Entwicklung des Tischfussballs

Tischfussball TischTischfussball ist dem echten Fussballspiel nachempfunden. Die Spielgeräte stehen meist in Gaststätten und Jugendheimen, aber auch zunehmend in Privathaushalten. Wie beim Rasenfussball geht es darum, möglichst viele Bälle ins gegnerische Tor zu schießen und die eigene Abwehr zu halten. Tischfussball zu spielen wird auch als "Kickern" bezeichnet. In Österreich setzte sich der Begriff "Wuzzler" für Tischfussball durch.

Die ersten Tische hatten die Stangen noch am Kopfende; wer sie ursprünglich erfunden hat, darüber streiten sich die Geister. Einer der ersten war wohl Lucien Rosengart, ein Mitarbeiter des französischen Automobilherstellers Citroén. Eine andere Theorie besagt, dass der Tischfussball erfunden wurde, um Soldaten nach dem zweiten Weltkrieg zu helfen ihre Hand-Augen-Koordination wiederherzustellen. Es könnte jedoch auch ein Engländer gewesen sein, denn 1922 meldete Harold S. Thornton ein Gerät mit Drehstangen beim Patentamt an. Es sollte jedoch noch dreißig Jahre dauerte, bis sich der Tischfussball allgemein durchsetzte. Heute gibt es Tischfussball Tische für Hobby und Profispieler.

Turniere und Regeln

Erst 1967 kam es, durch eine Initiative der BILD Zeitung, zur ersten Deutschen Meisterschaft im Tischfussball. Zwei Jahre Später gründete sich dann der erste Deutsche Tischfussball Verband, kurz DTFB genannt. In Deutschland war es vor allem der Automatenvertrieb Löwen, der den Profitischfussballsport förderte. Er richtete in den 1980er und 90er Jahren eine überregionale Turnierserie aus. Die "Deutschen Meisterschaften" fanden bis 2001 in Bingen, dem Hauptsitz der Firma Löwen statt. Heute werden die Turnier von der Tischfussballvereinigung Players4Players veranstaltet, einem gemeinnützigen Verein. Eine Reihe von Regeln sind bei Turnieren zu beachten, die aber in den verschiedenen Ligen variieren können. Hier einige der wichtigsten Regeln:

  • Gespielt werden meist zwei Gewinnsätze bis fünf Tore

  • Vor allem sind keinerlei Manipulationen, ob an den Figuren oder am Tisch vorzunehmen (Rütteln, Drehen, usw.)

  • Jeder Ball, der hinter die Torlinie gebracht wird, gilt als Treffer

  • Schießt ein Spieler den Ball aus dem Spielfeld heraus, so bekommt die gegnerische Mannschaft den Ball auf den Torwart.

  • Bevor der Ball ins Spiel gebracht wird, fragt der ballbesitzende Spieler seinen Gegner, ob er bereit ist. Erst wenn dieser das bestätigt, wird das Spiel begonnen.

  • Die Mannschaft, gegen die das letzte Tor erzielt wurde, erhält das Recht, den Ball aufzulegen oder einzuwerfen

  • Wenn der Ball vom Tisch weggeschossen wird, erhält die gegnerische Mannschaft den Ball auf den Torwart

Lilly Andres - Deutsche Weltmeisterin und Vizeweltmeistern
WM in Nantes - Herren Finale - Yousfi (fra) vs. Spredeman (usa)

"Long-Shot Lilly" - Lilly Andres - Weltmeisterin am Kicker Tisch

Lilly Andres ist die Deutsche zweifache Weltmeisterin im Tischfussball. Die gebürtige Mainzerin entdeckte erst relativ spät ihre Liebe zu dieser Sportart, doch sie erlag der Faszination des "Kicker" und gründete sogar ihre eigene Firma: Kivent.

"Kickern ist mein Leben" sagt sie heute, und wer sie für eine Veranstaltung buchen möchte, der kann das tun und ein Spiel mit der bezaubernden Weltmeisterin wagen. 2006 wurde sie in die Nationalmannschaft berufen und 2009 gewann sie den ersten Weltmeistertitel. Neben ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit für den Deutschen Tischfussballbund trägt sie mit Kivent dazu bei, den Tischfussball bekannter und beliebter zu machen.

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Vorschaubild: Kurt Michel / pixelio.de
Bild Text 1: Mark Berndroth / pixelio.de

Autor seit 5 Jahren
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