Was ist ein UFO eigentlich?

So beliebt dieser Begriff vor allem in den Medien auch geworden ist, wird er bei Untersuchungen rätselhafter Sichtungen selten verwendet. Vielmehr wird von einem UFO gesprochen, was für "Unidentified Flying Object" steht und mit "unidentifiziertes fliegendes Objekt" übersetzt werden kann.

Dieses Akronym wurde von einer Untersuchungskommission der am. Luftwaffe gebildet und hat sich rasch durchgesetzt, da viele Sichtungen mit einer "Fliegenden Untertasse" wenig oder gar nichts gemeinsam haben.

Roswell – ein vermeintliches UFO wird geborgen

Nur wenige Tage später schlägt eine sensationelle Meldung hohe Wellen: Am achten Juli verkündet der Pressesprecher des Armeestützpunktes Roswell die Bergung eines außerirdischen Fluggeräts. Tatsächlich musste selbiger Pressesprecher später eingestehen, die geborgenen Überreste des angeblichen UFOs nicht einmal mit eigenen Augen gesehen zu haben. Wie sich herausstellte, wurde die Meldung noch während der Bergung der Trümmer lanciert.

Nach offizieller Darstellung handelte es sich bei diesen Überresten jedoch um einen ganz und gar irdischen Wetterballon. Spätere Berichte sprachen von einem streng geheimen Spionageballon.

Gerade diese Änderungen der offiziellen Version heizten die Spekulationen an, weshalb der sogenannte "Roswell-Zwischenfall" immer noch für Diskussionen sorgt und in den 1990er Jahren erneut hochköchelte.

Offizielle Untersuchungen – widersprüchliche Ergebnisse

Zahlreiche Sichtungen Ende der 1940er Jahre beunruhigten das amerikanische Militär, das hinter dem Phänomen der UFOs eine sowjetische Geheimwaffe befürchtete. Hintergrund dieser Überlegungen waren die Versuche des deutschen Militärs während des Zweiten Weltkriegs, eine "Wunderwaffe" zu konstruieren.

Tatsächlich experimentierten deutsche Wissenschafter mit Fluggeräten, deren kreisförmige Flügelfläche frappierend an die verbreitete Vorstellung "Fliegender Untertassen" erinnerte. Auch wenn keine dieser Maschinen Verwendung fand, hegte das US-Militär die Befürchtung, die Sowjets könnten mit Hilfe gefangener deutscher Ingenieure einsatzfähige Prototypen entwickelt haben.

Deshalb wurde 1947 "Project Sign" ins Leben gerufen, dessen Endbericht zwei Jahre später zu dem Ergebnis kam, dass es sich bei den UFOs um außerirdische Fluggeräte handle. Um dieses missliebige Ergebnis zu widerlegen, wurde das Projekt für beendet erklärt, das gesamte Team entlassen und ein neues Projekt lanciert: "Blue Book".

Dieses kam dann zu dem gewünschten Schluss, wonach sämtliche UFO-Sichtungen als Fälschungen oder Täuschungen eingestuft werden könnten. Ein paradoxes Ergebnis angesichts einiger ungeklärter Fälle innerhalb des Projektes selbst. Nichtsdestotrotz wurden auch weiterhin UFOs gesehen, beobachtet, mitunter sogar fotografiert.   

UFOs – ein alter Hut?

Dabei reicht die Geschichte an seltsamen Himmelserscheinungen Jahrhunderte zurück. Bereits Christoph Kolumbus beobachtete 1492 ein merkwürdiges, fernes Licht am Himmel, das sich auf und ab bewegte.

Berühmtheit erlangte ein Flugblatt aus dem Jahr 1561, das von fliegenden "Kugeln" und "Röhren" über der Stadt Nürnberg berichtete. Ähnliches ereignete sich fünf Jahre später über der Schweizer Stadt Basel, als "viele schwarze Kugeln in der Luft" gesichtet wurden.

Eine wahre UFO-Welle erfasste den Süden der USA bereits Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Ob es sich um einen breit angelegten Schwindel oder (durchaus mögliche) geheime Experimente mit Flugmaschinen handelte, wurde allerdings nie geklärt.

Weltweites Phänomen

Manchmal entsteht der Eindruck, es handle sich um ein auf die USA begrenztes Phänomen. Ganz im Gegenteil hierzu ereigneten sich einige der bemerkenswertesten Fälle auf anderen Kontinenten.

1976 meldete die iranische Luftraumüberwachung seltsame Objekte über Teheran. Kampfflugzeuge werden zur Aufklärung eingesetzt. Wie einer der Piloten erklärte, raste plötzlich eines dieser Objekte auf ihn zu, Der junge Pilot brauch panisch den Einsatz eigenmächtig ab.

Dieser bis heute ungeklärte Fall ist aber durchaus nicht einzigartig: Immer wieder narrten seltsame Flugobjekte militärische Beobachter und entzogen sich mittels schier unmöglicher Manöver oder phantastischer Geschwindigkeiten den sie verfolgenden Aufklärungsmaschinen.

UFOs über Suffolk

Der wohl berühmteste UFO-Zwischenfall in Europa ereignete sich im englischen Suffolk. 1980 soll ein UFO an drei aufeinander folgenden Nächten nahe eines Luftwaffenstützpunktes gelandet sein. Mehrere Soldaten sowie Zivilpersonen wurden Augenzeugen, als ein kegelförmiges Objekt landete.

Bemerkenswert ist der Fall auch insofern, als dass Abdrücke an der Landestelle gefunden und erhöhte radioaktive Strahlung gemessen wurden. Außerdem konnte das Objekt auf Radarschirmen beobachtet werden.

Unheimliche Begegnungen

Seit einem 1972 erschienenen Buch des UFO-Forschers Dr. Hynek – übrigens ein Mitglied des "Blue Book"-Projekts und bis dahin Skeptiker des Phänomens – unterteilt man UFO-Sichtungen in drei Kategorien:

  1. Nahbegegnung der ersten Art: Ein UFO wird aus der Nähe gesichtet.
  2. Nahbegegnung der zweiten Art: Das UFO hinterlässt Spuren wie etwa Landeabdrucke bzw. wirkt auf seine Umgebung, etwa durch die Störung von elektrischen Geräten
  3. Nahbegegnung der dritten Art: Nicht nur ein UFO, sondern auch dessen Insassen werden gesichtet.

Manche UFO-Forscher fügen noch zwei weitere Kategorien hinzu, um Fälle angeblicher Entführungen sowie Kontaktaufnahmen mit Außerirdischen abzudecken.

Kontakte mit Außerirdischen

Die vielleicht berühmteste "Kontakt-Person" war der gebürtiges Pole George Adamski, der in den 1950er Jahren angeblich ständigen Kontakt mit Menschen von der Venus und vom Mars hatte. Seine sensationellen Behauptungen untermauerte er mit Fotos. Allerdings entpuppten sich die Bilder der außerirdischen Raumschiffe als Fotografien von Küchenlampen.

In eine ähnliche Kerbe schlug Frank Stranges, der ebenfalls Besuch venusianischer Wesen bekommen haben wollte.

Entführt von Außerirdischen!

Am spektakulärsten sind jedoch Fälle angeblicher Entführung durch UFO-Besatzungen.

In den 1960er Jahren  erinnerte sich das Ehepaar Betty und Barney Hill daran, von Aliens in deren Raumschiff verschleppt und festgehalten worden zu sein. Während einer dieser Hypnose-Sitzungen zeichnet Betty Hill eine Sternenkarte nach, die sie an Bord des Raumschiffs gesehen hatte. Anfangs konnte niemand mit dieser Karte etwas anfangen und so wurde sie als Phantasieprodukt gedeutet. Erst Jahre später stellet sich heraus, dass es sich um den Anblick des Sternenhimmels handelte, wie er von Zeta Reticuli aus zu sehen wäre.

Mehrere Bücher sowie ein Film befassten sich mit der Entführung von Travis Walton. Der Forstarbeiter wurde vor den Augen seiner Arbeitskollegen von einem UFO-Lichtstrahl zu Boden geworfen und betäubt. Panisch flüchteten seine Kollegen. Walton blieb fünf Tage lang verschwunden, ehe er wieder auftauchte und unter Hypnose von seinen angeblichen Erlebnissen an Bord des UFOs berichtete.

Berühmtheit erlangte auch der Fall von Whitley Strieber, der behauptete, seit seiner Kindheit in unregelmäßigen Abständen von Außerirdischen entführt worden zu sein. Der bis dahin eher unbekannte Schriftsteller landete mit den Büchern zu seinen Erlebnissen internationale Bestseller.

Autopsie eines Außerirdischen?

1995 präsentierte der englische Filmproduzent Ray Santilli einen Film, der die Autopsie einer 1947 nach dem Roswell-Absturz geborgenen außerirdischen Leiche zeigen sollte. Später gab Santilli zu, er habe den Film selbst gedreht, angeblich nach einer realen Vorlage.

Trotz tausender Augenzeugenberichte und zahlreicher Fotos und Filme, die UFOs zeigen sollen, fehlt bislang ein Beweis zur Untermauerung der These, es handle sich um Raumschiffe außerirdischer Wesen.

Einer anderen Theorie zufolge könnte es sich zumindest bei einigen UFOs um eine Art Zeitmaschinen zukünftiger Menschengeschlechter handeln. Natürlich lässt sich auch diese Theorie weder beweisen, noch völlig entkräften.

Fazit

Auch wenn viele Sichtungen rational erklärt werden können, bleibt doch ein beachtlicher Rest, der sich der Aufklärung entzieht. Gut möglich, dass das Geheimnis um UFO-Sichtungen nie zur Gänze geklärt werden kann. Und vielleicht ist das auch besser so, denn was wäre das Leben ohne Mysterien?

Autor seit 6 Jahren
836 Seiten
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