Was können die Ursachen sein?

Auslöser sind meistens hormoneller Art. Aber auch Stress, Medikamente, Umweltgifte, die Veranlagung und auch die Ernährung können eine Rolle spielen. Durch Stress schüttet der Körper Adrenalin, Kortison und das Hormon Testosteron aus. Testosteron kann den Hormonhaushalt von Frauen ganz schön durcheinander bringen, da es ein männliches Hormon ist. Akne wiederum ist eine hormonbedingte Erkrankung. Die fettige Haut verhornt an ihrer Oberfläche stark und so kommt es zu verstopften Poren, Entzündungen, Pickeln und Mitessern. Das kann teilweise sehr schmerzhaft sein, da die Entzündung bis in tiefere Gewebeschichten dringen kann.

Wann sollte man zum Arzt?

Wegen einem Pickel muss man nicht gleich zum Hautarzt gehen. Wenn die Unreinheiten über einen längeren Flächendeckend auftreten und man sich dadurch psychisch belastet fühlt, ist es ratsam, sich medizinische Hilfe zu holen. Außerdem sollte man unbedingt zum Hautarzt gehen, wenn Knötchen, Blasen oder Entzündungen vorliegen. Durch diese können Narben entstehen, wenn sie unbehandelt bleiben. Eine richtige Beratung und Pflege können die Leidenszeit verkürzen.

Welche Arten von Akne gibt es?

  • Akne vulgaris, die ganz "normale" Akne: Das ist die Pubertätsakne, mit der fast jeder schon unfreiwillig Bekanntschaft gemacht hat. Ihre Unterformen sind die
  • Akne comedonica (hier entstehen hauptsächlich Mitesser),
  • Akne papulopustulosa (Mitesser und entzündete Pickel) sowie
  • die schwerste Akneform, Akne conglobota (mit Akneknoten und Entzündungen).
  • Akne inversa: Diese Akne befällt noch andere Körperregionen außer Gesicht und Hals. Sie kann bis in die Leistengegend reichen. Bei ganz schlimmen Fällen erreichen die Knoten die Größe eines Tennisballs, was sehr schmerzhaft sein kann. Außerdem kann es zu offenen Wunden und übelriechenden Sekretabsonderungen kommen. Diese Art der Akne ist nur schwer in den Griff zu bekommen. Betroffene bekommen deswegen oft Depressionen und ähnliche Leiden.
  • Genauso schwer zu behandeln ist die zystische Akne. Diese ist zwar weniger sichtbar als die anderen Akneformen, dafür ist sie umso schmerzhafter. Die tief sitzenden Entzündungen treten nämlich nicht immer an die Oberfläche. Die im Hautinneren liegenden Verletzungen sind irreparabel.
  • Kontaktakne bzw. Kosmetikakne. Diese kann durch Medikamente und Kosmetik ausgelöst werden.
  • Mallorca Akne. Diese wird durch zu viel UV-Licht ausgelöst.

Es gibt natürlich noch viele andere Arten von Akne. Deswegen ist ein Besuch beim Hautarzt so wichtig, damit dieser die richtige Behandlungsmethode findet.

Roaccutan oder nicht?

Der Wirkstoff Roaccutan ist eine mit dem Vitamin A verwandte Substanz und hat ähnliche Wirkungen wie das Vitamin A. Es wird in Kapselform eingenommen und bei schwerer Akne verschrieben. Dieses Medikament ist nicht unumstritten, da es schwere Nebenwirkungen haben kann! Die Art und die Anzahl der Kapseln, die eingenommen werden müssen, werden vom Arzt genau festgelegt. Ob mit diesem oder einem ähnlichen Medikament behandelt wird oder nicht sollte immer vom Hautarzt entschieden werden.
Manchmal kann auch die Einnahme der Antibaby-Pille eine Alternative zu Akne Medikamenten sein.

Akne kann therapiert werden.

Akne kann therapiert werden. (Bild: Internet Archive Book Images / Flickr)

Was kann ich gegen Pickel und Mitesser tun?

Als allererstes bitte nicht an den Pickeln herumdrücken. Sie können sich dadurch noch viel schlimmer entzünden. Am besten begibt man sich in die erfahrenen Hände einer Kosmetikerin. Diese kann die Haut professionell ausreinigen. Heilerde klärt die Haut und absorbiert Bakterien. Sie kann bei jedem Hauttyp eingesetzt werden. Auch Schüsslersalze sollen helfen (Nr. 1 Calcium fluoratum D12, Nr. 9 Natrium Phosphoricum D6, Nr. 11 Silicea D12 und Nr. 21 Zincum chloratum D12).
Zudem sollte man auch auf eine gesunde Ernährung achten und viel trinken. Außerdem ist ein bisschen Durchhaltevermögen angesagt. Die Haut ist unser größtes Organ und kann leicht aus dem Gleichgewicht geraten. Ist dies geschehen, kommt sie nur schwer wieder zur Ruhe und man braucht viel Geduld.

Bitte beachten Sie: Dieser Artikel kann den Rat eines Arztes/Ärztin nicht ersetzen.

Autor seit 1 Jahr
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