Die Qualität von Grabkerzen

Die Brenndauer von Grabkerzen ist abhängig von ihrer Größe, dem Brennmaterial und der Beschaffenheit des Dochts. Wie bei allen Kerzen gibt es auch bei Grabkerzen deutliche Qualitätsunterschiede, die sich auch am Preis bemerkbar machen.

Nun weiß ich aus Erfahrung, dass viele gerne preiswertere Angebote annehmen, weil die Kerzen ja sowieso im Freien stehen. Das ist grundsätzlich auch nicht verkehrt. Allerdings kann es bei Billigprodukten leicht vorkommen, dass die Kerzen nicht vollständig abbrennen.

Noch schlimmer ist es, wenn sie nicht gerade abbrennen. Dann kann es nämlich passieren, dass das Wachs oder das Öl ausläuft. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn die Laterne, die Grabplatte oder die Bepflanzung in Mitleidenschaft gezogen wird.

Ein guter Rat ist deswegen auch beim Kauf von Grabkerzen auf das RAL Gütezeichen zu achten.

Grabkerze mit Deckel (Bild: Eigenes Bild)

Grabkerzen mit und ohne Deckel

Auf vielen Gräbern steht ein Kerzenhäuschen, das die brennende Kerze vor dem Wetter schützt. Wichtig ist, dass die Kerze bequem in das Häuschen passt und noch genug Platz für die Sauerstoffzufuhr bleibt.

Manchmal möchte man aber auch noch eine zusätzliche Kerze anzünden. Wie beispielsweise an Gedenktagen oder weil das Häuschen eben für die Kerzen der Angehörigen "reserviert" ist. Dafür eignen sich dann die Kerzen mit Deckel. Auch diese sind in verschiedenen Größen erhältlich.



Öllichter

Öllichter sind streng genommen keine Kerzen, da sie ein anderes Brennverhalten aufweisen. So dürfen Öllichter auch nur als solche bezeichnet werden, wenn das Brennmaterial zu 100% aus gehärtetem Pflanzenöl oder festem Pflanzenfett besteht. 

Reine Öllichter haben einen relativ niedrigen Schmelzpunkt. Das hat in den kälteren Monaten den Vorteil, dass das Brennmaterial gleichmäßig abbrennt. Wenn es wärmer ist, kann es allerdings passieren, dass das Öl sehr schnell flüssig wird. Gerade im Sommer ist es deswegen sinnvoll, das Öllicht zusätzlich noch in ein feuerfestes Glas zu stellen. Oder eben an besonders heißen Tagen ganz auf Ölbrenner zu verzichten.

Vorrätige Öllichter sollten möglichst kühl, trocken und dunkel gelagert werden.

Batteriebetriebene Grablichter

Es gibt batteriebetriebene Grablichter, die flackern wie echte Kerzen. Sie halten bedeutend länger und sind auch "sauberer" als Kerzen, weil sie nicht rußen und nicht auslaufen können.  

Meine Meinung dazu ist trotzdem ein bisschen zwiespältig. Ich denke mit dem Anzünden einer Kerze ist auch immer ein wenig Spiritualität verbunden, bei der man eine Verbindung mit dem Verstorbenen eingeht. Auf der anderen Seite, wenn jemand aus gesundheitlichen Gründen, oder weil die Entfernung zu groß ist, nicht so oft zum Grab kommt, ist sicherlich nichts gegen ein elektrisches Licht einzuwenden. 

Aus Bequemlichkeit würde ich sie allerdings nicht einsetzen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung und das kann natürlich jeder so halten, wie er es für richtig hält. 

Flammschalen

Die Flammschale wird zwar bei Weitem nicht mehr so oft verwendet wie Früher aber hin und wieder, meistens zu Allerheiligen, kann man sie noch sehen. Es handelt sich hierbei um eine mit Wachs gefüllte Aluschale, die meistens so um die 6 – 8 Stunden brennt.

 

Schmuckkerzen

Dann gibt es noch verzierte Trauer- und Gedenkkerzen, die mitunter aufwendig in Handarbeit hergestellt werden. Bei manchen Anbietern hat man sogar noch die Möglichkeit, die Kerze mit Namen oder mit Bild individualisieren zu lassen. Diese Kerzen haben natürlich ihren Preis und sind nicht wirklich als Grabkerze geeignet. Sie sind eher etwas für die persönliche Gedenkstätte oder zum verschenken

Virtuelle Trauer- und Gedenkkerzen

Seitdem es das Web 2.0. gibt, hat sich noch eine weitere Form der Trauer- und Gedenkkerzen entwickelt. Immer mehr Internetseiten, die sich mit dem Thema Trauer befassen, bieten den Trauernden die Möglichkeit eine virtuelle Kerze anzuzünden. 

monros, am 10.09.2014
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