Sie selbst ziehen das Pech an

Bestimmt kennen Sie solche Tage, an denen alles schief geht. Der Wecker klingelt, Sie haben schlechte Laune, stoßen sich beim Aufstehen den Zeh. Sie wollen sich die Haare föhnen und der Föhn gibt plötzlich den Geist auf. Beim Anziehen geht Ihre Hose kaputt und, als Sie die Tür hinter sich schließen, merken Sie, dass Sie den Schlüssel nicht mitgenommen haben. Auf dem Weg zur Arbeit stehen Sie im Stau und kommen zu spät zur Arbeit oder Ihr Fahrrad ist platt und Sie müssen laufen - spätestens jetzt wissen Sie: Der Tag ist gelaufen!

 

Wenn der Tag schon so losgeht, dann wird der Rest des Tages meist auch nicht viel besser. Achten Sie mal darauf, wie Ihre Laune währenddessen ist. Höchstwahrscheinlich haben Sie dann schlechte Laune, was ja auch verständlich ist. Genau hier liegt aber das Problem. Wenn Sie sich den ganzen Tag, wie ein Pechvogel fühlen, wird Ihnen nur noch mehr Pech widerfahren, weil Sie das Negative anziehen.

 

Oder stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie bewerben sich für eine Arbeitsstelle und werden zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Das ist doch ein Grund zur Freude! Sie sind sich aber ziemlich sicher, dass Sie nicht eingestellt werden. Schließlich haben Sie ja immer Pech und warum sollte das jetzt anders sein? Sie gehen also mit dieser negativen Einstellung in das Vorstellungsgespräch. Was meinen Sie, wie Sie dann auf die anderen wirken? Wenn Sie überzeugt sind, dass Sie sowieso versagen, dann ist es doch klar, dass Sie sich auch dementsprechend verhalten und dass Sie auch auf andere so wirken. Sie strahlen es aus.

 

Merken Sie es? Sie müssen Ihre Einstellung ändern. Was bringt es Ihnen, wenn Sie permanent nur schlecht gelaunt sind und glauben, dass Sie nichts können. Bringt Sie das weiter? Wohl kaum.

Jetzt heißt es arbeiten, und zwar an SICH arbeiten und die eigenen Denkmuster überdenken!

Der wahre Grund, warum einige immer Pech haben

Die "Pechvögel" konzentrieren sich nur auf das Negative. Sie sind überzeugt davon, dass sowieso alles schief geht und dass sie immer nur Pech haben. Sie stellen sich schlimme Situationen vor, bevor sie eingetroffen sind. Die Gedanken kreisen nur um das Thema "Pech". Diese Menschen legen ihre ganzen Gefühle in das Negative hinein. Sie stellen sich vor, wie sie sich in schlimmen Situationen fühlen und dann treffen genau diese Situationen ein. Je mehr man sich mit etwas beschäftigt, umso eher passiert es auch. Vielleicht haben Sie das auch schon bemerkt?

Warum also nicht die Gedanken und Gefühle auf das Positive richten? Warum nicht mal anders denken? Sie haben doch nichts zu verlieren!

 

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Wie wäre es mit einem anderen Blickwinkel?

Betrachten Sie die Dinge doch einmal aus einem anderen Blickwinkel.

Fangen Sie bei sich selbst an. Sie haben doch bestimmt nicht nur negative Seiten an sich. Was sind Ihre Stärken? Was können Sie gut? Schreiben Sie diese Dinge am besten auf. Niemand ist ein Versager, jeder kann etwas besonders gut!

 

Pech bedeutet für jeden etwas anderes. Es kann sein, dass das, was Sie als Pech bezeichnen, für andere gar nicht so schlimm ist. Es gibt Menschen, die könnten glücklich sein, weil sie alles haben, was sie brauchen und trotzdem sehen sie nur das Negative in allem. Dann gibt es Menschen, die haben nicht viel, sehen aber in allem etwas Positives und sind dankbar für das, was Sie haben. 

 

Und genauso wie jeder seine Definition von Pech hat, hat auch jeder seine Definition von Glück.

 

Um Glück empfinden zu können, muss man schätzen, was man bereits hat und dankbar dafür sein. Denn es gibt Menschen, denen geht es noch schlechter. Nicht jeder hat ein Auto, einige haben noch nicht einmal ein Dach über dem Kopf, haben kein warmes Wasser oder kein Essen. Das alles ist nicht selbstverständlich! Sie dürfen niemals vergessen, wie gut es Ihnen eigentlich geht.

Alles hat zwei Seiten

Ganz egal, wie schlimm eine Situation auch zu sein scheint, alles hat eine positive und eine negative Seite. Lernen Sie nicht nur das Negative, sondern auch das Positive in den Dingen zu sehen. Alles passiert aus einem bestimmten Grund. Auch Fehler und Niederlagen gehören zum Leben dazu. Aus ihnen sollte man lernen, an ihnen sollte man wachsen.

Konzentrieren Sie sich also auf Ihre Stärken und machen Sie es sich zur Gewohnheit, in jeder Situation das Positive zu sehen.

Kleine Ergänzung:

Natürlich können Sie mit einer positiven Einstellung das "Pech" nicht komplett von Ihnen fernhalten und natürlich passieren im Leben immer wieder mal schlimme Dinge, auf die man keinen Einfluss hat! Davor bleibt kein Mensch verschont. Vielmehr geht es hier darum, das Leben mit seinen guten UND schlechten Seiten zu akzeptieren und zu versuchen, das Beste aus allem herauszuholen und sich außerdem nicht permanent wie ein Pechvogel oder Versager zu fühlen. Denn genau diese Einstellung macht alles nur noch schlimmer! Man zieht immer mehr Schlechtes in sein Leben und sieht nur noch das Schlechte in sich und in allem (und ich spreche hier aus Erfahrung!). Das ganze Leben besteht aus guten und schlechten Zeiten und es ist nicht einfach - das hat nie jemand behauptet. Es geht permanent auf und ab und natürlich haben wir auch mal schlechte Laune und sind unzufrieden, und das ist auch gut so! Weil wir in solchen Situationen vieles lernen können. So ist nun mal das Leben! Reine Harmonie gibt es nicht! Akzeptieren Sie es! Aber vergessen Sie nicht, all die schönen Dinge zu genießen und konzentrieren Sie sich nicht NUR auf die negativen Seiten und Rückschläge, sondern schauen Sie einfach öfter mal auf die schönen Dinge im Leben! (s. auch Kommentare)

die_Optimistin, am 20.02.2013
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