ein Gelenk eingesetzt (Pappscheibe, Beilagscheibe, Splinte). Mit einem festen Faden kann die Halsöffnung dann zugezogen und vernäht werden. Das lange Ende der Splinte steht aus dem Kopf heraus.

Zusammensetzen der Teile

Nun werden alle Teile am Körper befestigt. Dazu werden auf der Innenseite des Körpers wieder Pappscheiben und Beilagscheiben benötigt, durch diese werden die Splinten der entsprechenden Körperteile  gesteckt. Die Splinten werden dann mit einer Rundzange schneckenartig aufgerollt und festgezogen. Die Gelenke sollten eher streng zu bewegen sein, damit der fertige Bär seine Pose halten kann. Wenn alle Arme, Beine und der Kopf in gleicher Weise befestigt sind, kann der Körper gestopft und zugenäht werden.

Fertigstellung des Bären

Nun erhält der Bär sein Gesicht und damit sein individuelles Aussehen. Die Ohren werden per Hand an den Kopf genäht, dabei werden die offenen Kanten eingeschlagen. Die Ansatzlinie ist gebogen, damit die Ohren kleine Muscheln formen.

Die Augen sind wesentlich für den Gesichtsausdruck des Bären. Um die Ansatzstelle der Augen zu bestimmen daher beide Augen probeweise feststecken. Einen reißfesten Faden doppelt durch die Ösen der Augen führen und mit einer langen Polsternadel genau an der Stelle einstechen, an der das Auge sitzen soll. Die Nadel schräg durch den Kopf bis zum Halsansatz führen. An der Austrittsstelle wird der Faden vernäht und verknotet. Für eine natürliche Wirkung und tiefliegende Augen muss der Faden sehr fest angezogen werden.

Die Nase und das Maul werden mit schwarzem Stickgarn entsprechend der Zeichnung auf dem Schnitt gestickt.

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