Hinter der Kamera
Filmregie- Ein Beruf hinter der Kamera

Filmregie- Ein Beruf hinter der Kamera

Kontakte sind das A und O

Wichtig ist, dass man sich schon vor der Aufnahme eines Studiums oder einer Ausbildung, einen Einblick in die Branche verschafft.

Das ist auf verschiedene Arten möglich:


Ein Regiepraktikum bei einer größeren Filmproduktionsfirma machen.

In der Regel bekommt man dort keine größeren Aufgaben übertragen, sondern ist wirklich eher   der Cafekocher. Dafür gibt es aber einen Einblick in die Abläufe einer Filmproduktion.

 

- Arbeit am Set als Komparse oder Kleindarsteller.

Ist eine gute Möglichkeit, um sich in die Rolle der Darsteller beim Dreh, einzufühlen. Außerdem gibt es noch ein kleines Taschengeld dazu. Aber auch andere Jobs innerhalb der Produktion sind möglich, zum Beispiel als Produktionshelfer oder Fahrer.

 

- Ein Regiepraktikum  bei einer kleineren Filmproduktionsfirma oder bei Studentenfilmen machen.

Über www.crew-united.de oder www.regie.de können solche kleineren und unabhängigen Filmproduktionen gefunden werden. Normalerweise gibt es dort kein Geld, dafür aber oft gutes Essen. Es besteht auch eher die Möglichkeit verantwortungsvollere Tätigkeiten zu übernehmen und von einem Regiepraktikanten zu einem Regieassistenten aufzusteigen. Oft erledigt man in solchen Produktionen nicht nur einen Job, das ist sehr hilfreich für die spätere Arbeit als Regisseur, da man weiß, was die anderen am Dreh Beteiligten, genau machen.

 

 

                                                             

Ich will selber drehen!

Auch das ist heutzutage kein Problem mehr. Denn digitale Videokameras sind mittlerweile erschwinglich geworden. Ebenso gibt es digitale Schnittprogramme für den heimischen PC, wenn dieser über genügend Speicherplatz verfügt. Außerdem kann man im Internet gemafreie Musik runterladen.

Besser ist es allerdings den ersten Film nicht zu lang zu konzipieren. Die Länge sollte höchstens 10-15 Minuten betragen. Natürlich hat man von Film zu Film die Länge steigern. 

Auch schon Kurzfilme kann man auf Filmfestivals zeigen. Jedoch sind das meist unabhängige Filmfestivals oder Kurzfilmfestivals. Ab 80 Minuten Spieldauer gilt ein Film ab Langfilm, manche Festivals haben aber noch Zwischenkategorien. Diese Filmfestivals bieten trotzdem eine gute Kontaktmöglichkeit, oft auch zu erfahrenen Filmemachern.

Der Weg zum Filmregisseur ist unendlich

Aber was für Schauspieler gilt, gilt auch für angehende Regisseure, der Markt ist voll. Trotzdem drängen immer mehr Filmregisseure auf den Markt, ob sie nun von staatlichen Filmhochschulen kommen, die es in Köln, Hamburg, München, Potsdam und Berlin gibt oder ob sie von privaten Filmschulen kommen. Teilweise haben private Filmschulen in der Branche keinen guten Ruf, da sie von dem Geld ihrer Schüler leben. 

Zu viele wollen Filmregisseure werden, aber nur wenige schaffen es. Selbst die Absolventen der staatlichen Filmhochschulen kommen nicht alle im Beruf unter. Viele orientieren sich nach ein paar Jahren noch einmal beruflich neu und filmen nur noch als Hobby. Manche verdienen ihr Geld auch als privat engagierte Videofilmer für Hochzeiten oder Biografien, dafür müssen sie sich selbstständig machen.

Einen Film völlig privat zu finanzieren und mit dem Endprodukt Geld zu verdienen, klappt dagegen fast nie. Die Fernsehsender und Verleiher setzen sehr ohne Ansprüche an die Qualität eines Filmes. Das trifft so wohl auf die Darstellung des Filmes zu, als auch auf die Qualität der verwendeten Technik. Eventuell lassen sich über das Einstellen eines Filmes bei youtube ein paar Euro verdienen. Aber davon leben, wird man längst nicht können.

 

Man sollte sich deshalb fragen, ob dieser steinige Weg in die Filmbranche es wert ist, vielleicht jahrelang unterhalb der Armutsgrenze leben zu müssen. So ein Leben kann einen schwer krank machen. Denn wer immer darauf hofft endlich entdeckt und als Talent erkannt zu werden und dabei aber vergisst zu leben, kann nur depressiv werden oder diversen Süchten verfallen. Deshalb sollte sich jeder vorab eine Grenze setzen bis zu dem Zeitpunkt, wo er oder sie sich etabliert haben möchte, sonst schaffen viele den Absprung nicht.

Es ist auch keine Abwertung als Mensch, wenn man es nicht geschafft hat, ein bekannter Filmemacher zu werden.

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