Minze

Die Pfefferminze ist das wohl klassischste und bekannteste Kraut, wenn es um Tee geht. Sie wächst in Kübel, Balkonkasten und auch im Freiland. Sie ist mehrjährig und winterhart. Vor allem im Freiland ist sie stark wüchsig und wuchert regelrecht. Sie benötigt lediglich viel Wasser, ist ansonsten aber sehr anspruchslos und verzeiht auch Pflegefehler.

Einen intensiven Geschmack bietet die marokkanische Minze, sie ist mittlerweile zu einer der beliebtesten Minzsorten geworden. Aber auch viele andere Minzen erfreuen das Herz eines jeden Minze-Liebhabers. Orangenminze, Schokoladenminze, Erdbeerminze, Ananasminze.... das sind nur ein paar Beispiele für die reichhaltige Vielfalt dieses Krautes.

Minze eignet sich für einen Kaltauszug im Sommer, beispielsweise mit Zitrone als Limonade. Dafür genügt es, einen Zweig Minze in Leitungs- oder Sprudelwasser zu geben und das ganze einige Stunden im Kühlschrank ziehen zu lassen.

Für den Winter lässt sich von der wüchsigen Pflanze viel ernten und trocknen. Die getrockneten Blätter ergeben in der kalten Jahreszeit einen wohltuenden Tee, eine Handvoll getrockneter Minzblätter pro Kanne ist dabei ausreichend.

Zitronenmelisse und Zitronenverbene

Für den zitronigen und erfrischenden Geschmack eignen sich Zitronenmelisse und Zitronenverbene. Zitronenverbene stammt aus Südamerika und ist wärmeliebend und daher nur bedingt winterhart. Sie gedeiht aber wunderbar im Kübel in der Wohnung. Die Blätter verlieren auch durchs Trocknen kaum von ihrer Intensität und sind daher für den Wintervorrat an Tee bestens geeignet. 

 

Zitronenmelissse

Auch die Zitronenmelisse ergibt einen herrlich zitronigen Geschmack, nicht nur in Dessert sondern auch in Limonade und Tee. Geerntet werden sollten die Blätter aber unbedingt vor ihrer Blüte. Sie sind prima zu trocknen und eine Pflanze kann eine große Ernte bringen. Hier oben im Bild: meine Zitronenmelisse, 2 Jahre alt, strebt offensichtlich die Weltherrschaft an.

Salbei, Fenchel und Co.

Einige Küchenkräuter, die wir auch im Essen schätzen, sind als Tee ebenso gut geeignet. Oftmals schreiben wir ihnen sogar eine heilende Wirkung zu. So soll Fenchel bei Magen-Darm-Beschwerden helfen, Salbei bei Halsschmerzen und bei Problemen im Mund- und Rachenraum.

Beide Kräuter gehören in jedes Kräuterbeet, können aber auch auf der Fensterbank oder im Topf gezogen werden.

Beeren und Früchtetee

Zugegeben, so ein Holunderbaum wächst nicht mal eben im Blumenkasten und auch nur selten im eigenen Garten. Vom Spaziergang lassen sich die Blüten aber sicher mal mitbringen und trocknen - für Sirup oder eben auch Tee. Gleiches gilt für Blätter von Brombeer- oder Himbeersträuchern, aus deren frischen oder auch getrockneten Blättern sich ein herber Tee herstellen lässt. 

Im Selbstversuch habe ich nun auch mal einen Teil der überschüssigen Ernte der Beeren (hier Johannisbeeren) portionsweise eingefroren. Einen solchen Eiswürfel kann ich im Winter dann in eine Kanne frisch gebrühten Melissentee (siehe oben) geben für die fruchtige Note.

Weitere Pflanzen aus Haus und Garten

  • Ungeliebt, aber lecker: die Brennnessel. Das Unkraut kann man gut verzehren in Salaten oder eben auch im Tee. Die Ernte sollte mit Handschuhen erfolgen und dann auch nur die frischen Blätter und Triebspitzen.
  • Rosenblätter
  • Indianernessel
  • verschiedene Malvengewächse z.B. Roselle (Hibiskus), wilde Malve
  • Lavendel
  • Kamille
  • Thymian
  • Ringelblume
Sonja, am 13.08.2020
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Autor seit 8 Jahren
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