Erkrankungen - Herzinsuffizienz - Niereninsuffizienz - Flatulenz - Reizblase

Unter dem Begriff "Herzinsuffizienz" versteht der Mediziner eine Herzschwäche. Das Herz kann aufgrund der eingeschränkten Kraft seine Funktion nicht mehr erfüllen. Die Gründe dafür sind vielseitig und reichen von einer Altersschwäche bis hin zum Herzinfarkt. Zu den Aufgaben eines Herzens gehört nicht nur das Versorgen sämtlicher Organe mit Blut und Sauerstoff, sondern auch das Rückfließen des venösen Blutes. Läßt diese Funktion nach, kommt es zum Rückstau des Blutes in den Körper. Hiervon sind in erster Linie die Beine  betroffen. Es kommt zu Ödemen und somit zu einer Schwellung des Gewebes. Nachts bzw. im Liegen fließt das Wasser verstärkt zum Herzen zurück. Dieses wird in die Niere abgegeben und anschließend der Blase zugeleitet. Die Folge ist verstärktes nächtliches Waserlassen. 

Eine Niereninsuffizienz (Nierenschwäche) kann ebenfalls zu Flüssigkeitsansammlungen im Körper führen. Auch hier kommt es zum nächtlichen Rückfluß in die Blase. Die Ursachen für diese Erkrankung sind ebenfalls vielfältig. Oftmals führt ein fortgeschrittener Diabetes mellitus oder ein hoher Blutdruck zum Ausbruch. Eine Niereninsuffizienz schreitet in der Regel langsam voran, so dass diese lange unentdeckt bleibt. Wichtigster Parameter sind ein Eiweißnachweis im Urin und der Kreatininwert im Blut. Beim Kreatinin handelt es sich um ein körpereigenes Eiweiß aus dem Muskelstoffwechsel, das von einer gesunden Niere größtenteils ausgeschieden wird. 

Flatulenzen (Blähungen) können ebenfalls zu Harndrang führen. Hierbei kann ein starker Druck auf die Blase und das Lymphsystem entstehen. Eine Lymphdrainage und eine  Ernährungumstellung  können hier Abhilfe schaffen.

Eine Reizblase ist weit verbreitet und kann ebenfalls viele Ursachen haben. Bei Männern werden diese Beschwerden meistens durch eine gutartige Prostatavergrößerung hervorgerufen, bei Frauen sind es oftmals hormonelle Veränderungen. Auch wiederkehrende Harnwegsinfekte können zu einer Reizblase führen. Das Entstehen einer Reizblase kann ebenfalls psychisch bedingt sein. So führen Nervosität, Stress und Angst in einigen Fällen zum Entstehen dieser Erkrankung.

Heilpflanzen - Cranberrys - Kürbiskerne - Sägepalme - Granatapfel

Cranberrys 

Cranberrys haben ihre Heimat in Nordamerika. Die rötliche Frucht - ist auf dem Vorschaubild dargestellt - kann die Widerstandskraft der Blase erhöhen. Die Heilpflanze wurde bereits bei den Indianern eingesetzt. Ausschlaggebend sind die Proanthocyanidine, ein sekundärer Pflanzenstoff, der das Anheften von Bakterien in der Harnröhre und Blase verhindert. So werden die Krankheitserreger beim nächsten Wasserlassen auf dem normalen Weg ins Freie befördert. Cranberrys können auch als pflanzliche Antibiotika eingesetzt werden, da diese die natürliche Flora im Harntrakt nicht schädigen. 

Kürbiskerne 

Kürbiskerne können frühzeitig und gezielt eingesetzt werden, um einer gutartigen Prostatavergrößerung entgegen zuwirken. Männer in der zweiten Dekade sind oftmals von dieser Erkrankung betroffen. Häufiges Wasserlassen, Restharn in der Blase und ein dünner Strahl sind Anzeichen für eine Prostatahyperplasie, so der medizinische Fachausdruck. Kürbiskerne sollten als Extrakt in der Apotheke oder Drogerie erworben werden. Nur diese enthalten medizinisch relevante Inhaltsstoffe und können präventiv oder zur Linderung der Beschwerden eingesetzt werden.

Sägepalme 

Die Sägepalme läßt sich ebenfalls bei Harnwegsproblemen einsetzen. Die Pflanze stammt aus dem südlichen Amerika und wurde bereits von den Ureinwohnern eingesetzt. Medizinisch von Bedeutung sind die getrockneten Beeren. Die regelmäßige Einnahme hat eine regulierende Wirkung auf den Prostata- und Blasenbereich. Die Kombination mit einem Kürbiskernextrakt verstärkt diesen Effekt noch.

Granatapfel 

Der Granatapfel hat eine positive Wirkung für die Prostata- und Blasenfunktion. Die enthaltenen Polyphenole - ein sekundärer Pflanzenstoff - haben zell- und gefäßschützende Eigenschaften und sorgen für einen gesunden Zellstoffwechsel. So kann eine Prostatavergrößerung auf dem präventiven Weg verhindert werden.  Der Granatapfel ist ein wahres Multitalent im menschlichen Körper und hat  viele positive Eigenschaften. so wird zum Beispiel die Gefäßelastizität um 30 Prozent erhöht. Dies wirkt unter anderem einer Arteriosklerose entgegen.   

noch einige Tipps

Einnahme von Entwässerungsmitteln (Diuretika)

Diese werden in der Schulmedizin relativ oft verschrieben, um ein zuviel an Flüssigkeit aus dem Körper zu leiten und somit das geschwächte Herz zu schützen. Viele dieser Medikamente können allerdings bei falscher Anwendung zu Nachteilen führen. So werden in einigen Fällen wertvolle Mineralstoffe aus dem Körper geschwemmt, in anderen Fällen kann es zu einer Verschlechterung des Zuckerstoffwechsels kommen. Die Einmahme sollte am Vormittag erfolgen, da es bei einem späteren Zeitpunkt zu einem nächtlichen Harndrang kommen kann.

Aufnahme von Flüssigkeit

Das Trinken sollte bevorzugt tagsüber erfolgen, werden Getränke in größeren Mengen erst am Abend genommen, führt dieses logischerweise zu einem verstärkten Harndrang in der Nacht. 

Venenschutz

Regelmäßige Kneipp-Güsse, Wassertreten und eine gesunde und vollwertige Ernährung halten das Venengeflecht besonders in den Beinen in "Schuss" und wirken somit präventiv gegen das Entstehen von Ödemen. Außerdem wirken diese Maßnahmen prophylaktisch gegen das Entstehen von Krampfadern.

Bewegung

Regelmäßige Bewegung ist das A und O, um das Entstehen von Ödemen zu verhindern. Tägliches Laufen (Walking) macht Sinn. Hat man längere Zeit keinen Sport betrieben, sollte vorher ein Arzt oder Heilpraktiker zu Rate gezogen werden. Zu langes Sitzen und Stehen führt zum Versacken des Blutes in den Beinen, ist kontraproduktiv und sollte vermieden werden.

Mein Artikel ersetzt nicht den Besuch eines Arztes oder Heilpraktikers!

Ashlie, am 04.08.2012
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