Kinderseelen können so verletzlich sein!

Tipp 1: Eine konsequente Erziehung zahlt sich aus!





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Eine konsequente Erziehung zahlt sich aus! Nicht ungewöhnlich sind solche Situationen: Beim Einkaufen im Supermarkt legt sich der Filius oder die Filia wutentbrannt auf den Boden und schreit lauthals: Ich WILL…..

Solche Situationen sind für viele Mamas und Papas peinlich, sollten sie aber nicht sein. Das Grundproblem für diese Peinlichkeit ist für viele die Frage:

"Was denken denn jetzt die Leute von mir und meinem Schreihals?"

Ich kann mich an eine ähnliche Situation erinnern als meine Tochter im Alter von 3 Jahren war.
Wir waren einkaufen und sie wollte unbedingt diese bunten Smarties haben. Als ich verneinte, fing sie an Wutentbrannt zu schreien und nach einem nochmaligen NEIN legte sie sich auf den Boden und schrie lauthals weiter. Natürlich war mir das auch unangenehm, weil der Supermarkt sehr gut besucht war.

Die Leute starrten in unsere Richtung! Es war um die Mittagszeit, der Markt war nicht von Berufstätigen besucht, sondern es kauften viele Mütter und Rentner ein. Ich versuchte mit gutem Zureden zu erklären, dass ich die Süßigkeit nicht kaufen würde, weil wir gerade zu Mittag gegessen hätten. Danach setzte ich meinen Einkauf fort und hatte sie immer im Blickfeld. Als das Geschrei immer lauter wurde und sogar die Musik im Supermarkt übertönte, wurde es mir doch langsam mulmig. Ich überlegte: "Soll ich jetzt doch nachgeben", damit sie aufhört zu schreien, oder soll ich bei meiner Strategie bleiben.

Als ich mir von einigen Leuten die Kommentare "Rabenmutter" anhören musste, war ich kurz davor nachzugeben. Aber letztendlich habe ich mir gesagt: "Mein Ding ziehe ich jetzt durch." Meine Tochter lag immer noch auf dem Boden, starrte die Smarties an und wartete darauf, dass ich sie in unseren Einkaufwagen packe. Ich stand am Regal daneben und überlegte, welche Joghurts ich für den nächsten Tag mitnehme.

Die Kommentare schallten immer noch in meinen Ohren und ich wünschte mir nichts sehnlichster als das Beenden des Supermarktbesuches!!

Tipp 2: Erziehen Sie mit Liebe und Wertschätzung!

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Ich konnte meinen Erziehungsstil festigen, weil ich nicht nachgegeben habe. Als ich meine Artikel im Wagen verstaut hatte, lief ich zu meinem schreienden Kind. Die Lautstärke war schon gedämpfter und ich sagte: "So, wir haben jetzt alles im Wagen, was wir für morgen benötigen, wir können jetzt nach Hause fahren." Ich unterbreitete ihr noch den Vorschlag, dass sie noch mit einer Kindergartenfreundin heute Mittag spielen könnte. So schnell ist die kleine Dame noch nicht aufgestanden und ich war eigentlich auch sehr froh, dass wir diesen Markt endlich verlassen konnten. Im Auto bin ich nochmals kurz auf die Situation eingegangen, habe ihr meine Sichtweise Altersgerecht erklärt und siehe da, eine solche Situation ist nie wieder aufgetreten. Sie hat gelernt, dass man nicht alles haben kann und die zukünftigen Shoppingtouren verliefen etwas entspannter.

Kinder wachsen heute in einer so üppigen Konsumgesellschaft auf, die Geschäfte sind voll von verlockenden Dingen, aber brauchen Kinder all diese teilweise unnützen Gegenstände. Meistens sind sie einige Zeit nach dem Kauf nicht mehr interessant und landen irgendwann in einer trostlosen Ecke im Kinderzimmer. Viele Eltern vertreten die Meinung: "Mein Kind soll es besser haben." Aber was bitteschön hat denn Liebe mit Konsequenz zu tun?

  • Eine liebevolle Erziehung zu seinem Kind bedeutet sich Zeit zu nehmen für seine Sorgen

  • Ihm fördernd zur Seite zu stehen bei seiner körperlichen und geistigen Entwicklung

  • Liebe bedeutet es in den Arm zu nehmen, auch wenn es mal nicht so klappt in der Schule

  • Liebe bedeutet es zu einer lebensbejahenden und selbstbewussten Persönlichkeit zu erziehen

Tipp 3: Zeigen Sie Grenzen auf in der Erziehung!

Viele Eltern machen den unverzeihlichen Fehler, dass sie diese Grenzen in der Erziehung nicht aufzeigen. Erklärungen, warum dies und jenes nicht machbar ist, erfordern Zeit und Geduld. Ein Kind zu verwöhnen ist ein sehr bequemer Weg, seine Verantwortung als Erzieher abzugeben. Man muss nicht diskutieren, warum man dies und das nicht akzeptiert, sondern man kann sich bequem auf seine Couch zurück ziehen und den Nachwuchs gewähren lassen.

Es gibt ja in allen Haushalten viele Möglichkeiten die Kinder zu "parken": Vor der Spielkonsole, vor dem Fernseher.oder vor dem PC.

Natürlich ist es heute schwieriger, Kinder zu lebenstüchtigen Menschen zu erziehen. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen machen das nicht einfach.

  • Da ist die Freundin, die jeden Wunsch von den Augen abgelesen bekommt, weil deren Mama den ganzen Tag arbeitet und sie abends zu müde ist, sich noch mit dem Kind zu beschäftigen

  • da ist die bequeme Mutter, die Mittags lieber mit ihren Freundinnen ihre "Kaffeekränzchen" abhält als sich mit ihrem Kind zu beschäftigen.
Zeit haben für Menschen, die einem nahe stehen - Das ist das schönste Geschenk

Tipp 4: Die Vorbildfunktion der Eltern in der Erziehung!

 

 

 

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Die heutige "Spaßgesellschaft" macht unsere Erziehung nicht einfacher!
Bespaßt werden die Kinder an Nikolaus. Da wird schon Wochen vorher nach einem Nikolaus vom Studentenservice Ausschau gehalten. An Geburtstagen kommt der einbestellte Spaßmacher als Clown, der den Kindern seine Späße vorführt oder lustige Geschichten erzählt. Bespaßen hat für mich nichts mit Eigendynamik und eigener Kreativität bei Kindern zu tun, sondern ist der bequeme Weg, seine Verantwortung an Andere zu übertragen: Der Fernseher, der schon mittags läuft und die "Kinderseele" nicht immer erfreut. Der engagierte Clown oder der Nikolaus der sein Ritual bei vielen Familien abspielt und zudem auch nicht schlecht bezahlt wird.

Kinder müssen selbst erleben, was Freude ist:

Ein konsequentes NEIN kann zu einer inneren Verbundenheit zwischen Kindern und Eltern werden.

  • Kinder lernen ihre Eltern als Vorbilder kennen.

Spaß ist nur ein kurzzeitiges Ereignis, dann werden die Erzieher und die Kinder wieder vom Alltag eingeholt. Dann müssen beide Seiten lernen, respektvoll und liebevoll miteinander umzugehen; diese beiden Gefühlsebenen schließen aber eine konsequente Handlung nicht aus.

Wenn Sie, liebe Eltern von Klein auf diesen Stil prägen, werden SIE Ihren Nachwuchs zu lebenstüchtigen Menschen machen.

Erklären Sie Ihren Kindern ihre Handlungsweisen und hören Sie ihnen zu, damit ein ständiger reziproker Austausch in ihrer Familie stattfindet. Es ist selbstredend, dass Vater und Mutter an einem Strang ziehen!

Gefühle sind wichtig, auch Zorn und Ärger!

http://www.oldskoolman.de/

sissilu, am 12.07.2012
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Bild: clker.com (Wer gute Beziehungen möchte, sollte "Giraffensprache" sprechen: Gew...)
Kahei (Weihnachtsgeschenke für Dreijährige – bauen, malen, vorlesen)

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