Lippen sind äußerst schutzlos

Unsere Lippen bewegen wir im Schnitt etwa 15 Tausend Mal pro Tag. Sie müssen daher einiges aushalten. Dabei sind sie sehr schutzlos, denn sie besitzen weder eigenes Keratin, noch einen selbstständigen Wasser-Fett-Film oder Talgdrüsen und können sich daher nicht selbst mit Feuchtigkeit und Fett versorgen. Die dünne Hornschicht ist daher noch anfälliger für äußere Einflüsse wie Kälte, Wärme oder UV-Strahlung. Hinzu kommt, dass im Alter der Anteil an Kollagen im gesamten Mundbereich um etwa ein Prozent im Jahr abnimmt und so wird auch der gesamte Mund schlapper. Viele Pflegeprodukte können auch das ausgleichen.

Macht Lippenpflege süchtig?

Immer wieder hört man, dass Lippenpflege nicht gut sei, weil sie süchtig macht und je mehr man verwendet, desto abhängiger wird man und desto mehr trocknen die Lippen aus. Das ist Humbug. Die Inhaltsstoffe und Lippenprodukte haben keinerlei abhängig machenden Effekt. Wenn man wirklich ständig das Gefühl hat, dass man nachcremen muss, dann hat man ganz einfach das falsche Produkt mit den falschen Inhaltsstoffen oder mit einem zu geringen Anteil an Pflegesubstanzen.

Trockene, spröde Lippen

Wenn man generell zu trockenen Lippen neigt, so kann man vorbeugen, indem man eine dickflüssige Creme aus Topfen und Honig mischt und die zumindest jeden zweiten Tag für 10 Minuten einwirken lässt. Honig ist generell ein tolles Hausmittel gegen die Austrocknung und es ist auch empfehlenswert, reinen Honig über Nacht auf die Lippen zu schmieren. Generell sind Fettstifte natürlich gut, nur sollte man dabei auf die Inhaltsstoffe achten. Die optimalen Fettstifte enthalten natürliche Öle und natürliches Wachs.

Wichtig bei trockenen, spröden Lippen ist auch regelmäßiges Peeling, damit die abgestorbenen Hautschüppchen entfernt werden. Dafür verwendet man am Besten eine weiche Zahnbürste, die absolut sauber sein sollte und danach auch gereinigt werden muss, denn in den Borsten sammeln sich Hautschuppen und diese können mit kleinen Bluttropfen oder auch Speichel einen perfekten Nährboden für Bakterien bilden.

Ein tolles Lippenpeeling können Sie auch selbst herstellen, indem Sie Honig und Zucker zu einer homogenen Paste verrühren. Vor dem Auftragen sollte es in der Mikrowelle oder im Wasserbad etwas erwärmt werden. Alternativ kann man auch Zucker mit Olivenöl mischen, dadurch wird es weniger klebrig und ist auch effektiv.

Bei trockenen Lippen gibt es auch Alternativen für den Fettstift. Bepanthencreme, Vaseline oder Melkfett eignen sich ebenso zur Lippenpflege und geben den Lippen genug Fett.

Rissige Lippen

Sind die Lippen bereits gerissen, so sind sie äußerst empfindlich. Sie brauchen dringend genügend Vitamine für ausreichenden Schutz. Man sollte daher unbedingt auf Produkte mit Vitamin C und E achten. Damit die Lippen wieder geschmeidiger und elastischer werden, sind Öle erforderlich. Auch da sollte man wieder auf natürlche Öle wie Kokos, Rosen, Mandel oder Avocado achten.

Lippen (Bild: Nemo / Pixabay)

Lippenherpes

Neigt man zu Lippenherpes, so ist es zusätzlich wichtig darauf zu achten, dass die verwendeten Pflegeprodukte antibakteriell wirken. Empfehlenswert sind dabei zum Beispiel die Produkte von Blistex

Ein gutes Lippenpflegeprodukt bei Herpes enthält Zink, denn Zink ist enzündungsheilend und infektionshemmend. Trotzdem sollte das Produkt zusätzlich natürliche Öle enthalten, damit die Lippen nicht austrocknen.

Grundregel: Nicht schlecken!

Menschen mit trockenen Lippen neigen oft dazu, mit der Zunge über die Lippen zu schlecken, um sie feucht zu halten. Das ist ganz schlecht, denn der Speichel trocknet die Lippen zusätzlich aus! Wenn Sie es schaffen, sich das abzugewöhnen, dann reicht ein gutes Lippenpflegeprodukt aus, das nur drei Mal am Tag aufgetragen werden muss!

Nicht schlecken! (Bild: Pixabay, Barbara Lechner-Chileshe)

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