Vermeiden, dass der Hund überdreht

Egal wie man mit dem Hund spielt - es gibt unter den Vierbeinern immer wieder genau den Typ, der leicht überdreht, wenn er sich zu sehr aufregt. Manche Hunde neigen von Natur aus stärker dazu, sich aus einer unspektakulären Situation in ihre Aufregung extrem hineinzusteigern.

Andere Hunde, besonders halbwüchsige, haben ihre Gefühlswelt noch nicht ganz unter Kontrolle und brauchen daher die Hilfe ihres Halters, um zu lernen, wie sie ihre Emotionen besser steuern  können.

Daher ist es besonders wichtig, dass Hundebesitzer die Anzeichen übermäßiger Erregung erkennen und wissen, wie sie reagieren müssen, um die Situation zu beruhigen, bevor sie ausser Kontrolle gerät.

Sehr hilfreich ist es, seinen Hund während des Spielens aufmerksam zu beobachten. Die Art der Bewegung seines Körpers und die Augen spielen dabei eine große Rolle. Wichtig sind auch die Laute, die er von sich gibt.

Gehört er eher zu den lautstark spielenden Hunden sind sein Bellen und spielerisches Knurren sehr aufschlußreich.

In der Regel ist es so, dass das Verhalten, welches der Hund beim Spielen zeigt, auch im aufgeregten Zustand einsetzt - nur viel intensiver.

Im Allgemeinen werden die Bewegungen schneller, Luftsprünge höher und das Bellen wird lauter. Bei genauerem Betrachten kann man feststellen, dass die Bewegungsabläufe unkoordinierter aussehen. Eben so, als würden die Hunde auch körperlich ausser Kontrolle raten. (was  sie auch wirklich tun!)

Beim Knurren während des Spielvorgangs sollte darauf geachtet werden, ob der Tonfall im Verlauf tiefer wird und eventuell bedrohlicher klingt. Während man beim Bellen darauf achten sollte, ob es schneller im Tonfall -  und gegensätzlich zum Knurren - höher wird.

 

Beispiel einer ausser Kontrolle geratenen Situation  

Ein Hund, der gesittet Tauziehen oder Apportieren spielt, kann z. B. plötzlich hochspringen, um nach dem Arm des Halters zu schnappen. Beginnt er mehrfach am Menschen hoch zu springen, sollte man besser vorsichtig sein, besonders wenn er sich mit den Pfoten am menschlichen Körper abstößt, mit dem Kopf anfängt zu stupsen oder seine Zähne zusammenschlägt, während sich der Hundekopf und der des Menschen näher kommen.

Spätestens jetzt ist es an der Zeit, dass Spiel sofort abzubrechen und dem Hund zu zeigen, wer der Chef ist.

Denn letztendlich soll das Spiel ja auch Spiel bleiben, und sowohl Hundehalter, als auch Hund sollen Spaß an der Sache haben.

Eines weiß ich aus eigener Erfahrung: Der Hundekopf ist wesentlich härter, als der des Menschen. 

Welche kleinen Tricks man anwenden kann, um Blessuren zu vermeiden, verrate  ich in meiner Fortsetzung...

 

Autor seit 6 Jahren
129 Seiten
Laden ...
Fehler!