Pads oder Kapseln?

Auf den ersten Blick mag die Vielfalt von Anbietern und Systemen verwirren. Prinzipiell lassen sich jedoch zwei grundlegende Systeme unterscheiden.

Während Nestlé mit seiner Marke Nespresso auf in kleinen Aluminiumkapseln portionierten Kaffee setzt, lancieren Melitta oder eben Philips auf sogenannte Pad: Hierbei wird der Kaffee in flache Filterbeutelchen portioniert.

Die Qual der Wahl

Wie schon im Fall unterschiedlicher Videoformate in den 1980er Jahren, legt sich der Konsument mit der Wahl für ein System fest, ob er künftig Kapseln oder Pads verwenden kann. Eine Nespresso- Kaffeemaschine kann mit einem Senseo-Kaffeepad ebenso wenig anfangen, wie eine Senseo-Kaffeemaschine mit einer Nespresso-Kapsel.

Einfache Bedienung der Senseo-Kaffeemaschine

Die Befürchtung, sich durch ein ziegelsteindickes Handbuch ackern zu müssen, sobald man ein neues Gerät erwirbt, kann zerstreut werden. Im Prinzip funktioniert eine Senso-Kaffeemaschine wie ein herkömmlicher Kaffeeautomat. Man füllt zunächst die gewünschte Menge Wasser in einen (abnehmbaren) Wassertank. Dann schaltet man die Maschine ein, die nach ca. einer halben Minute einsatzbereit ist.

Das Kaffeepad wird in einen Padhalter eingelegt und der Deckel geschlossen. Je nach gewünschter Menge kann man eine oder zwei Tassen zum Auffangen des Kaffees unter den Padhalter platzieren und muss nur noch den Knopf zur Zubereitung drücken.

Breite Auswahl, stets gleichbleibende Kaffee-Qualität

Geeignete Kaffeepads gibt es in allen Supermärkten, wobei die Produktpalette stetig zunimmt. Renommierte Hersteller wie Jacobs sind auf den fahrenden und lohnenden Zug aufgesprungen und bieten entsprechende Pads an.

Neben "normalen" Kaffeesorten gibt es inzwischen auch diverse Geschmacksrichtungen wie Vanille oder Schokolade, sowie spezielle Pads mit integriertem Milchpulver zur Herstellung eines Cappuccinos. Dennoch heißt es aufpassen, da manche Pads, etwa von Melitta, nicht zu den Senseo-Kaffeemaschinen kompatibel sind, was aber auf den jeweiligen Packungen vermerkt ist.

Einer der Vorteile vorportionierten Kaffees liegt auf der Hand: Jede Tasse schmeckt auf Grund der exakten Dosierung gleich.

Einfache Reinigung

Die meisten leicht verschmutzenden Teile lassen sich abnehmen und sind spülmaschinengeeignet. Somit ist die Reinigung ein Kinderspiel. Allerdings sollte man nicht darauf vergessen, die Maschine regelmäßig zu entkalken. Ein weiterer Pluspunkt ist die Abschaltautomatik, die nach einer Stunde das Gerät abschaltet.

Ideal für Singles

Die Senseo-Kaffeemaschinen eignen sich ideal für Single-Haushalte oder für Leute, die mal eben rasch zwischendurch eine Tasse genießen möchten.

Möchte man für die ganze Familie Kaffee machen, ist dies natürlich auch möglich, erfordert aber ungleich mehr Zeit und Aufwand als mit einer herkömmlichen Filtermaschine oder einem Kaffeevollautomaten.

Fazit über Senseo

Nicht unerwähnt bleiben darf der relativ günstige Preis, der für ein (völlig ausreichendes) Basisgerät bei deutlich unter hundert Euro liegt, wohingegen die Geräte anderer Kaffeesysteme meist sehr viel teurer sind.

Die große Auswahl an Sorten, sowie die Verfügbarkeit in fast allen Supermärkten oder der Bezug über Online-Anbieter wie Amazon machen dieses System zum wohl Bequemsten überhaupt.

Freilich liegt der Preis einer Tasse Kaffee bei einem Pad-System immer noch signifikant über dem eines mit herkömmlichem Filterautomat gewonnenen Kaffees und ist zumindest finanziell für Kaffee-Tiger nicht die günstigste Lösung.

Und nicht zu vergessen: Es ist auch buchstäblich eine Frage des Geschmacks, welchem System man den Vorzug geben möchte. Testen Sie am besten selbst, welches System Ihren Gaumen am meisten verwöhnt.

Nikakoi, am 27.11.2013
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