Warum wir eine Energiewende brauchen

Es ist eine Tatsache, dass bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern (Kohle, Erdöl, Erdgas) das schädliche Umweltgas Kohlendioxid (CO2) freigesetzt wird. Zusammen mit anderen Klimagasen sorgt CO2 dafür, dass der Erdball kontinuierlich aufgeheizt wird. Es ist kein von hysterischen Umweltschützern erfundenes Horrorszenario, dass sich die Wüsten ausbreiten werden und das Eis an den Polkappen abschmilzt. Das ist schon längst geschehen und wird sich weiter ausdehnen, wenn Industrie-, Auto-, Kraftwerks-Emissionen und auch Abgase aus den privaten Haushalten nicht radikal zurückgefahren werden. Es droht die Gefahr, dass die 17 Millionen Menschen, die nur 1 Meter über dem derzeitigen Meeresspiegel leben, einfach weggeschwemmt werden.

Klimaschutz ist Umweltschutz

Nicht nur in Deutschland ist Umweltschutz wichtig und eine Energiewende erforderlich, sondern weltweit. Erneuerbare Energien aus Wind, Sonne, Wasser und Erdwärme stoßen keine Schadstoffe aus und erzeugen auch nicht tonnenweise radioaktiven Müll wie Atomkraftwerke, die zudem noch große Risiken für eine atomare Verseuchung in sich bergen. Tschernobyl und Fukushima haben es gezeigt. Zudem stehen Erdöl, Erdgas und andere Energieträger nicht unendlich zur Verfügung. Wobei schon enorme Abgasmengen beim Transport erzeugt werden. Die Förderung der Forschung und des Einsatzes von regenerativen Energieträgern ist also ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. 

Am 12. Dezember 2015 wurde in Le Bourget bei Paris das neue weltweite Klimaschutzabkommen beschlossen, bei dem sich erstmals alle beteiligten Nationen einig waren, gezielte Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung vorzunehmen. Sie haben erkannt, wie wichtig Umweltschutz ist, um die Lebensgrundlagen zu erhalten.

Abgase führen zur Klima-Erwärmung.

Abgase führen zur Klima-Erwärmung. (Bild: https://pixabay.com/de/kraf...)

Klimawandel und Umweltflüchtlinge

In einem Beitrag aus Welt-online vom April 2015 unter dem Titel "Klimawandel treibt mehr Flüchtlinge nach Europa" warnt der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds, Michel Camdessus, vor einer immensen Fluchtbewegung aus Afrika und dem Nahen Osten, weil die Menschen dort unter der Dürre durch den Klimawandel leiden. Er erwartet allein 200 Millionen Umweltflüchtlinge aus Afrika, die in den nächsten Jahrzehnten versuchen werden, nach Europa zu kommen. Nicht um reich zu werden, sondern weil sie Hunger und Durst leiden. Selbst Politiker wie die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks räumen ein, dass Umweltschutz wichtig ist, um den Ärmsten der Armen ein Leben in ihrer Heimat zu ermöglichen. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus im Herbst 2015 sagte sie: "Klar ist, dass es riesige Dürregebiete und überflutete Landstriche geben wird, wenn wir den Klimawandel nicht auf ein beherrschbares Maß begrenzen...".

Nachhaltigkeit im Sinne des Umweltschutzes

Jeder Verbraucher ist für den Umweltschutz verantwortlich. Ein Viertel der Treibhausgasemissionen in Deutschland ist dem privaten Konsum geschuldet. Neben Methan und Fluorkohlenwasserstoffen werden auch enorme Mengen Kohlendioxid produziert. Allein in Deutschland beträgt der durchschnittliche Pro-Kopf-Kohlendioxidausstoß rund 10 Tonnen pro Jahr. Der Raubbau an natürlichen Ressourcen, die Massenproduktion von Lebensmitteln, ganz zu schweigen von dem Leiden der Tiere in den Ghettos der Massentierhaltung, tragen zu erheblichen Umweltschäden bei. Wichtig für den Umweltschutz ist es, nachhaltiger zu konsumieren, mehr auf Qualität statt auf Quantität zu achten. Nachhaltigkeit ist nicht nur wichtig für den Umweltschutz, sondern sozial gerecht und ein Beitrag, auf Dauer wirtschaftlich leistungsfähig zu sein. Nachhaltigkeit bedeutet, von der Produktion über den Handel und den Verbrauch bis hin zur Entsorgung auch für die nachfolgenden Generationen ein umweltverträgliches Dasein zu ermöglichen und die Lebensgrundlagen zu erhalten.

Armut in Afrika

Armut in Afrika (Bild: j.dopf / Flickr)

In einer Ende 2015 von der Weltbank veröffentlichen Studie, kurz vor dem Klimagipfel in Paris, wird die geschätzte Zahl von 100 Millionen neuen Armen bis zum Jahr 2030 auf 900 Millionen anwachsen, befördert durch die Auswirkungen des Klimawandels und durch das Konsumverhalten der Menschen in den Industrieländern. In einem Bericht der Frankfurter Rundschau vom 8. Dezember 2013 zur europäischen Handelspolitik wird Armin Paasch, Experte des Hilfswerkes Misereor, zitiert: "Europäische Exporte von Milchpulver, Tomatenpaste, Geflügel- oder Schweinefleisch drängen Kleinbauernfamilien in Ghana, Burkina Faso und der Elfenbeinküste aus den lokalen Märkten. Zumal die europäischen Landwirte Milliarden-Subventionen einstreichen und die Produkte auf den Märkten Afrikas oft unter den Herstellungskosten anbieten können...". Wer jetzt noch nicht begriffen hat, wie wichtig Umweltschutz für den Fortbestand der Menschheit ist, wie Vereinbarungen bei Freihandelsabkommen á la CETA, TTIP & Co. den Umweltgedanken im Interesse der Gewinnmaximierung ad absurdum stellen, der verschließt die Augen vor der Realität.

Ist Ihnen Umweltschutz wichtig
Krimifreundin, am 01.04.2016
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