USA - South West

Südkalifornien und Arizona - Von Los Angeles zum Grand Canyon

Von Los Angeles aus startet die Route in östlicher Richtung nach Palm Springs. Ursprünglich war die Stadt am Fuß des Mount San Jacinto ein kleiner Kurort für die Filmemacher und Stars aus Hollywood. Heute findet man dort gute Shopping Möglichkeiten sowie unzählige Tennisplätze und Golfanlagen und mit über 100 Golfturnieren im Jahr nennt man Palm Springs auch die Golfhauptstadt der Welt.

Etwa 75 Km östlich kommt man auf dem Interstate Highway 10 zum Joshua Tree National Monument. Manche Besucher lassen sich hier von den grandiosen Felsformationen faszinieren, andere sind hingerissen von der Vielfalt der Fauna. Die Attraktion dieses Naturschutzgebietes sind die bizarren Joshua Bäume. Vor allem im März und April, wenn deren riesige grünlich weißen Blütendolden sprießen, ist es hier besonders schön. Die bis zu 15 m hohen Palmen, die ihren Namen im 19. Jahrhundert von mormonischen Siedlern erhielten, können bis zu 900 Jahre alt werden.

In östlicher Richtung überquert man die Staatsgrenze nach Arizona, wo man dann in nördlicher Richtung ein Stück am Colorado River entlang fahren kann, bevor man den Lake Havasu erreicht. Die schönen Picknick-Plätze entlang des Seeufers bieten sich ideal für eine kleine Pause an. Auf dem weiteren Weg zum Grand Canyon erlebt man die Wüsten von Arizona in ihrer vielfältigen Form. Teilweise geht es durch karge Steinwüsten mit ihrer charakteristischen roten Färbung und dann kommt man plötzlich in Gegenden mit einer üppigen Vegetation aus unterschiedlichen Sträuchern und Wäldern mit riesigen Kakteen.

Bevor man zum Grand Canyon kommt, empfiehlt sich eine Übernachtung in Williams, Arizona, (Gateway to the Grand Canyon) das etwa 60 Meilen vom Südrand des Canyons entfernt liegt. Hier geht man zum Essen am besten in das berühmte Rod´s Steak House, wo es sehr gutem Seafood natürlich vor allem Steaks und Prime Ribs in allen Variationen und Größen gibt. Das riesige Cattleman´s Prime Rib ist auch für gute Fleischesser eine richtige Herausforderung.

Grand CanyonVon Williams geht es in nördlicher Richtung ca. eine Std. zum Südrand des Grand Canyon. Hier sollte man unbedingt einen Rundflug in einer 2-motorige Maschine für ca. 45 Minuten buchen. Die Eindrücke und Aussichten, die sich dem Betrachter aus der Vogelperspektive mit bloßem Auge bieten, lassen sich so mit keiner noch so guten Kamera festhalten und auf keinem noch so schönen Foto darstellen. Schon wenn man über den Rand des Canyons fliegt, erhält man einen atemberaubenden Blick über dieses gigantische Naturwunder. Mit einer Ausdehnung von ca. 450 Km von West nach Ost und einer Breite von ca. 30 Km in Nord - Südrichtung ist es die größte Schlucht dieser Art auf der Welt und ein unvergessliches Erlebnis für jeden der einmal dort war.

FOTO: Eric Richter

Grand Canyon - Aussicht vom Südrand nahe Yavapei Point

Grand Canyon from South Rim Near Yavapai Point, Grand Canyon National Park, Arizona (Bild: David Tomlinson / AllPosters)

Arizona - Lake Powell und Monument Valley

Vom Grand Canyon in nordöstlicher Richtung dem Colorado River folgend kommt man zum Lake Powell. Er ist das Herzstück der Glen Canyon National Recreation Area und das Rainbow Brigde National Monument die Hauptattraktion. Sie ist 94 m hoch und 84 m breit und beliebtes Ausflugsziel für Besucher aus aller Welt. Der Lake Powell ist ein Stück aufgestauter Colorado River und ideal geeignet für Wassersport aller Disziplinen. Ob man nun eine Bootstour macht oder sich ein Hausboot mietet und eine Weile bleibt, ist jedem selbst überlassen. Die 3200 Km Uferlinie bietet reichlich Möglichkeiten diese herrliche Wasserlandschaft zu genießen.

Monument ValleyWeiter östlich vom Lake Powell liegt das weltberühmte Monument Valley. Dieses Stück Natur, bekannt aus unzähligen Western Filmen und etlichen Werbeplakaten steht heute unter der Verwaltung der Navajo-Indianer. Hier kann man an einer geführten Tour über unbefestigte Sandwege teilnehmen oder einfach auf einer jener langgestreckten Highways durchfahren, die scheinbar endlos geradeaus bis zum Horizont gehen. Eine andere Alternative ist eine Tour mit dem Muli, wo man diese einzigartige Kulisse, wie die alten Westernhelden aus dem Sattel bewundern kann.

FOTO: Eric Richter

 

Grand Canyon
Monument Valley - Road Monument Valley

Road Monument Valley, Arizona, USA (Bild: Panoramic Images / AllPosters)

Route 66 - Ein unsterblicher Mythos

Route 66Es war nur ein 3600 Km langer Highway von Chicago nach Los Angeles, der in Arizona durch Flagstaff und an Williams vorbei führt. Damals als Tausende vor den Staubstürmen in Oklahoma ins gelobte Land am Pazifik flüchteten, entstanden die Geschichten, die diese Straße unvergessen machten. Die Route 66: Unsterblich wurde sie als Nat King Cole sein Lied "Get your kicks on Route 66" sang. Noch immer beflügelt diese Straße, wie kaum eine andere die Fantasie, auch wenn sie längst Fragment wurde, weitgehend ersetzt durch den Interstate Highway 40. Die Erinnerungen leben weiter. Erinnerungen von Menschen, die ein Leben an und mit der "66" verbrachten. Erinnerungen an ein Amerika, das noch voller Herausforderungen und Abenteuer war.

FOTO: Jörn

Route 66 - Highway Near Amboy, Mojave Wüste, Kalifornien

Route 66 Sign on Highway Near Amboy, Mojave Desert, California (Bild: Witold Skrypczak / AllPosters)

St. George - Zion National Park

Utah - Der Mormonen Staat - Bryce Canyon, Zion National Park

Bryce Canyon Vom Monument Valley geht die Reise in westlicher Richtung über den Lake Powell und dann über die Grenze nach Utah zum Bryce Canyon National Park. Das Paiute-Wort für Bryce Canyon - "Rote Felsen, die wie Männer in einem schüsselförmigen Canyon stehen." - beschreibt diese Landschaft sehr treffend. Die unterschiedlichen Tönungen in Rot, Rosa und Creme verleihen diesem Canyon seinen einzigartigen Anblick. Auch wenn man nicht viel Zeit hat, lohnt sich ein Besuch allemal, denn mit seinen 146 qKm bleibt er überschaubar und die asphaltierten Straßen führen zu mehreren Aussichtspunkten an der Abbruchkante. Dort beginnen auch die Wanderwege ins "Bryce Amphitheater". Eindrucksvoll aber auch sehr anstrengend ist der "Under-the-Rim-Trail, der 35 Km lang in den Süden des Parks führt. Die Temperaturen sind auch im Sommer hier unten recht erträglich. Weniger kräftezehrend ist ein berittener Ausflug mit dem Pferd unter sachkundiger Leitung eines Cowboys.

Etwa 2 Stunden westlich vom Brice Canyon liegt der Zion National Park, dessen Canyons zum Teil auch für Wanderer erschlossen sind. Aber auch hier gibt es geführte Touren im Sattel von Mulis. Am Visiter Center am Südeingang beginnt  der 10 Km lange Zion Canyon Scenic Drive, der den Windungen des Virgin River folgt. Der Fluß, dessen Gefälle 9-mal so starkt ist wie das des Colorado River hat bis zu 700 m tiefe Canyons in das rostbraune Navajo-Sandstein der Berge gefressen. Viele der bis zu 2100 m aufragenden Gipfel tragen religiöse Namen, wie The West Temple oder Angels Landing, die ihnen die Mormonen gaben.

Im äußersten Südwesten von Utah liegt die Stadt St. George, die sich gut für Übernachtungen und Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten der Gegend eignet. Wer hier jedoch in ein Restaurant geht, darf nicht überrascht sein, wenn dort kein Alkohol ausgeschenkt wird, denn bei den streng gläubigen Mormonen ist das ein Tabu. Wer also auf  das Glas Bier oder Wein zum Essen nicht verzichten möchte, sollte sich deshalb vorher schlau machen, wo man das auch bekommt. Eine dieser Ausnahmen findet man z.B. im Restaurant am Dixie Sky Park, einem kleinen Sportflugplatz oberhalb der Stadt mit einem herrlichen Ausblick über St.George und Umgebung.

FOTO: Fotokruemel

 

St.George, Utah - Sonnenuntergang am Delicate Arch

Delicate Arch at Sunset (Bild: George H.H. Huey / AllPosters)

Nevada - The Silver State - Las Vegas, Lake Mead, Hoover Dam

Etwa 2 - 3 Stunden südwestlich von St.George erreicht man das Spielerparadies Las Vegas. Bevor man dort hinkommt, lohnt sich ein kleiner Abstecher zum Lake Mead, einem weiteren Stausee des Colorado River, der durch den Bau des Hoover Dam südlich der Stadt entstanden ist.

FOTO: La Liana (Heinz-Guenter Hamich)Wer hier tagsüber den weltberühmten Las Vegas Strip entlang fährt oder ein Stück zu Fuß geht, hat keine Vorstellung von dem Lichtermeer, das sich dem Besucher bietet, wenn die Sonne untergegangen ist. Angefangen hat alles im Jahr 1942, als der Mafia Boss von Los Angeles, Benjamin (Bugsy) Siegel, einen Deal mit einigen Barbesitzern der Gegend machte und das berühmte Flamingo Hotel mit einem Spielkasino eröffnete. Unter den Matrosen der US-Navy hatte sich schnell herumgesprochen, daß man auf dem Weg zu den Schiffen in Los Angeles und San Diego einen kleinen Zwischenstop in der Wüste von Nevada machen konnte, um sich zu amüsieren und ein paar Dollars zu verzocken. Heute ist die Auswahl an Hotels, Casinos, Bars und Restaurants schier unendlich. Eines der berühmtesten ist sicherlich das 1966 erbaute Cesar's Palace, das oft auch Schauplatz von Weltmeisterschaftsboxkämpfen mit Muhamed Ali und anderen Größen dieses Sports war. Und Las Vegas wäre nicht Las Vegas, wenn es nicht auch andere Sehenswürdigkeiten der Welt im Miniaturformat gäbe. Ob es der Eiffelturm ist, Venedig oder das Münchner Hofbräuhaus mit Original Bier und Essen aus Bayern, hier bekommt man alles geboten.

.

FOTO: La Liana (Heinz-Guenter Hamich)

Las Vegas - Flamingo Hotel - Wo alles anfing

Las Vegas Strip, Flamingo Hotel (Bild: AllPosters)

Kalifornien - Death Valley, Yosemite National Park

Death ValleyVon Las Vegas geht die Reise 660 Km nach Westen über die kalifornische Grenze zum Death Valley. Hier im Death Valley National Monument sieht man vom Wind geformte Dünen, zerklüftete Berge, Vulkankrater und versteckte Talbecken. Dieser Wüstenpark ist reich an Kontrasten, Farben und Überraschungen. Auf eines sollte man besonders im Sommer immer gefaßt sein: Wenn die Lufttemperaturen bis zu 50 Grad Celsius erreichen, muß man am Boden mit bis zu 90 Grad rechnen. Sehenswert ist in dieser Gegend auch das Death Valley Scotty, eine 1930 von Walter Perry Scott im spanischen Stil gebaute Festung. Ein schöner Aussichtspunkt mit einem traumhaften Blick über diese trostlose Landschaft ist Zabriskie Point, vor allem bei Sonnenauf- und untergang. FOTO: Sascha Gaul

YosemiteVom Death Valley aus geht es dann in nordwestlicher Richtung durch die Berge der Sierra Nevada zum Yosemite National Park. Alles, was man Ihnen über den 3081 qKm großen Park vorgeschwärmt hat ist wahr. Wunderschöne Seen, rauschende Bergbäche, Riesen-Mammut Bäume und grüne Wiesen mit Mohnblumen und Lupinen, El Capitan, ein riesiger freistehender Granitblock, und Half Dome, beides Träume der Bergfreaks. Ein Pflichtpunkt für alle, die in diese Gegend kommen: das Yosemite Valley, 12 hinreißende Km lang. In der Mariposa Grove, 55 Km südlich des Yosemite Valley, steht Grizzly Giant, der mit 2700 Jahren älteste hier stehende Mammutbaum. In Yosemite Village gibt es ein Visitor Center mit dem Indian Cultural Museum, in dem die Kultur der hier einst heimischen Miwok- und Paiute- Indianer dargestellt wird. Von hier aus sind es dann noch ca. 150 Km bis nach San Francisco. Wer Lust hat, mehr zu erfahren über diese Traumstadt an der Golden Gate und die Traumstraße am Pazifik bis nach los Angeles und San Diego dem empfehle ich meine beiden Artikel zu diesen Themen.

LET'S GO WEST

FOTO: dumman

 

Death Valley - Sanddünen und Mariposa Tulpe

Sand Dunes and Mountain Range, Death Valley National Park, California, USA (Bild: Mark Newman / AllPosters)

Yosemite Valley

Yosemite Valley (Bild: Robert Glusic / AllPosters)

Laden ...
Fehler!