Fasten und Entschlacken

Fasten und Entschlacken ist in erster Linie etwas für Menschen, die entweder übergewichtig sind oder ihre Ernährung umstellen möchten. Aber auch Normalgewichtige können auf diesem Weg einen Beitrag zur Gesundheit leisten. Menschen mit chronischen Erkrankungen profitieren ebenfalls von Fastenkuren. Insbesondere Personen mit Allergien, Rheuma und chronischen Erkrankungen können so ihre Heilungschancen verbessern. Indikatoren für eine Entschlackungskur sind ständige Müdigkeit, Infektanfälligkeit und chronische Magen- und Darmbeschwerden. Beim gesunden Menschen sind vor Beginn einer Fastenkur in der Regel keine besonderen Untersuchungen erforderlich. Personen, mit den oben erwähnten Erkrankungen sollten unbedingt einen Arzt oder Heilpraktiker aufsuchen. Während einer Schwangerschaft und Stillzeit sollte nicht gefastet werden. Auch Untergewichtigen und Menschen mit Eßstörungen ist unbedingt von Entschlackungskuren dieser Art abzuraten. 

Fastenmethoden - Heilfasten - F. X.-Mayr Kur - Basenfasten

Bei den oben erwähnten Fastenmethoden steht der Magen-Darm-Trakt im Mittelpunkt des Interesses. Über diesen gelangen fast alle lebensnotwendigen Stoffe in den Körper, zudem ist der Magen-Darm-Trakt ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems.

Heilfasten

Das Heilfasten zählt zu den radikalen Fastenmethoden. In einem begrenzten Zeitraum von 5 bis 20 Tagen werden nur flüssige Lebensmittel in Form Wasser, Tee, Saft und Brühe aufgenommen. Heilfasten sollte sinnvollerweise in einer Gruppe durchgeführt werden. Hier kann man sich mit Gleichgesinnten austauschen und gegegenseitig unterstützen, außerdem gibt einen Fastenleiter, der mit Rat und Tat zur Seite steht. Einige Tage nach Beginn gelangen Schlacken und sonstige Toxine aus dem Gewebe über die Lymphe in den Blutkreislauf, es kann zu einer Symptomatik mit Kopfschmerzen und Müdigkeit kommen. Später bessert sich der Zustand allerdings wieder. Heilfasten eignet sich nicht für psychisch labile und Personen mit Untergewicht.

F.X. Mayr-Kur

Die F.X. Mayr-Kur beruht ebenfalls auf dem Prinzip der reduzierten Nahrungsaufnahme. Neben Getränken werden trockene Brötchen gegessen, die gut gekaut und anschließend mit Milch heruntergeschluckt werden. Bei Laktoseunverträglichkeit bzw. einer Milcheiweißallergie ist diese Fastenform nicht zu empfehlen.

Basenfasten

Unter dem Begriff "Basenfasten" versteht man eine Ernährungsform, die zu 100 Prozent aus Obst und Gemüse besteht. Beim Basenfasten gibt es zum Beispiel zum Frühstück einen Obstsalat, mittags einen Salat und abends gekochtes Gemüse. Basenfasten ist eine durchaus gesunde Form der Ernährung, viele Teilnehmer nehmen die Rezepte mit nach Hause. Auch Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten profitieren hiervon. Begriffe wie Laktose, Gluten oder Histamin spielen hier keine Rolle. 

Es ist wichtig, bei Anwendung der oben erwähnten Fastenmethoden täglich mindestens zwei Liter Flüssigkeit auf zu nehmen!  

Panchakarma-Kur

Auch in Indien wird dem Entschlacken und Entgiften des Körpers große Bedeutung beigemessen. Ein über jahrtausende erprobtes Verfahren ist die ayurvedische Panchakarma-Kur. Hierbei werden wasser- und fettlösliche Schlacken, Toxine und Schwermetalle  aus dem Körper ausgeleitet. Fünf verschiedene Reinigungsverfahren spielen hierbei eine Rolle, unter anderem eine spezielle Ölmassage mit deren Hilfe das äußere Gewebe (Haut) gesäubert wird und eine Diät, die eine spezifische Darmreinigung einleitet. Es existieren gute Anleitungen, so dass eine Ayurveda-Kur auch zu Hause durchgeführt werden kann. Die Kuren können auch in einigen Gesundheitszentren durchgeführt werden, sind dann allerdings nicht ganz billig.

Heilpflanzen

Verschiedene Heilpflanzen können beim Entschlacken und Fasten unterstützend eingesetzt werden. Die Artischocke Cynara cardunculus enthält Bitterstoffe und regt auf diesem Weg die Verdauung an. Sie ist sekretionsfördernd und leberregenerierend. Aufgenommen wird Cynara cardunculus als Tee oder Fertigpräparat.  Die Mariendistel Silybum marianum enthält den bekannten Inhaltsstoff Silymarin. Silymarin wirkt auf die Leberzellen regenerierend und entgiftet auf diesem Weg dieses Organ. Aufgenommen wird die Pflanze als Teekonzentrat oder Fertigpräparat. Der im Frühjahr blühende Löwenzahn Taraxacum officinale hat einen harntreibenen und gallefördernden Einfluß. Außerdem ist die Pflanze stoffwechselanregend und verdauungsfördernd. Taraxacum officinale kann als Tee, Frischpflanzensaft oder Wildgemüse aufgenommen werden.

harntreibener Löwenzahn

Bewegung und Sport

Bewegung und Sport sind das A und O - wenn es ums Abnehmen und Entschlacken geht. Regelmäßige Bewegung kurbelt den Stoffwechsel an und sorgt für einen stetigen Energieverbrauch. Durch das Schwitzen wird der Körper über die Schweißporen entgiftet. Sport sollte wöchentlich in das Tagespensum integriert werden. Günstige und geeignete Sportarten sind unter anderem das Joggen, Nordic Walking, Radfahren und Schwimmen. Personen mit Vorbelastung sollten allerdings vor Trainingsstart ihren Arzt oder Heilpraktiker konsultieren. 

Mein Artikel kann nicht den Rat eines Arztes oder Heilpraktikers ersetzen!

Ashlie, am 24.02.2012
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